{"id":38864,"date":"2017-10-07T17:29:49","date_gmt":"2017-10-07T16:29:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=38864"},"modified":"2017-10-07T23:33:25","modified_gmt":"2017-10-07T22:33:25","slug":"ein-grabstein-erzaehlt-teil-2-nur-ein-kleiner-anfang-fuer-weitere-recherchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/ein-grabstein-erzaehlt-teil-2-nur-ein-kleiner-anfang-fuer-weitere-recherchen\/","title":{"rendered":"\u201eEin Grabstein erz\u00e4hlt\u201c \u2013 Teil 2: &#8230; nur ein kleiner Anfang f\u00fcr weitere Recherchen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das erz\u00e4hle ich deshalb so ausf\u00fchrlich (<a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/ein-grabstein-erzaehlt-teil-1-nina-worowina-21-jahre-verheiratet-ostarbeiterlager-gest-24-8-1944\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">siehe Teil 1<\/a>), um zu veranschaulichen, da\u00df dies nur ein kleiner Anfang f\u00fcr weitere Recherchen sein kann. Hunderte Namenslisten g\u00e4lte es durchzuackern, um weitere Informationen \u00fcber die Toten zu bekommen, die in zig Lagern in und um Meschede leben mu\u00dften und \u201everstorben\u201c sind:<\/strong><\/p>\n<p>in Stockhausen \u201enach kompl. Unterschenkelbruch\u201c, in Meschede im \u201eOstarbeiterlager Waldstr.\u201c an \u201eKr\u00e4mpfen\u201c oder im \u201eOstarbeiterlager Haus Dortmund\u201c oder \u201eim Ostarbeiterlager Wiebelhaus\u201c oder \u201eim Ostarbeiterlager der Honsel-Werke\u201c oder in Bestwig \u201eim Ostarbeiterlager\u201c oder in Bigge im \u201eLager Talblick\u201c oder in Heinrichstal \u201eim Ostarbeiterlager\u201c oder \u201ein Ramsbeck\u201c oder in \u201eHoppecke im Lager Bremecke\u201c oder \u201ein D\u00f6rnbeck bei Ramsbeck im Ostarbeiterlager\u201c \u201ean einer \u201eKopfverletzung\u201c, an einer \u201eBenzinvergiftung\u201c, \u201eTuberkulose, H\u00fcftgelenksentz\u00fcndung\u201c, an \u201eHitzschlag, Lungenentz\u00fcndung, Herzschw\u00e4che\u201c, an einer \u201eschweren Beinverletzung\u201c, an \u201eFlecktyphus\u201c (= \u201eLagerfieber\u201c), an \u201eLungentuberkulose\u201c, an \u201eSchwere Lungentuberkulose, allgemeine Entkr\u00e4ftung, Versagen des Kreislaufs\u201c, an \u201eDoppelseitige Lungentuberkulose\u201c oder \u201eSch\u00e4delbruch\u201c, \u201eauf der Flucht erschossen\u201c oder durch \u201eFreitod\u201c.<\/p>\n<p>Namenslisten der Arbeitgeber auch von Warstein und Eversberg geben weitere Hinweise, und nach manch einem sind die Lager benannt. Ein Beispiel aus Warstein:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Industrie- und Handelskammer f\u00fcr das s\u00fcd\u00f6stliche Westfalen verleiht durch ihren Pr\u00e4sidenten, Generaldirektor Fritz Honsel, nach erfolgter Zustimmung des Beirats dem Fabrikbesitzer HUGO SIEPMANN den Titel eines Ehrenpr\u00e4sidenten, weil er sich in \u00fcber 25j\u00e4hriger Arbeit um die Wirtschaft seiner westf\u00e4lischen Heimat und damit um das Vaterland sehr verdienst gemacht hat.<br \/>\nArnsberg im September 1939\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese \u201eEhrenurkunde\u201c mit der Unterschrift \u201eDie Ehrenurkunde mit der Ernennung Hugo Siepmanns zum Ehrenpr\u00e4sidenten der Industrie- und Handelskammer anl\u00e4\u00dflich seines 70. Geburtstages\u201c wird stolz abgedruckt in dem Buch \u201e60 Jahre Gesenkschmiede\u201c bzw. \u201e1891-1951. 60 Jahre Siepmann-Werke, Aktiengesellschaft Belecke-M\u00f6hne\u201c, einer Festschrift von 1951, das auch zum Erbe meiner Mutter geh\u00f6rt. Ich fand es zwischen ihren B\u00fcchern. Eine Heftchen in DIN A 5 u.a. mit Photos von der Beerdigung einer Jenni Siepmann (9.7.1906- 4.6.1959) lag darin; wahrscheinlich war mein Opa auf der Beerdigung.<\/p>\n<p>Reich war die Kirche und das Grab geschm\u00fcckt, und auf der Karte steht:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWir d\u00fcrfen Gott danken f\u00fcr alles, was er der Verstorbenen an G\u00fctern des Leibes und der Seele geschenkt hat. Wir d\u00fcrfen danken f\u00fcr alles, was Gott an uns allen durch die Verstorbene gewirkt hat. Ja, wir d\u00fcrfen danken, da\u00df wir als Christen angesichts des Todes diese Botschaft vom Leben haben und bezeugen d\u00fcrfen. ,Ich betrachte meine Wege und kehre meine F\u00fc\u00dfe zu Deinen Zeugnissen!\u2019 M\u00f6ge Euch, Ihr lieben Angeh\u00f6rigen, und uns alle das tr\u00f6sten und aufrichten, da\u00df wir von uns weg auf Gott blicken d\u00fcrfen, auf Jesus Christus, auf das Kreuz! Amen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Da war diese Urkunde und diese Karte, die mir zuerst auffielen. Und dann las ich weiter:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eAus Anla\u00df des 60j\u00e4hrigen Bestehens unseres Unternehmens erlauben wir uns, Ihnen eine Festschrift, die die Entwicklung und den heutigen Stand unseres Betriebes darstellt, zu \u00fcberreichen. Wir holen damit eine Verpflichtung nach, die uns beim 50j\u00e4hrigen Bestehens unserer Firma im Jahre 1941 erwachsen ist und sich infolge der damaligen Verh\u00e4ltnisse nicht verwirklichen lie\u00df.<br \/>\nEs ist unser aufrichtiger Wunsch, da\u00df diese Festschrift dazu beitr\u00e4gt, die Beziehungen zu allen Freunden unseres Hauses zu vertiefen und zu festigen.