{"id":36225,"date":"2016-09-27T21:13:38","date_gmt":"2016-09-27T20:13:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=36225"},"modified":"2016-09-27T21:13:38","modified_gmt":"2016-09-27T20:13:38","slug":"drastische-verschlechterung-fuer-notfall-patienten-in-brilon-und-marsberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/drastische-verschlechterung-fuer-notfall-patienten-in-brilon-und-marsberg\/","title":{"rendered":"Drastische Verschlechterung f\u00fcr Notfall-Patienten in Brilon und Marsberg?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/SBLRettungswache20160927-1.jpg\" alt=\"sblrettungswache20160927\" width=\"700\" height=\"403\" class=\"aligncenter size-full wp-image-36228\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/SBLRettungswache20160927-1.jpg 700w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/SBLRettungswache20160927-1-300x173.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><strong>Am 23.09.2016 hat die Kreisverwaltung ihren endg\u00fcltigen Entwurf f\u00fcr die Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans ver\u00f6ffentlicht. F\u00fcr den Ostteil des HSK droht eine drastische Verschlechterung der Situation: Bisher sind in den Rettungswachen Brilon und Olsberg t\u00e4glich von 7 bis 19 Uhr jeweils zwei Rettungstransportwagen (RTW) einsatzbereit f\u00fcr Notf\u00e4lle, zu den \u00fcbrigen Zeiten jeweils ein RTW.<\/strong><\/p>\n<p><em>(Der Beitrag ist gestern in \u00e4hnlicher Form <a href=\"http:\/\/sbl-fraktion.de\/?p=6943\" target=\"_blank\">auf der Website der Sauerl\u00e4nder B\u00fcrgerliste<\/a> erschienen.)<\/em><\/p>\n<p>Nach dem von der Kreisverwaltung vorgelegten Entwurf sollen aus 84 Stunden pro Woche mit doppelter Besetzung k\u00fcnftig nur noch acht werden, also eine Reduzierung um mehr als 90%.<\/p>\n<p>Auch in der Rettungswache Olsberg soll das Vorhalten von zwei RTW drastisch eingeschr\u00e4nkt werden: von ebenfalls bisher 84 Stunden w\u00f6chentlich auf k\u00fcnftig nur noch 40 Stunden.<\/p>\n<p>Wenn die Zahl der verf\u00fcgbaren RTW derart reduziert wird, steigt das Risiko, dass in einem Notfall kein ortsnah stationierter RTW zur Verf\u00fcgung steht, deutlich an. Denn dann werden sog. \u201cDuplizit\u00e4tsf\u00e4lle\u201d (ein RTW ist bereits unterwegs und ein weiterer wird f\u00fcr einen anderen Einsatz ben\u00f6tigt) viel \u00f6fter auftreten, ohne dass in der f\u00fcr den jeweiligen Ort zust\u00e4ndigen Rettungswache noch ein RTW verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<p>Die SBL-Fraktion hat daher f\u00fcr die n\u00e4chste Sitzung des Gesundheits- und Sozialausschusses den Antrag gestellt, in die Tagesordnung eine Schwachstellenanalyse des vorhandenen Gutachtens aufzunehmen.<\/p>\n<p>Beschlossen werden soll:<\/p>\n<p>\u201c1. Als Grundlage f\u00fcr den neuen Rettungsdienstbedarfsplan wird eine neue Datenauswertung erstellt, die folgende Kriterien erf\u00fcllt:<br \/>\n\u2022 Aktuelle Daten aus dem Jahr 2015.<br \/>\n\u2022 Keine Einbeziehung von Gro\u00dfschadensereignissen in die risikoabh\u00e4ngige Bemessung der RTW f\u00fcr die einzelnen Rettungswachen.<br \/>\n\u2022 Einbeziehung aller Notfallfahrten, unabh\u00e4ngig vom Gebrauch von \u201cSondersignalen\u201d.<br \/>\n\u2022 Berechnung der Duplizit\u00e4tswahrscheinlichkeiten nach der Stunde mit der h\u00f6chsten Einsatzzahl w\u00e4hrend der einzelnen 8st\u00fcndigen Bemessungsintervalle (BI).<br \/>\n\u2022 Bildung von BI und Auswertungszeitr\u00e4umen nach tats\u00e4chlichen Unterschieden im Profil (z.B. gemeinsame Auswertung von Montag bis Freitag Vormittag)<br \/>\n\u2022 Keine Verplanung von RTW f\u00fcr Krankentransporte in Bemessungsintervallen, in denen die Einsatzwahrscheinlichkeit f\u00fcr einen Notfalleinsatz bei mehr als 30% liegt.