{"id":35882,"date":"2016-08-07T02:17:38","date_gmt":"2016-08-07T01:17:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=35882"},"modified":"2016-08-07T02:36:56","modified_gmt":"2016-08-07T01:36:56","slug":"winterberg-elkeringhausen-betreff-fluechtlingssituation-1-offener-brief-der-dorfvertretung-an-den-buergermeister","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/winterberg-elkeringhausen-betreff-fluechtlingssituation-1-offener-brief-der-dorfvertretung-an-den-buergermeister\/","title":{"rendered":"Winterberg-Elkeringhausen. Betreff: Fl\u00fcchtlingssituation &#8211; 1. Offener Brief der Dorfvertretung an den B\u00fcrgermeister"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sind 40 Fl\u00fcchtlinge zu viel f\u00fcr eine Ort wie Elkeringhausen im Hochsauerland? <\/strong><\/p>\n<p>Die Dorfgemeinschaft, vertreten durch den Ortsvorsteher und den CDU-Vorsitzenden, sieht die Lage kritisch. Ein zentraler Einwand ist die zentrale Unterbringung s\u00e4mtlicher Fl\u00fcchtlinge in einem einzigen Geb\u00e4ude, dem Haus Maria.<\/p>\n<p>Dies, so Andreas Fresen und Marc Honekamp, sei ein Abr\u00fccken von der erfolgreich praktizierten Strategie der &#8222;dezentrale[n] Unterbringung der Menschen mit ganz unterschiedlichen Herk\u00fcnften, Religionen und Kulturen&#8220;.<\/p>\n<p>Ist das Ganze nur Mimimi im tiefen Tal nach dem St. Florians-Prinzip mit vorgeschobenen Argumenten oder sind die Einw\u00e4nde berechtigt? Oder trifft gar beides zu?<\/p>\n<p>Wie dem auch sei. Ich dokumentiere an dieser Stelle den Offenen Brief, wie er mir zugestellt wurde.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>Betreff: Fl\u00fcchtlingssituation &#8211; 1. Offener Brief der Dorfvertretung an den B\u00fcrgermeister<\/p>\n<p><strong>Fl\u00fcchtlingssituation<\/strong><\/p>\n<p>Elkeringhausen, 06. August 2016<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr B\u00fcrgermeister Eickler, lieber Werner,<\/p>\n<p>die Fl\u00fcchtlingssituation ist sicherlich eine der gro\u00dfen Herausforderungen unserer Zeit. Dennoch muss diese mit Bedacht und Weitblick angepackt werden, was auch gro\u00dfenteils in den Kommunen erfolgreich praktiziert wird. Hierbei ist die dezentrale Unterbringung der Menschen mit ganz unterschiedlichen Herk\u00fcnften, Religionen und Kulturen eine sehr wichtige und \u2013 wie sich herausgestellt hat \u2013 eine richtige Vorgehensweise.<\/p>\n<p>Umso unverst\u00e4ndlicher scheint uns daher die zentrale Unterbringung von \u00fcber 40 Fl\u00fcchtlingen \/ Asylbewerbern in der Massenunterkunft \u201eHaus Maria\u201c in Elkeringhausen. Nicht nur die Anzahl der Menschen in einer Unterkunft, die sich alles teilen m\u00fcssen, wie bspw. eine einzige K\u00fcche, auch der Anteil mit \u00fcber 10%, bezogen auf die Einwohner (353) von Elkeringhausen, ist u.E. deutlich zu hoch. Die negativen Erfahrungen der Vergangenheit mit den bisherigen zentralen Unterk\u00fcnften in Gr\u00f6nebach und Winterberg sollten, auch in finanziell angespannten Zeiten, nicht dazu f\u00fchren, diese Fehler zu wiederholen. Zwei bis drei Familie, in dezentralen Wohnungen w\u00e4ren f\u00fcr Elkeringhausen eine vern\u00fcnftige L\u00f6sung gewesen. Hier k\u00f6nnte die Dorfgemeinschaft dann auch ehrenamtlich sinnvoll helfen.