<br \/>\nUnser Jubil\u00e4um bietet uns die willkommene Gelegenheit, allen denen, die uns innerhalb und au\u00dferhalb unseres Betriebes in guten und in schlechten Tagen die Treue hielten, von Herzen Dank zu sagen und die Bitte auszusprechen, uns ihr Wohlwollen und Vertrauen auch weiterhin zu schenken.<br \/>\nSiepmann-Werke<br \/>\nAktiengesellschaft<br \/>\nBelecke (M\u00f6hne)<br \/>\nDer Vorstand\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ZumGeleit20171007.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-38865\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ZumGeleit20171007.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"789\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ZumGeleit20171007.jpg 1024w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ZumGeleit20171007-266x300.jpg 266w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ZumGeleit20171007-768x866.jpg 768w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ZumGeleit20171007-909x1024.jpg 909w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>\u201eZum Geleit<br \/>\nDas Schicksal hat es gef\u00fcgt, da\u00df das 25j\u00e4hrige Bestehen der Siepmann-Werke (1916) wie auch ihr 50j\u00e4higes Jubil\u00e4um (1941) in die Mitte zweier Weltkriege fiel. Beide Male waren die Zeiten nicht dazu angetan, sich festlicher Freude hinzugeben. Nur im engsten Familienkreise wurden die Festtage kurz gew\u00fcrdigt.<br \/>\nAnl\u00e4\u00dflich des 60j\u00e4hrigen Bestehens des Werkes soll das Vers\u00e4umte nachgeholt werden. Die Freude wird allerdings ged\u00e4mpft durch den Tod der beiden Gr\u00fcnder des Unternehmens, der Br\u00fcder Emil und Hugo Siepmann, Ende des Jahres 1950. Beiden sollte es nicht mehr verg\u00f6nnt sein, die Feier des 60j\u00e4hrigen Bestehens ihres Lebenswerkes mitzuerleben. Damit wird diese Festschrift ein Gedenk- und Ehrenbuch f\u00fcr diese beiden M\u00e4nner.<br \/>\nSie will zun\u00e4chst die Grundlagen zeigen, auf denen das Werk aufgebaut wurde, und den Weg schildern, den es in den vergangenen sechzig Jahren genommen hat.<br \/>\nSie soll k\u00fcnden vom Geist verpflichtenden Unternehmertums und Stolz und Freude wecken \u00fcber das Geleistete.<br \/>\nSie will dar\u00fcber hinaus allen ein Dankeswort zurufen, die ihre besten Kr\u00e4fte an das Werk gesetzt haben.<br \/>\nSie will nicht zuletzt die Br\u00fccke von Mensch zu Mensch schlagen, nicht nur innerhalb des Betriebes, sondern auch nach au\u00dfen zu allen unseren Gesch\u00e4ftsfreunden.<br \/>\nEndlich soll sie in den Herzen der jetzigen Generation wie der kommenden den Entschlu\u00df festigen, es den Vorg\u00e4ngern gleichzutun.<br \/>\nDer Vorstand der Siepmann-Werke Aktiengesellschaft<br \/>\nAlfred Siepmann[1]<br \/>\nWalther Siepmann<br \/>\nErnst Siepmann<br \/>\nBelecke (M\u00f6hne), im Sommer 1951\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>S. 80f:<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Zeiten brachten es mit sich, da\u00df der Firma, die f\u00fcr die Entwicklung und Fertigung komplizierte Teile inzwischen einen besonderen Ruf geno\u00df, erneut ein schwieriges Problem aus dem Fahrzeugbau zur L\u00f6sung \u00fcbertragen wurde. Die L\u00f6sung war mit besonderen Schwierigkeiten verbunden, weil abermals ein neuer Betrieb errichtet werden mu\u00dfte, und zwar mit Maschinen, die bis dahin den leitenden Ingenieuren, Werkmeistern und Arbeitern v\u00f6llig unbekannt waren. So kam es zum Neubau der Schmiede IV, in der erstmalig u.a. auch Schmiedemaschinen mit einem Stauchdruck bis 1650 Tonnen aufgestellt wurden.<br \/>\nMit dem Aufbau der Schmiede IV waren erhebliche neue finanzielle Verpflichtungen \u00fcbernommen worden. Diese und die mit der Zeit entstandene Gr\u00f6\u00dfe des Werkes \u2013 es wurden monatlich etwa 3000 Tonnen fertiger Schmiedest\u00fccke ausgesto\u00dfen \u2013 bedingten die nochmalige \u00c4nderung der Gesellschaftsform. Im Jahre 1943 wurden die Siepmann-Werke und das 1940 gegr\u00fcndete Schwei\u00dfwerk Siepmann G.m.b.H zusammengefa\u00dft und weitergef\u00fchrt unter dem Namen: Siepmann-Werke Aktiengesellschaft, Belecke (M\u00f6hne). Den Vorstand dieser Aktiengesellschaft bildeten die bisherigen Inhaber des Werkes.<br \/>\nAls letzter Neubau, der jedoch nicht mehr zur Fertigstellung gelangte, wurde im Jahr 1944 eine neue Halle am westlichen Ende des M\u00f6hnewerkes, die eine Elektroschwei\u00dferei im Flie\u00dfverfahren aufnehmen sollte, in Angriff genommen. Damit erreichte die bebaute Fl\u00e4che des Werkes in Belecke ihren H\u00f6chststand. Sie war von 2600 qm bei der Gr\u00fcndung im Jahr 1910 \u00fcber 6500 qm im Jahr 1918 und 11 600 qm im Jahr 1938 auf 26 000 qm im Jahr 1944 angestiegen.<br \/>\nZug um Zug mit der r\u00e4umlichen Ausdehnung und der technischen Entwicklung war auch die innere Organisation des Betriebes jeweils nach modernsten Gesichtspunkten ausgebaut worden. &#8230;[1]\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Wie war das?<\/p>\n<p>1910 : 2600 qm<br \/>\n1918 : 6500 qm<br \/>\n1938 : 11600 qm<br \/>\n1944 : 26000 qm<\/p>\n<p>Und die \u201eBelegschaftsst\u00e4rke\u201c?