{"id":38320,"date":"2017-07-18T20:49:17","date_gmt":"2017-07-18T19:49:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=38320"},"modified":"2017-07-18T20:49:17","modified_gmt":"2017-07-18T19:49:17","slug":"buchbesprechungkonrad-oder-bei-anruf-schock-ein-jugendroman-von-helga-lezius","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/buchbesprechungkonrad-oder-bei-anruf-schock-ein-jugendroman-von-helga-lezius\/","title":{"rendered":"<div><small>Buchbesprechung<\/small><\/div>Konrad, oder: Bei Anruf Schock &#8211; ein Jugendroman von Helga Lezius"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_38322\" aria-describedby=\"caption-attachment-38322\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-38322 size-full\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/RezLeziusSchockCover.jpg\" alt=\"\u201eKonrad, oder: Bei Anruf Schock\u201c ist ein Buch, das vor allem zwischen 10 und 12 Jahren Freude macht. 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Und er wird richtig tanzen lernen.<\/strong><\/p>\n<p><em>(Eine Buchbesprechung unseres Autors Detlef Tr\u00e4bert)<\/em><\/p>\n<p>Aber sein bester Freund Lenni zieht mit seiner Mutter und ihrer Chefin Ina sowie Willi nach Berlin \u2013 er wird sie alle sehr vermissen. So endet der dritte Konrad-Band von Helga Lezius \u2013 fr\u00f6hlich entspannt und gleichzeitig spannend, weil in der Zukunft alles m\u00f6glich ist. Doch vor diesem Ende ist die Geschichte noch viel spannender!<\/p>\n<p>Konrad und der gehbehinderte Lenni bekommen den Auftrag, sich ein bisschen um die alte Frau Kr\u00e4mer zu k\u00fcmmern, die in der Nachbarschaft von Inas Frisiersalon wohnt. Weil sie umgeknickt ist und nun einen Gips ums Bein tr\u00e4gt, braucht sie jemanden, der f\u00fcr sie einkaufen geht. Die beiden Jungs freunden sich rasch mit der alten Dame an, die allein lebt und sich von ihnen Granny nennen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Konrad und Lenni unterwegs sind, erh\u00e4lt Granny einen Anruf von einem Mann. Er nennt sich Fred, so wie ein Freund ihres Enkels Matthew, der in den USA lebt, sich aber schon viele Jahre lang nicht mehr gemeldet hat. Matthew habe sie besuchen wollen, sei jedoch in New York schwer verungl\u00fcckt. Nun liege er im Krankenhaus und brauche Geld f\u00fcr die Behandlung, denn er habe alles f\u00fcr die \u00dcberfahrt ausgegeben. Eine sehr unwahrscheinliche Geschichte \u2013 das merkt Granny selbst, als sie sie Konrad und Lenni erz\u00e4hlt. Nun soll in einer halben Stunde ein Mann kommen,der morgen nach New York fliegt, um 1.000 Euro abzuholen. Granny hat jedoch in ihrem Geheimversteck, einer Spardose in Form einer Konservenb\u00fcchse, gerade mal 400 Euro. Konrad \u00fcberzeugt sie, den Abholer auf etwas sp\u00e4ter zu vertr\u00f6sten, w\u00e4hrend er sich verstecken und den Mann fotografieren will. Das klappt leider nicht, aber am n\u00e4chsten Tag kommt der Mann wieder, gerade als Konrad auf der Toilette sitzt. Lenni l\u00e4sst ihn herein, verl\u00e4sst aber anschlie\u00dfend die Wohnung und schlie\u00dft von au\u00dfen ab. Konrad ruft vom Bad aus mit seinem Handy die Polizei, die rasch kommt und den Betr\u00fcger festnimmt. Die 400 Euro aus dem Geheimversteck schenkt die dankbare Granny den beiden Jungs.<\/p>\n<p>Eine abenteuerliche Geschichte ist das, die beim Lesen fesselt und einen vor Spannung kaum losl\u00e4sst. Nat\u00fcrlich besteht sie auch nicht nur aus dem hier geschilderten Erz\u00e4hlkern, sondern enth\u00e4lt Zutaten, die Kinder und Jugendliche kennen: eine Bande, die vor allem Lenni immer wieder nachstellt; ein ausgesprochen strenger Mathelehrer; eine Notfall-Sirene, um sich in einer bedrohlichen Situation helfen zu k\u00f6nnen. All das mischt die Autorin geschickt zusammen, so dass man sich leicht in Konrads und Lennis Situation hineinversetzen kann.<\/p>\n<p>\u201eKonrad, oder: Bei Anruf Schock\u201c ist ein Buch, das vor allem zwischen 10 und 12 Jahren Freude macht. Der Verlag gibt es in mehreren Versionen heraus. Neben dem Taschenbuch gibt es eine Ausgabe im Gro\u00dfdruck sowie das Mini-Buch und zwei eBook-Formate..<\/p>\n<p>*******************<\/p>\n<p>*) Helga Lezius: KONRAD oder Bei Anruf Schock, Hohen Neuendorf bei Berlin (AAVAA Verlag) 2017, 143 S., \u20ac 11,95 (Jugendroman)<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<figure id=\"attachment_38323\" aria-describedby=\"caption-attachment-38323\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-38323\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/RezLeziusFoto.