{"id":41278,"date":"2018-05-30T20:55:04","date_gmt":"2018-05-30T19:55:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=41278"},"modified":"2018-05-30T20:55:04","modified_gmt":"2018-05-30T19:55:04","slug":"augenblicke-im-haus-der-geschichte-bonn-neheim-und-die-suenderin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/augenblicke-im-haus-der-geschichte-bonn-neheim-und-die-suenderin\/","title":{"rendered":"Augenblicke im Haus der Geschichte (Bonn): Neheim und die S\u00fcnderin"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_41279\" aria-describedby=\"caption-attachment-41279\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/BonnHdG2018052902.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-41279\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/BonnHdG2018052902.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"529\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/BonnHdG2018052902.jpg 1024w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/BonnHdG2018052902-300x227.jpg 300w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/BonnHdG2018052902-768x581.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-41279\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;Die S\u00fcnderin&#8220; war eine Schande f\u00fcr das christliche Neheim. Plakat im Haus der Geschichte. (foto: zoom)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>&#8222;Die S\u00fcnderin ist ein deutscher Film aus dem Jahr 1951. Er war auch wegen des nachfolgenden Skandals der Durchbruch der Schauspielerin Hildegard Knef. Der Film feierte seine Erstauff\u00fchrung am 18. Januar 1951.&#8220;[1]<\/strong><\/p>\n<p>Auf Wikipedia lese ich weiter[ebenda]:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Die Handlung dreht sich um das Zusammenleben der Prostituierten Marina mit ihrem Freund, dem Maler Alexander.<\/p>\n<p>Marinas Mutter \u201ebetr\u00fcgt\u201c im Zweiten Weltkrieg ihren Stiefvater, der von der Gestapo verhaftet und eine Zeit lang inhaftiert wird. Marina wird vom Stiefbruder verf\u00fchrt, welcher daraufhin von ihrem Stiefvater offenbar erschlagen wird. Marina verliebt sich in den gescheiterten Maler Alexander, der an einem Gehirntumor erkrankt ist, der ihn erblinden l\u00e4sst. Beide reisen nach Italien, wo sie vor\u00fcbergehend ein gl\u00fcckliches Leben f\u00fchren. Um die Operation zu finanzieren, versucht Marina, wieder ihrem alten Gewerbe nachzugehen. Dies gelingt ihr nicht. Jedoch trifft sie auf den Operateur, der Alexander eine heilende Operation in Aussicht gestellt hat und nun bereit ist, diese gratis durchzuf\u00fchren. Die Operation stellt das Sehverm\u00f6gen Alexanders wieder her und das Paar verbringt eine gute Zeit in Wien. Als Alexanders Sehverm\u00f6gen nachl\u00e4sst und eine Erblindung unabwendbar ist, beschlie\u00dft Alexander, aus dem Leben zu scheiden. Marina reicht dem lebensm\u00fcden Alexander mit dessen Wissen ein Glas mit einer \u00dcberdosis Schlafmittel (Veronal), welches er zu sich nimmt. Anschlie\u00dfend nimmt sich auch Marina das Leben.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Nun, Hildegard Knef war die kulturelle Ikone meiner Elterngeneration. Wenn &#8222;Die Knef&#8220; per Fernsehen ins Wohnzimmer eindrang, ver\u00e4nderte sich die Atmosph\u00e4re &#8211; etwa so, wie sp\u00e4ter bei den Beatles oder Rudi Dutschke.<\/p>\n<p>Wobei es bei &#8222;Der Knef&#8220; anders war. Dutschke, die Beatles &#8211; sie geh\u00f6rten nicht dazu, waren Fremdlinge. Hildegard Knef hingegen war die mal heimlich, mal offen bewunderte entfernte Verwandte, die in der Welt Dinge erlebte, die im Wohnzimmer unsagbar blieben, bis eben diese Knef durch das Fernsehen hineinwehte und alle gebannt an ihren Erz\u00e4hlungen und Erlebnissen hingen.<\/p>\n<p>Gesang, Schauspiel, die rauchige Stimme, das freche Auftreten. Bewunderung und Schaudern.<\/p>\n<figure id=\"attachment_41280\" aria-describedby=\"caption-attachment-41280\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/BonnHdG2018052901.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-41280\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/BonnHdG2018052901.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"873\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/BonnHdG2018052901.jpg 821w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/BonnHdG2018052901-241x300.jpg 241w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/BonnHdG2018052901-768x958.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-41280\" class=\"wp-caption-text\">Filmplakat im Haus der Geschichte in Bonn (foto: zoom)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bei der S\u00fcnderin waren es allerdings nicht nur die nackten Br\u00fcste, die die katholischen und evangelischen Geistlichen auch der Stadt Neheim erregten, sondern<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;die Thematisierung von wilder Ehe, Prostitution, Vergewaltigung, Sterbehilfe und Selbstmord.<\/p>\n<p>J\u00fcrgen Kniep schrieb dazu: \u201eDie Annahme, dass die Kirchen gegen die wenige Sekunden lang zu sehenden Br\u00fcste der Schauspielerin zu Felde gezogen seien, ist zwar aus dem heutigen Mythos S\u00fcnderin nicht wegzudenken, entbehrt aber jeder Grundlage.\u201c Erst Ende der 1960er Jahre wurde diese Verbindung hergestellt.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Film und sein Titel wurden zum Mem[2] einer Generation, deren verkrustete Moral in der Nachkriegsszeit langsam aufbrach und damit auch ein Vorl\u00e4ufer der sogenannten 68er-Revolution.<\/p>\n<p>Ich habe ihn nie gesehen.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p><em>[1] <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_S%C3%BCnderin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_S%C3%BCnderin<\/a><\/em><\/p>\n<p>[2] <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mem\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mem<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Die S\u00fcnderin ist ein deutscher Film aus dem Jahr 1951. 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