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-38866\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Belegschaftsstaerke201710017.jpg\" alt=\"\" width=\"662\" height=\"481\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Belegschaftsstaerke201710017.jpg 662w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Belegschaftsstaerke201710017-300x218.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/>Was stellte dieser Betrieb her, da\u00df er im Ersten und Zweiten Weltkrieg so derma\u00dfen expandierte? Panzer und andere Fahrzeuge bzw. ihre Ersatzteile und Werkzeuge werden nicht aus Plastik gebaut.<\/p>\n<p><strong>Und wer bildete u.a. die \u201eBelegschaft\u201c?<\/strong> Die Listen des ITS in Bad Arolsen und auch die Akte \u201eE 162\u201d im Stadtarchiv in Warstein sprechen eine beredte Sprache.<\/p>\n<p>\u201eDer Amtsb\u00fcrgermeister als Ortspolizeibeh\u00f6rde<br \/>\nWarstein, den 21. April 1942<br \/>\nIII.C.Bi.zA.<br \/>\nBetrifft: Einsatz von Arbeitskr\u00e4ften aus dem altsowjetrussischen Gebiet im Reich.<br \/>\nBezug: Verf\u00fcgung vom 16.4.1942 \u2013 IV D 1 \u2013 808\/42.<br \/>\nFolgende Firmen haben hier lagerm\u00e4\u00dfig Arbeitskr\u00e4fte aus dem altsowjetrussischen Gebiet untergebracht:<br \/>\n1. Warsteiner und Herzoglich Schleswig-Holsteinische Eisenwerke, A.G., Warstein,<br \/>\n2. Josef Albers, Steinbruchbesitzer, Warstein,<br \/>\n3. F.J. Risse, Steinbruchbesitzer, Warstein,<br \/>\n4. J\u00fcrgen &amp; Prinzen, Abt. Fassholzfabrik, Warstein,<br \/>\n5. Franz K\u00f6ster, Steinbruchbesitzer, Hagen i.W.<br \/>\nDas Merkblatt und die Anweisung f\u00fcr die Wachleute besitzt niemand. Der umfangreiche Inhalt macht die Zug\u00e4nglichmachung von Abdrucken notwendig. Die angeordnete Belehrung allein birgt die Gefahr in sich, da\u00df dem Merkblatt und der Anweisung entsprechend nicht immer verfahren wird. Ich bitte, mir weitere Abdrucke zur Weiterleitung an die Unternehmer zukommen zu lassen.<br \/>\nMit weiteren Russenlagern ist zu rechnen. Ich erbitte daher zugleich einige Abdrucke mehr.<br \/>\nAn die Geheime Staatspolizei<br \/>\nAmtspolizeidienststelle<br \/>\nDortmund\u201c<\/p>\n<p>\u201eIII.C.F.<br \/>\nWarstein, den 23. Aug. 1943<br \/>\n1. Abschrift an<br \/>\ndie Siepmann-Werke AG.<br \/>\nWarstein Heeag<br \/>\nFa. Josef Albers<br \/>\nFa. F.J. Risse<br \/>\nWarsteiner Bekleidungswerke<br \/>\nDittmann-Neuhaus &amp; Gabriel-Bergenthal<br \/>\nFa. Jurgens &amp; Prinzen<br \/>\nGemeinschaftslager \u201eHerrenberg\u201c<br \/>\nzur gefl. Kenntnis.<br \/>\n2. Z.d.Akten.<br \/>\nD.AB.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u201eOstarbeiter\u201c \u2013 das waren nicht einfach \u201eZwangsarbeiter\u201c; f\u00fcr sie galten besondere Regelungen:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eMerkblatt f\u00fcr die Behandlung und den Arbeitseinsatz der Arbeitskr\u00e4fte aus dem altsowjetrussischen Gebiet (Stempel: Geheime Staatspolizei, Staatspolizeistelle Dortmund)<br \/>\nI. Allgemeines:<br \/>\nAls ,Arbeitskr\u00e4fte aus dem altsowjetrussischen Gebiete\u2019 gelten diejenigen Arbeitskr\u00e4fte, die aus dem ehemaligen sowjetrussischen Gebiet mit Ausnahme der ehemaligen Staaten Litauen, Lettland, Estland, des Bezirks Bialystok und des Distrikts Lemberg zum zivilen Arbeitseinsatz in das Reich hereingebracht werden. F\u00fcr die gesamte Behandlung dieser Arbeitskr\u00e4fte ist ausschlaggebend, dass sie jahrzehntelang unter bolschewistischer Herrschaft gestanden haben und systematisch zu Feinden des nationalsozialistischen Deutschland und der europ\u00e4ischen Kultur erzogen worden sind.<br \/>\nII. Unterbringung<br \/>\nW\u00e4hrend des Aufenthaltes der Arbeitskr\u00e4fte aus dem altsowjetrussischen Gebiet im Reich sind diese streng von der deutschen Bev\u00f6lkerung, ausl\u00e4ndischen Zivilarbeitern und allen Kriegsgefangenen abzusondern. Entsprechend dieser Absonderung sind die russischen Arbeitskr\u00e4fte in geschlossenen Lagern (Baracken) mit einer zweckentsprechenden, mit Stacheldraht versehenen Umz\u00e4unung unterzubringen.<br \/>\nAusgang aus dem Lager ist grunds\u00e4tzlich nicht zu gestatten. Auch die Freizeitgestaltung muss daher im Lager erfolgen. (evtl Lagerkantine). Hinsichtlich der Freizeitgestaltung, des Postaustausches, der Post\u00fcberwachung und der \u00e4rztlichen Betreuung[2] der russischen Zivilarbeiter ergeht noch weitere Weisung. Bis dahin ist jede Postversendung in die Heimat und jeder Postaustausch zwischen den im Reich eingesetzten russischen Arbeitskr\u00e4ften zu unterbinden. Solange der Verknappungszustand andauert, sind russischen Arbeitskr\u00e4ften keine Rauchwaren auszuh\u00e4ndigen.<br \/>\nDie zust\u00e4ndige Staatspolizeistelle \u00fcberpr\u00fcft die f\u00fcr die Unterbringung dieser Arbeitskr\u00e4fte vorgesehenen Unterk\u00fcnfte auf ihre Eignung. F\u00fcr die Errichtung der Unterk\u00fcnfte sind die Betriebe verantwortlich und kostenpflichtig. In den Lagern mu\u00df ein Wachraum, eine Krankenstube und f\u00fcr je hundert Mann mindestens eine Haftzelle vorhanden sein. Die russischen Arbeitskr\u00e4fte d\u00fcrfen ihre Unterk\u00fcnfte grunds\u00e4tzlich nur zur Verrichtung der ihnen in den Betriebenen zugewiesenen Arbeit verlassen. F\u00fcr die russischen Arbeitskr\u00e4fte ist ein Luftschutzraum zu erstellen bezw. Zur Verf\u00fcgung zu halten.