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"874\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/RezLeziusFoto.jpg 700w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/RezLeziusFoto-240x300.jpg 240w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-38323\" class=\"wp-caption-text\">Helga Lezius: &#8222;Auf die Geschichte des dritten Bandes kam ich durch wiederholte Zeitungsberichte \u00fcber den Enkeltrick. Ich stellte mir vor, dass die Kooperation von jung und alt da sehr helfen k\u00f6nnte.&#8220; (foto: traebert)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Interview mit der Autorin (D.T. = Detlef Tr\u00e4bert; H.L. = Helga Lezius):<\/strong><\/p>\n<p><em>D.T.: Frau Lezius, kennen Sie Konrad pers\u00f6nlich? Oder Lenn<\/em>i?<\/p>\n<p>H.L.: (Lacht) Naja, auf Konrad kam ich durch einen Zeitungsbericht \u00fcber einen Unfall mit einem Schulbus, wo ein Junge tats\u00e4chlich beherzt eingegriffen hatte und dann von der Polizei \u00f6ffentlich f\u00fcr seinen Mut gelobt wurde. Der Junge sah so aus, als w\u00fcrde das Lob der Polizei viel f\u00fcr ihn bedeuten. Und Kinder wie Lenni lernte ich kennen, als ich nach der zweiten Lehramtspr\u00fcfung zun\u00e4chst in der Schule f\u00fcr K\u00f6rperbehinderte unterrichtete. Damals fiel mir auf, dass die meisten der dortigen Kinder eigentlich immer fr\u00f6hlich waren und so herzlich lachen konnten, wie eben Lenni. Auch heute erlebe ich, wie die Gehandicapten in dem integrativen Sambaorchester meiner Tochter immer gute Laune mitbringen. Das ber\u00fchrt mich sehr.<\/p>\n<p><em>D.T.: Was hat sie eigentlich dazu gebracht, Kinderkrimis zu schreiben?<\/em><\/p>\n<p>H.L.: Brrrr \u2013 keine Ahnung. Ich habe immer gerne geschrieben und bin deshalb nach der Pensionierung bei den Zeitschreibern gelandet, einem N\u00fcrnberger Projekt, bei dem interessierte Leute biografische oder auch zeitgeschichtliche Texte verfassen und zum Beispiel vor Schulklassen oder Seniorengruppen lesen. Jetzt hatte ich einfach mehr Zeit zum Schreiben und das genie\u00dfe ich sehr. Und als mir dann Konrad \u201ebegegnete\u201c, entstand die erste l\u00e4ngere Geschichte.<\/p>\n<p><em>D.T.: Sie lesen gerne aus Ihren Konrad-B\u00fcchern vor Schulkindern. Wie reagieren die auf seine Abenteuer? Und was m\u00f6chten Sie ihnen dabei vermitteln?<\/em><\/p>\n<p>H.L.: Vermitteln m\u00f6chte ich einfach die Freude am Lesen und an B\u00fcchern. Schon als Lehrerin war es mir ein zentrales Anliegen, dass die Kinder gerne lesen und gerne Geschichten schreiben. So habe ich nach den Lesungen ab und zu einen der Kurztexte aus \u201eKurz und b\u00fcndig \u2013 Die schnellsten Geschichten der Welt\u201c vorgelesen und sie damit unmittelbar angeregt, selber zu schreiben.<br \/>\nInhaltlich war im ersten Buch Mobbing das Thema, das nach wie vor ein gro\u00dfes Thema in und um Schulen ist, wie mir ein Heilp\u00e4dagoge gerade wieder best\u00e4tigte. Im zweiten Buch ging es dann um Inklusion. Bei den K\u00f6rperbehinderten habe ich n\u00e4mlich Kinder kennen lernen d\u00fcrfen, die heute noch darunter leiden, dass sie nicht viel mehr lernen durften, als die Sonderschule ihnen anbot.<br \/>\nAuf die Geschichte des dritten Bandes kam ich durch wiederholte Zeitungsberichte \u00fcber den Enkeltrick. Ich stellte mir vor, dass die Kooperation von jung und alt da sehr helfen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><em>D.T.: Konrads Freunde werden nach Berlin ziehen und er selbst kommt im n\u00e4chsten Sommer schon ins siebte Schuljahr. Haben Konrad-Krimis da noch eine Perspektive?<\/em><\/p>\n<p>H.L.: Oh, Ich h\u00e4tte schon Ideen. Sehr gerne w\u00fcrde ich das Tanzen in den Mittelpunkt stellen. Viele Jungen haben Interesse daran, aber gleichzeitig wird es in der klassischen Form von m\u00e4nnlichen Jugendlichen abgelehnt. Mal schauen, wann mich die Konrad-Muse ein n\u00e4chstes Mal k\u00fcsst.<\/p>\n<p><em>D.T.: M\u00f6chten Sie nicht auch mal ein Buch f\u00fcr Erwachsene verfassen? Ihre Artikel f\u00fcr die Zeitschrift \u201eHumane Schule\u201c haben doch auch einen literarischen Anspruch.<\/em><\/p>\n<p>H.L.: Hm, da m\u00fcsste mir mal ein erwachsener Konrad oder Lenni begegnen. Bisher habe ich da noch keine Idee f\u00fcr erwachsene Leser. Auch bin ich ja immer noch bei den Zeitschreibern. Und mein gro\u00dfes Thema ist und bleibt die Schule, die humane Schule. Sie nimmt einen gro\u00dfen Raum ein in meinen Leben, fr\u00fcher als Lehrerin, heute als Autorin.<\/p>\n<p><em>D.T.: Frau Lezius, herzlichen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/em><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>Konrad I und II sind nicht mehr im Buchhandel erh\u00e4ltlich, k\u00f6nnen aber \u00fcber die Autorin bezogen werden: <a href=\"mailto:lezius-ahs@web.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">lezius-ahs@web.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konrads Zukunft sieht positiv aus. 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