\u201d<\/p>\n<p><em>Ein Beispiel f\u00fcr die vielen eklatanten M\u00e4ngel in den von der Kreisverwaltung vorgelegten Analysen:<\/em><\/p>\n<p><em>Offensichtlich wurden auch Gro\u00dfschadenereignisse und andere besondere Ereignisse bei der risikoabh\u00e4ngigen Bemessung nur der Rettungswache und der \u201cSchicht\u201d zugerechnet, in der sie zuf\u00e4llig anfielen.<\/p>\n<p>So wurde F\u00fcr die Rettungswache Sundern f\u00fcr Notfalleins\u00e4tze im Beobachtungsintervall (BI) von Freitag Abend 23 Uhr bis Samstagmorgen 7 Uhr eine durchschnittliche Einsatzdauer von etwa 153 Minuten ausgewiesen, im anschlie\u00dfenden Bemessungsintervall, das bis Samstag um 15 Uhr dauert, 81 Minuten. Die durchschnittliche Einsatzdauer aus den anderen 19 \u201cSchichten\u201d pro Woche betr\u00e4gt nur etwa 68 Minuten, ohne das BI am Samstag Morgen sogar nur etwa 65 Minuten.<\/p>\n<p>Der Grund liegt offensichtlich im Auftreten des Noro-Virus am Abend des 17.08.2013 in einem Ferienlager in der Sch\u00fctzenhalle Westenfeld. Dieses Ereignis f\u00fchrte zu Langzeiteins\u00e4tzen von 2 RTW aus der Rettungswache (RW) Sundern, die bis zum Samstag Mittag dauerten, also in das n\u00e4chste Bemessungsintervall hineinreichten. Au\u00dferdem waren mehrere weitere RTW aus dem HSK aus anderen Rettungswachen und von Hilfsorganisationen f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit im Einsatz.<\/p>\n<p>Aufgrund der langen Einsatzdauer f\u00fcr diesen einen besonderen Einsatz soll die RW Sundern k\u00fcnftig immer in allen N\u00e4chten von Freitag auf Samstag einen zweiten besetzten RTW f\u00fcr Notfalleins\u00e4tze erhalten. Dies liegt nicht an der H\u00e4ufigkeit der Notfalleins\u00e4tze in diesem BI, denn deren Zahl war in allen N\u00e4chten von Freitag auf Samstag des Jahres 2013 mit insgesamt 46 sehr gering, sondern allein an der au\u00dfergew\u00f6hnlich langen durchschnittlichen Einsatzdauer, die nur durch das genannte besondere Ereignis entstanden ist. Die eigene Auswertung der SBL erbrachte das Ergebnis, dass im gesamten Jahr 2013 in der RW Sundern im BI von Fr Abend bis Sa morgen nur zwei weitere Duplizit\u00e4tsf\u00e4lle auftraten; daf\u00fcr ist die Vorhaltung eines 2. RTW nicht vertretbar.<\/p>\n<p>Derartige Gro\u00dfschadensereignisse (\u201cMassenanfall\u201d in der Sprache der Rettungsdienste) wie in der Westenfelder Sch\u00fctzenhalle d\u00fcrfen nicht alleine einer einzigen RW und nur einer bestimmten Zeit zugerechnet werden. Sie treten sehr selten auf, k\u00f6nnen aber jede RW betreffen und zu jeder Uhrzeit auftreten, und f\u00fchren dann zu Gro\u00dfeins\u00e4tzen. Anders als Unf\u00e4lle und pl\u00f6tzlich auftretende Krankheiten h\u00e4ngt ihre Wahrscheinlichkeit nicht von Ort und Zeit ab.<\/p>\n<p>Den gleichen Effekt gibt es f\u00fcr die Rettungswache Arnsberg. In ihrem Bereich trat an einem Freitag Abend (am 18.10.2013) ein Gro\u00dfbrand auf, der ebenfalls zu (einmalig) sehr langen Einsatzdauern f\u00fchrte.<\/em><\/p>\n<p><em>Methodisch sinnvoll w\u00e4re es, f\u00fcr solche Gro\u00dfschadensereignisse eine separate Berechnung vorzunehmen. Denn durch die statistisch nicht gerechtfertige Vorhaltung von jeweils 2 RTW f\u00fcr Notf\u00e4lle in diesen beiden Rettungswachen fehlen dringender ben\u00f6tigte RTW in anderen Rettungswachen und zu anderen Zeiten.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 23.09.2016 hat die Kreisverwaltung ihren endg\u00fcltigen Entwurf f\u00fcr die Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans ver\u00f6ffentlicht. 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