<br \/>\nIII: Bewachung:<br \/>\nDie geschlossen eingesetzten und untergebrachten Arbeitskr\u00e4fte aus dem altsowjetrussischen Gebiet m\u00fcssen dauernd unter Bewachung stehen. Das Bewachungspersonal ist zu stellen:<br \/>\na) in staatlichen Betrieben (Kriegsmarinewerften, Reichsbahn pp) von den f\u00fcr diese Einrichtung vorgesehenen Wachmannschaften;<br \/>\nb) in Betrieben mit hauptamtlichem Werkschutz vom Werkschutz. Stehen Werkschutzleute nicht in gen\u00fcgender Anzahl zu Verf\u00fcgung, so sind Erg\u00e4nzungskr\u00e4fte aus dem nebenamtlichen Werkschutz zu entnehmen oder neu einzustellen. Evtl. wird durch die zust\u00e4ndige Staatspolizeistelle der f\u00fcr den Bezirk infragekommende Bezirksobmann zur Stellung der Erg\u00e4nzungskr\u00e4fte veranlasst;<br \/>\nc) in sonstigen Betrieben vom Bewachungsgewerbe auf Veranlassung der zust\u00e4ndigen Staatspolizeistelle. Soweit der Einsatz des Bewachungsgewerbes nicht m\u00f6glich ist, ist unter Aufsicht der Staatspolizeistellen ein Sonderbewachungsdienst im Rahmen eines Selbstschutzes zu organisieren.<br \/>\nIn Betrieben mit hauptamtlichem Werkschutz ist der Werkschutzleiter als Lagerleiter einzusetzen. Der Vertreter des Werkschutzleiters ist als Vertreter des Lagerleiters zu bestimmen. Der Lagerleiter sowie dessen Vertreter bed\u00fcrfen der Best\u00e4tigung der zust\u00e4ndigen Polizeistelle.<br \/>\nIn Betrieben, in denen ausschlie\u00dflich Kr\u00e4fte des Bewachungsgewerbes eingesetzt werden, wird von der zust\u00e4ndigen Staatspolizeistelle ein von der Ordnungspolizei zur Verf\u00fcgung gestellter Beamter von der Geheimen Staatspolizei zum Leiter der Bewachung bestimmt. In einem solchen Falle ist ebenfalls ein geeigneter stellvertretender Lagerleiter einzusetzen. Lagerleiter und Vertreter m\u00fcssen, sofern sie nicht beamtete Polizeikr\u00e4fte sind, zu Hilfspolizeibeamten ernannt werden. Bei gr\u00f6\u00dferen Lagern werden gegebenenfalls noch einige weitere geeignete Kr\u00e4fte zu Hilfspolizeibeamten zu ernennen sein, da st\u00e4ndig ein Hilfspolizeibeamter erreichbar sein mu\u00df.<br \/>\nDie Einf\u00fchrung des Lagerleiters sowie die erstmalige Belehrung des Werkschutzes oder des sonstigen Bewachungspersonals hinsichtlich der Durchf\u00fchrung der ihnen \u00fcbertragenen Aufgaben \u00fcbernimmt die zust\u00e4ndige Staatspolizeistelle. Der Lagerleiter ist verpflichtet, die Wachmannschaften von Zeit zu Zeit zu belehren und auf ihre Pflichten hinzuweisen.<br \/>\nDie Wachm\u00e4nner haben sich von den sowjetrussischen Arbeitskr\u00e4ften fernzuhalten und d\u00fcrfen mit ihnen au\u00dferhalb des Dienstes kein \u00fcberfl\u00fcssiges Wort sprechen. Sie haben energisch den Lagerinsassen gegen\u00fcber aufzutreten, d\u00fcrfen aber ihnen gegen\u00fcber keine Ungerechtigkeit begehen.[3]<br \/>\nDen Wachmannschaften obliegt die Bewachung des Lagers und der Lagerbelegschaft. Das Lager ist auch im unbelegten Zustande zu bewachen. Niemals darf ein Wachmann allein zum Wachdienst eingeteilt werden. Den Wachm\u00e4nnern obliegt die Aufrechterhaltung der Disziplin und Ordnung im Lager und im Betriebe. Ferner haben sie die F\u00fchrung der Arbeitskr\u00e4fte vom Lager zum Betriebe und zur\u00fcck zu \u00fcbernehmen. Die Unterbringung der Lagerbelegschaft in dem Luftschutzkeller bei Fliegergefahr geh\u00f6rt ebenfalls zum Aufgabenkreis der Wachmannschaft.<br \/>\nAuf je 30 russische Arbeitskr\u00e4fte ist eine Wachperson zu veranschlagen. F\u00fcr die Bewachung sind die Betriebe kostenpflichtig. Sie haben f\u00fcr die Bewachungsmannschaften die erforderlichen Unterk\u00fcnfte zu stellen.<br \/>\nIV. Arbeitseinsatz:<br \/>\nAm Arbeitsplatz erfolgt die Bewachung der Arbeitskr\u00e4fte aus dem altsowjetrussischen Gebiet durch das Bewachungspersonal der Unterk\u00fcnfte in aufgelockerter Form. Da von den Bewachungsmannschaften am Arbeitsplatz nur wenig Kr\u00e4fte eingesetzt werden k\u00f6nnen, sind deutsche Werkmeister, Vorarbeiter und Arbeiter heranzuziehen, mit Werkschutzfunktionen gegen\u00fcber den russischen Arbeitskr\u00e4ften zu versehen und in dieser Eigenschaft durch eine vom Betrieb zu beschaffende Armbinde mit der Aufschrift ,Werkschutz\u2019 kenntlich zu machen. Die hierf\u00fcr ausgesuchten M\u00e4nner m\u00fcssen politisch zuverl\u00e4ssig, charakterlich einwandfrei[4] sein und energisch durchgreifen k\u00f6nnen.<br \/>\nDer Arbeitseinsatz im Betrieb erfolgt grunds\u00e4tzlich nur in geschlossenen Kolonnen. Da sie sowjetrussischen Arbeitskr\u00e4fte von anderen Ausl\u00e4ndern getrennt zu halten sind, ist die Entfernung aller anderen ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4fte aus den Betrieben, in denen Russen zum Arbeitseinsatz gelangen sollen, erforderlich. Ist es nicht zu vermeiden, da\u00df deutsche Arbeiter am gleichen Platz mit russischen Arbeitskr\u00e4ften t\u00e4tig werden, so ist der deutsche Arbeiter in seiner Stellung so hervorzuheben, da\u00df er trotz seiner Mitarbeit als Vorgesetzter und Aufsichtsperson in Erscheinung tritt und bei ihm ein Solidarit\u00e4tsgef\u00fchl mit diesen Arbeitskr\u00e4ften m\u00f6glichst nicht entstehen kann.<br \/>\nIn der Industrie einschlie\u00dflich Bergbau ist die Einrichtung von ,Russen-Betrieben\u2019, in denen ausschlie\u00dflich[5] russische Arbeitskr\u00e4fte unter deutschen Vorarbeitern besch\u00e4ftigt werden, als Idealzustand anzustreben.<br \/>\nV. Bek\u00e4mpfung von Disziplinlosigkeit:<br \/>\nEntsprechend der Gleichsetzung der Arbeitskr\u00e4fte aus dem altsowjetrussischen Gebiet mit Kriegsgefangenen mu\u00df eine straffe Disziplin in den Unterk\u00fcnften und am Arbeitsplatz herrschen. Disziplinlosigkeiten, zu denen auch pflichtwidrige Arbeitsverweigerung und l\u00e4ssiges Arbeiten mit geh\u00f6ren, werden ausschliesslich von der Geheimen Staatspolizei bek\u00e4mpft und sind dieser Stelle mitzuteilen. Leichtere Verst\u00f6\u00dfe werden von dem Leiter der Bewachung nach Weisung der Geheimen Staatspolizei mit den in der beigef\u00fcgten Weisung an die Wachm\u00e4nner enthaltenen Strafen geahndet. Den Lagerleiter obliegt die F\u00fchrung eines Strafbuches, in dem die verh\u00e4ngten Strafen verzeichnet werden m\u00fcssen. Zur Brechung akuten Widerstandes wird den Wachm\u00e4nnern auch eine k\u00f6rperliche Einwirkung auf die Arbeitskr\u00e4fte zu erlauben sein. Doch darf hiervon nur aus zwingendem Anlass Gebrauch gemacht werden.<br \/>\nDie Arbeitskr\u00e4fte sollen stets dar\u00fcber belehrt werden, dass sie bei disziplinvollem Verhalten einschliesslich guter Arbeitsleistung anst\u00e4ndig[6] behandelt werden.<br \/>\nIn schweren F\u00e4llen, das heisst in solchen, in denen die dem Leiter der Bewachung zur Verf\u00fcgung stehenden Ma\u00dfnahmen nicht ausreichen, greift die Geheime Staatspolizei mit ihren Mitteln ein.<br \/>\nBei festgestellten reichsfeindlichen Bestrebungen, insbesondere bei F\u00e4llen der Verbreitung kommunistischen Gedankengutes, Zersetzungspropaganda, Sabotageakte und Versuche sowie bei kriminellen Verfehlungen und Geschlechtsverkehr mit Deutschbl\u00fctigen oder anderer ausl\u00e4ndischen Zivilarbeitern ist der zust\u00e4ndigen Staatspolizeistelle sofort Nachricht zu geben.<br \/>\n\u201eVI. Kennzeichnung:<br \/>\nDie Arbeitskr\u00e4fte aus dem altsowjetrussischen Gebiet haben w\u00e4hrend ihres Aufenthaltes im Reich auf der rechten Brustseite eines jeden Bekleidungsst\u00fcckes (beim Arbeiten ohne Oberbekleidung auf dem Hemd) ein mit diesem festverbundenes Kennzeichen stets sichtbar zu tragen. Das Kennzeichen besteht aus einem hochstehenden Rechteck von 70 mm x 77 mm und zeigt bei 10 mm breiter blau-wei\u00dfer Umrandung auf blauem Grunde in wei\u00dfer Schrift das Wort ,Ost\u2019.<br \/>\nDie Durchf\u00fchrung der Kennzeichnung erfolgt entsprechend der Kennzeichnung der Polen durch die Kreispolizeibeh\u00f6rde. Diese hat sich auch um die zur Verf\u00fcgungstellung der erforderlichen N\u00e4hmittel zu bem\u00fchen.<br \/>\nVII. Ausweis:<br \/>\nDie Arbeitskr\u00e4fte aus dem altsowjetrussischen Gebiet bed\u00fcrfen eines Ausweises lediglich auf dem Wege vom und zum Arbeitsplatz. Als Ausweis ist \u2013 wie bei den Polen \u2013 eine Arbeitskarte, ausgestattet mit Lichtbild, Fingerabdruck und polizeilichem Vermerk vorgesehen. F\u00fcr die Erteilung der Ausweise ist die Kreispolizeibeh\u00f6rde zust\u00e4ndig.<br \/>\nVIII. Fl\u00fcchtige Russen:<br \/>\nAuf fl\u00fcchtige Russen ist zu schie\u00dfen mit der festen Absicht zu treffen. Die gelungene Flucht ist der zust\u00e4ndigen Staatspolizeistelle zum Zwecke der Ergreifung von Fahndungsma\u00dfnahmen umgehend mitzuteilen.<br \/>\nIX. Lagerverwaltung:<br \/>\nDie Verwaltung des Lagers und die Verpflegung der Lagerbelegschaft ist Angelegenheit des Betriebes. Der Betrieb ist verpflichtet, ein Lagerbuch und eine Lagerkartei zu f\u00fchren. Der Staatspolizeistelle ist jede Verst\u00e4rkung und jede Verringerung der Lagerbelegschaft nach beiliegendem Personalblatt zu melden.<br \/>\nDer Lagerleiter kann beim Betrieb Vorstellungen erheben, wenn M\u00e4ngel der Verwaltung die Durchf\u00fchrung der Sicherungsma\u00dfnahmen gef\u00e4hrden.<br \/>\nX. Allgemeine Anweisung f\u00fcr die Wachm\u00e4nner:<br \/>\n(Muster ist beigef\u00fcgt)<br \/>\nXI. Sonstiges:<br \/>\nIn allen Zweifelsf\u00e4llen ist umgehend die Entscheidung der Geheimen Staatspolizei einzuholen.\u201c<\/p>\n<p>Das \u201eKennzeichen\u201c f\u00fcr die \u201eOstarbeiter\u201c findet sich abgebildet in Peter B\u00fcrgers, Jens Hahnwalds und Georg D. Heidingsfelders Buch \u201eS\u00fchnekreuz Meschede. Die Massenmorde an sowjetischen und polnischen Zwangsarbeitern im Sauerland w\u00e4hrend der Endphase des 2. Weltkrieges und die Geschichte eines schwierigen Gedenkens\u201c[7] auf S. 165 unter II. \u201eZwischen Jerusalem und Meschede\u201c[8] im Kapitel 11 (\u201eUlrich Hillebrand, ein junger CDU-Mann, r\u00fchrt an das ,bestgeh\u00fctete Tabu Meschedes\u2019, S. 164-166). In Farbe sieht man es im Internetdownload auf S. 74 (Bilddatensatz von Doc.Heintz \u2013 Lizenziert unter CC BY-SA 3.0).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-38867\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Ost20171007.jpg\" alt=\"\" width=\"173\" height=\"189\" \/>Dort zitiert Peter B\u00fcrger aus einem Zeitungsartikel von Ulrich Hillebrand in der \u201eWestfalenpost\u201c vom 22.3.1982: \u201eW\u00e4hrend damals [1947] in der Bewertung der Massenerschie\u00dfung ein tiefer Ri\u00df durch die Bev\u00f6lkerung ging \u2013 was in der mehrmaligen Sch\u00e4ndung eines S\u00fchnekreuzes gipfelte \u2013 kann heute das schreckliche Ereignis mit Abstand und Besonnenheit betrachtet werden. \u2013 Dennoch wird mancher \u00e4ltere B\u00fcrger fragen: ,Was soll das schmutzige W\u00e4sche-waschen? Einmal mu\u00df doch Schlu\u00df sein!\u2019\u201c<\/p>\n<p>\u201eSchmutzige-W\u00e4sche-waschen\u201c \u2013 auf solch ein Wort mu\u00df man erst einmal kommen. Der Mord an Menschen &#8230; \u2013 ach, immer wieder verschl\u00e4gt es mir den Atem. \u201eWiedergutmachung\u201c ist auch ein Wort, das mich fassungslos macht. Wie macht man Morde \u201ewieder gut\u201c?<br \/>\nIn Meschede spricht man vom \u201eFranzosenfriedhof\u201c[9], dabei steht doch in den Sterbeurkunden so oft \u201eOstarbeiterlager\u201c.<\/p>\n<figure id=\"attachment_38868\" aria-describedby=\"caption-attachment-38868\" style=\"width: 530px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-38868\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/GrigoriBondarenko.jpg\" alt=\"\" width=\"530\" height=\"357\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/GrigoriBondarenko.jpg 530w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/GrigoriBondarenko-300x202.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 530px) 85vw, 530px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-38868\" class=\"wp-caption-text\">Lichtbilder von Grigori Bondarenko (Bondamko), geb. 1.9.1923, 2.2.2.1 \/ 71566919, ITS Digital Archive, Bad Arolsen<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u201eDie Arbeitskr\u00e4fte aus dem altsowjetrussischen Gebiet bed\u00fcrfen eines Ausweises lediglich auf dem Wege vom und zum Arbeitsplatz. Als Ausweis ist \u2013 wie bei den Polen \u2013 eine Arbeitskarte, ausgestattet mit Lichtbild, Fingerabdruck und polizeilichem Vermerk vorgesehen\u201c, stand im \u201eMerkblatt\u201c.<\/p>\n<p>So viele Dokumente gab es und Photos, und manches hat mich zutiefst ersch\u00fcttert. In Bad Arolsen fand ich einige \u201eLichtbilder\u201c in den \u201eKriegszeitdokumenten\u201c. Grigori Bondarenko (Bondamko) wurde am 1.9.1923 geboren \u2013 wie alt mag er gewesen sein, als man ihn als \u201eOstarbeiter\u201c f\u00fcr die Akten photographierte?<\/p>\n<p><strong>\u201eSchmutzige W\u00e4sche\u201c \u2013 wen betrifft das?<\/strong> Noch einmal aus der Akte \u201eE 162\u201c im Stadtarchiv der Stadt Warstein[11]:<\/p>\n<p>\u201eEinsatzbedingungen der Ostarbeiter<br \/>\nUnter dem Begriff ,Ostarbeiter\u2019 fallen diejenigen Arbeitskr\u00e4fte nicht-deutscher Volkszugeh\u00f6rigkeit, die im Reichskommissariat Ukraine, im Generalkommissariat Wei\u00dfruthenien oder in Gebieten, die \u00f6stlich an diese Gebiete und an die fr\u00fcheren Freistaaten Lettland und Estland angrenzen, erfa\u00dft und nach der Besetzung durch die deutsche Wehrmacht in das Reich gebracht und hier eingesetzt werden.<br \/>\nDiese im Reich eingesetzten Ostarbeiter stehen in einem Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis eigener Art; die Vorschriften des deutschen Arbeitsrechts und des Arbeitsschutzes finden auf sie nur insoweit Anwendung, als dies besonders bestimmt ist.<br \/>\nDas Arbeitsentgelt der Ostarbeiter bemisst sich nach einer Entgelttabelle, die im RGBl. 1942 S. 422ff abgedruckt ist; sie ist auf die Lohns\u00e4tze vergleichbarer deutscher Arbeiter abgestellt. Bei der Ermittlung des Vergleichslohnes sind Sozialzulagen (z.B. Kinderzuschl\u00e4ge) u. Sozialleistungen, die deutschen Arbeitern zustehen, nicht zu ber\u00fccksichtigen. Einen Anspruch auf Zuschl\u00e4ge f\u00fcr Mehrarbeit, Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit haben Ostarbeiter \u2013 soweit nichts anderes bestimmt wird \u2013 nicht.<br \/>\nDie vom Unternehmer gew\u00e4hrte Unterkunft und Verpflegung sind mit 1,50 RM t\u00e4glich (10,50 w\u00f6chentlich, 45.- RM monatlich) in Rechnung zu stellen.<br \/>\nIm Krankheitsfall erh\u00e4lt der Ostarbeiter \u2013 soweit er nicht ins Krankenhaus geschafft wird \u2013 vom Unternehmer freie Unterkunft und Verpflegung, aber kein Arbeitsentgelt. Die Krankenversorgung der Ostarbeiter wird vom Reichsarbeitsminister besonders geregelt.<br \/>\nUrlaub und Familienheimfahrten werden zun\u00e4chst nicht gew\u00e4hrt.<br \/>\nArbeitgeber, die Ostarbeiter besch\u00e4ftigen, haben die sog. Ostarbeiterabgabe zu bezahlen. (Die Abgabe trifft also den Unternehmer, nicht den Ostarbeiter, doch wird die Abgabe dem Ostarbeiter vom Bruttoverdienst abgezogen.)<br \/>\nDie H\u00f6he dieser Abgabe ist aus der Tabelle im RGBl. 1942 S. 422ff abzulesen. Landwirtschaftliche Arbeitgeber haben nur die H\u00e4lfte dieser Abgabe zu bezahlen.<br \/>\nDie Ostarbeiter sind lohnsteuerfrei.<br \/>\nDie Ostarbeiter k\u00f6nnen \u2013 \u00e4hnlich wie die anderen ausl\u00e4ndischen Arbeitnehmer \u2013 ihr Arbeitsentgelt ganz oder teilweise sparen; der ersparte Betrag wird in die Heimat des Ostarbeiters \u00fcberwiesen und den Familienangeh\u00f6rigen zur Verf\u00fcgung gestellt.<br \/>\nDie VO. gilt auch im Protektorat und in den eingegliederten Ostgebieten.<br \/>\nInkraftreten: 15.6.1942.<br \/>\nVO. \u00fcber die Einsatzbedingungen der Ostarbeiter vom 30.6.1942 \u2013 RGBl. S. 419<br \/>\n,Monatlicher Bericht \u00fcber Gesetzgebung und Verwaltung Heft 13 Nr. 780.\u2019\u201c<\/p>\n<p>Juristen, die Gesetze machten, Finanz\u00e4mter, die die Lohnsteuer berechneten, Unternehmer, die keine \u201eSozialleistungen, die deutschen Arbeitern zustehen\u201c und keine \u201eZuschl\u00e4ge f\u00fcr Mehrarbeit, Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit\u201c zahlen mu\u00dften, Druckereien, die Formulare druckten und Photographen, die Lichtbilder machten. Gibt es noch weitere Lichtbilder von russischen Zwangsarbeitern, vielleicht auch von denen, die auf dem \u201eFranzosenfriedhof\u201c liegen?<br \/>\nDas w\u00e4re viel Recherche auch f\u00fcr unsere Sch\u00fcler. Die Listen sind lang, und hunderte Namen samt Geburtsdaten, \u201eBesch\u00e4ftigungsdauer\u201c und \u201eVerbleib\u201c werfen immer neue Fragen auf.<br \/>\nBei verstorbenen Kindern sind oft die Eltern mit aufgef\u00fchrt, die nun ohne ihr Kind weiterleben mu\u00dften, und bei manch einem der Ehepartner, der auch Zwangsarbeiter war. Auch diese Namen kann man suchen; sie geh\u00f6ren zum \u201eVerstorbenen\u201c und erz\u00e4hlen von seiner Geschichte.<\/p>\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr eine solche weitere Recherche w\u00e4re etwa<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-38869\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Schkljar20171007.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"525\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Schkljar20171007.jpg 700w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Schkljar20171007-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/>Schkljar, Katharina [Sklar], die Silvester 1943 in Meschede geboren wurde und mit sieben Wochen an \u201eLungenentz\u00fcndung\u201c starb.<\/p>\n<p>Ihre Sterbeurkunde beim Standesamt Meschede (Nr. 23\/1944) vermerkt die Eltern :<br \/>\n\u201eVater: Ostarbeiter Emeljan Schkljar, wohnhaft in Meschede<br \/>\nMutter: Alexandra Schkljar, geborene Kulesch, wohnhaft in Meschede\u201c<br \/>\n1999 stellte Maria Jemeljanowna Gustinowitsch aus Wei\u00dfru\u00dfland eine Suchanfrage; sie suchte \u201eSchkljar, Jemeljan, geboren 1894 in Koschan-Gorodok, orthodox, russ., dessen Eltern Makar und Awdotja, geborene Wojtechowskaja, hie\u00dfen und der mit \u201eAlexandra, geborene Kulesch\u201c verheiratet gewesen sei; Alexandra sei 1904 in Korschan-Gorodok geboren, orthodox, und ihre Eltern h\u00e4tten Tit und Natalja und gehei\u00dfen.<br \/>\nWenn diese Angaben zutreffen, h\u00e4tten wir nicht nur die Eltern von Katharina gefunden, sondern auch ihre Gro\u00dfeltern.<br \/>\nEtwas noch \u00fcber ihre Eltern:<br \/>\nAm 23.3.1988 schreibt die \u201eGraf von Plettenberg\u2019sche Forst und Rentalverwaltung Lenhausen (Sauerland) an das \u201eService International\u201c in Bad Arolsen, es k\u00f6nne \u201enach Durchsicht der hiesigen alten Lohnb\u00fccher &#8230; weitere Angaben zusenden\u201c. Darunter sind auch \u201eSchkljav Emljan und Schkljav Alexandra, geb 1904, ab 1.5.1944 \u2013 April 1945, Ostarbeiter\u201c.<br \/>\nDas Schreiben endet mit dem Satz: \u201eMich w\u00fcrde sehr interessieren, ob von oben Genannten noch welche leben und wo sie geblieben sind nach den Wirren der damaligen Zeit\u201c[12].<\/p>\n<p>Vater \u201eOstarbeiter\u201c, Mutter \u201eOstarbeiter\u201c, Katharina stirbt mit 9 Wochen an \u201eLungenentz\u00fcndung\u201c \u2013 die \u201eWirren der damaligen Zeit\u201c &#8230;<\/p>\n<p>Und nun komme ich endlich zu Nina Worowina, die zusammen mit Valentina Worowina gemeinsam auf einem Grabstein steht. In einer Liste der Gr\u00e4ber auf dem \u201eWaldfriedhof Meschede\u201c[13] steht \u201eWilroiwa, Valentina\u201c, und der Nachname ist mit einem Fragezeichen versehen; der Grabstein macht das Fragezeichen \u00fcberfl\u00fcssig.<\/p>\n<p>Nina wurde im November 1922 in Kursk geboren und starb im August 1944 in Meschede mit 21 Jahren an \u201edoppelseitiger Lungenentz\u00fcndung\u201c. Laut Sterbeurkunde (Standesamt Meschede, Nr. 151\/1944) lebte sie im \u201eOstarbeiterlager\u201c in Wennemen und war verheiratet mit Emiljan Worowina. Ab Juli 1942, mit 19 Jahren also, verrichtete sie \u201eGleisbauarbeiten\u201c, bis zum 5. Mai 1944, als ein Arzt, der auch mein Gro\u00dfvater gewesen sein k\u00f6nnte, ihr eine \u201eschwere Kehlkopfentz\u00fcndung mit Atemnot\u201c bescheinigte. Seitdem war sie \u201earbeitsunf\u00e4hig\u201c und wurde zum 26.6.1944 aus der \u201eAllgemeine Ortskrankenkasse\u201c abgemeldet.<br \/>\nValentina wurde im August in Wennemen als \u201eFr\u00fchgeburt\u201c geboren; eine \u201eFr\u00fchgeburt\u201c, die damals unter Lagerbedingungen zwei Monate \u00fcberlebte.<\/p>\n<p>War Valentina das Kind von Nina und Emiljan? Valentina starb als \u201eFr\u00fchgeburt\u201c, Nina an \u201eLungenentz\u00fcndung\u201c \u2013 und Emiljan? Was wurde aus ihm?<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_38870\" aria-describedby=\"caption-attachment-38870\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Dokumente20171007.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-38870\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Dokumente20171007.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"933\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Dokumente20171007.jpg 1024w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Dokumente20171007-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Dokumente20171007-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-38870\" class=\"wp-caption-text\">\u201eSterbeurkunde von Nina Worowina\u201c, 2.2.2.2 \/ 76903208; \u201eVersichertenkarte der AOK Arnsberg von Nina Worowina\u201c, 2.2.2.1 \/ 75754310, Ausschnitt aus dem \u201eNachweis \u00fcber die im Amte Meschede verstorbenen russischen Staatsangeh\u00f6rigen\u201c, 2.1.2.1 \/ 70792351, s\u00e4mtlich ITS Digital Archive, Bad Arolsen \u2013 und ihr Grabstein auf dem \u201eFranzosenfriedhof\u201c[14].<\/figcaption><\/figure>Nach zwei Wochen in Bad Arolsen m\u00f6chte ich alle bitten: Lassen Sie unsere Sch\u00fcler forschen! Wir wissen so vieles nicht, und der Waldfriedhof in Meschede und seine neu zu errichtende \u201eGedenktafel\u201c w\u00e4re ein wunderbarer Anla\u00df, endlich Geschichte zu erarbeiten, die noch immer im Dunkeln liegt.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n<em><strong>Anmerkungen:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>[1] <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/warstein\/nsdap-akten-in-grossen-oefen-verbrannt-id10998402.html:\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/warstein\/nsdap-akten-in-grossen-oefen-verbrannt-id10998402.html:<\/a> \u201eS\u00e4mtliche Akten mit Hakenkreuzen, Hitlergr\u00fc\u00dfen und NSDAP-Symbolik musste auch Karl Beleke vernichten. Als Lehrling in der R\u00fcstungsschmiede Siepmann bekam er w\u00e4hrend der letzten Kriegstage den Auftrag, die Schriften und Akten von Chef und SS-Standartentr\u00e4ger Alfred Siepmann zu vernichten.\u201c<\/em><\/p>\n<p>[2] Schreibfehler korrigiert<\/p>\n<p>[3] Man mache sich klar, da\u00df alle diese \u201eVorschriften\u201c also als \u201egerecht\u201c galten. Das erinnert mich an das \u201eanst\u00e4ndig\u201c von Heinrich Himmler in seiner \u201ePosener Rede\u201c. Das alles ist so gemeint, gewollt, geplant!<\/p>\n<p>[4] Und wieder denke ich an das \u201eanst\u00e4ndig\u201c Heinrich Himmlers in seiner \u201ePosener Rede\u201c.<\/p>\n<p>[5] Schreibfehler korrigiert<\/p>\n<p>[6] Und tats\u00e4chlich f\u00e4llt dieses Wort!<\/p>\n<p>[7] edition leutekirche sauerland 3, Books on Demand, Norderstedt 2016; erweiterte Buchausgabe von \u201eZwischen Jerusalem und Meschede\u201c<\/p>\n<p>[8] Der gleichnamige Internetdownload unter <a href=\"http:\/\/www.sauerlandmundart.de\/pdfs\/daunlots%2076.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.sauerlandmundart.de\/pdfs\/daunlots%2076.pdf<\/a><\/p>\n<p>[9] <a href=\"https:\/\/www.wp.de\/staedte\/meschede-und-umland\/bis-heute-fehlt-erinnerung-an-die-opfer-des-massenmordes-id210071971.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.wp.de\/staedte\/meschede-und-umland\/bis-heute-fehlt-erinnerung-an-die-opfer-des-massenmordes-id210071971.html<\/a><\/p>\n<p>[10] Lichtbilder von Grigori Bondarenko (Bondamko), geb. 1.9.1923, 2.2.2.1 \/ 71566919, ITS Digital Archive, Bad Arolsen<\/p>\n<p>[11] Das Stadtarchiv im Haus Kupferhammer hat leider keine festen \u00d6ffnungszeiten, und ich mu\u00dfte meinen Ansprechpartner, der f\u00fcr sehr vieles gleichzeitig zust\u00e4ndig ist, \u00fcber ein Jahr um einen m\u00f6glichen Termin bitten. Noch nie habe sich jemand f\u00fcr diese Akten interessiert, meinte er, und so kann ich leider auch keine Paginiernummern angeben. Wie sch\u00f6n w\u00e4re es, sie digital aufzubereiten und zur Verf\u00fcgung zu stellen. Das w\u00e4re auch so eine Arbeit f\u00fcr unsere Sch\u00fcler, nat\u00fcrlich unter Aufsicht, Anleitung und Kontrolle. Und vor allem m\u00fcssen die alten Akten erhalten bleiben; wie leicht lassen sich Digitalisierte ver\u00e4ndern!<\/p>\n<p>[12] Schreiben der \u201eGraf von Plettenberg\u2019sche Forst und Rentalverwaltung Lenhausen (Sauerland)\u201c vom 23.3.1988, 2.1.2.1 \/ 7068981, ITS Digital Archive, Bad Arolsen<\/p>\n<p>[13] \u201eNachweis \u00fcber die im Amte Meschede verstorbenen russischen Staatsangeh\u00f6rigen\u201c, 2.1.2.1 \/ 70792351, ITS Digital Archive, Bad Arolsen<\/p>\n<p>[14] \u201eSterbeurkunde von Nina Worowina\u201c, 2.2.2.2 \/ 76903208; \u201eVersichertenkarte der AOK Arnsberg von Nina Worowina\u201c, 2.2.2.1 \/ 75754310, Ausschnitt aus dem \u201eNachweis \u00fcber die im Amte Meschede verstorbenen russischen Staatsangeh\u00f6rigen\u201c, 2.1.2.1 \/ 70792351, s\u00e4mtlich ITS Digital Archive, Bad Arolsen \u2013 und ihr Grabstein auf dem \u201eFranzosenfriedhof\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das erz\u00e4hle ich deshalb so ausf\u00fchrlich (siehe Teil 1), um zu veranschaulichen, da\u00df dies nur ein kleiner Anfang f\u00fcr weitere Recherchen sein kann. 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