<\/p>\n<p>In verschiedenen Sitzungen und auch div. Schriftst\u00fccken (Protokollen) war zu h\u00f6ren bzw. zu lesen (Zitat aus Mai 2016): \u201eElkeringhausen soll vollgemacht werden, da die Stadt dort einen Mietvertrag \u00fcber drei Jahre habe und bereits in die Immobilie investiert hat. Andere Mietvertr\u00e4ge sind in normaler Frist k\u00fcndbar.\u201c Das, lieber Werner, ist ein ganz klares Abr\u00fccken von der \u201edezentralen L\u00f6sung\u201c hin zu einer Teil-Zentralisierung. Diese Art von Politik ist sehr umstritten und wird gerade in Elkeringhausen stark diskutiert und, man darf es auch mal sagen, sch\u00fcrt auch Bedenken und \u00c4ngste. Warum wird so etwas vorbereitet, wo man genau wei\u00df, was das f\u00fcr Probleme mit sich bringt?!<\/p>\n<p>Selbst in dem Arbeitskreis \u201eEhrenamtliche Fl\u00fcchtlinge\u201c wird von erfahrenen Fl\u00fcchtlingshelfern vor so einer L\u00f6sung gewarnt. Auch die bereits entstandenen sozialen Bindungen der Fl\u00fcchtlinge \/ Asylbewerber, die m\u00fchsam aufgebaut wurden, gehen in den D\u00f6rfern, wo sie derzeit wohnen, verloren, wenn sie jetzt umgesiedelt werden. Das kann doch wohl nicht richtig sein?!<\/p>\n<p>Am Donnerstag, den 04.08.16, wurde eine Einladung per E-Mail zu einer Sitzung f\u00fcr potentielle ehrenamtliche Fl\u00fcchtlingshelfer f\u00fcr Montag, den 08.08.2016 seitens des zust\u00e4ndigen Sachbearbeiters (J.S.) der Stadt Winterberg an einige wenige Adressaten, wie bspw. den Ortsvorsteher versandt. Diese Veranstaltung soll mit ein paar wenigen Leuten im \u201eHaus Maria\u201c in Elkeringhausen um 16:30 Uhr stattfinden. Wie es in der E-Mail hei\u00dft: \u201ebitte\u2026ein, zwei potentielle Integrationshelfer informieren. Wir treffen uns im Arbeitskreis in dieser Runde ja nur mit den Vertretern der Ortsgruppen, so dass es \u00fcberschaubar bleibt. Ich wei\u00df ja nicht, wie es sich bei euch entwickelt, einen &#8222;Gruppenkopf&#8220; gibt es wohl noch nicht. Du triffst schon die richtige Wahl. Besten Dank.\u201c<\/p>\n<p>Interessant, wie die zust\u00e4ndige Kommune bzw. deren Mitarbeiter die Betreuung der Fl\u00fcchtlinge vor Ort auf die Dorfbev\u00f6lkerung abw\u00e4lzen will. Das geht so aber nicht. Wenn man ehrenamtliche Kr\u00e4fte gewinnen m\u00f6chte, dann geht die Betreuung nur im kleinen Rahmen, mit kleinen Gruppen und die Info-Veranstaltungen m\u00fcssen zeitlich so gelegt werden, dass \u00fcberhaupt die M\u00f6glichkeit f\u00fcr die arbeitende Bev\u00f6lkerung besteht, daran teilzunehmen. D.h., ein Abendtermin w\u00e4re angeraten. Da muss dann \u2013 aus unserer Sicht \u2013 auch mal ein st\u00e4dtischer Bediensteter abends teilnehmen. Anders ist das nicht zu machen! Wir ehrenamtlichen k\u00f6nnen uns nur nach Feierabend in unserer Freizeit engagieren.<\/p>\n<p>Auszug aus dem Protokoll der letzten Arbeitskreissitzung: \u201eDa die Ehrenamtler das Geb\u00e4ude Haus Maria nicht kennen und insbesondere die ,,Familientauglichkeit&#8220; in Frage steht, wird vereinbart, die n\u00e4chste Besprechung vor Ort in Elkeringhausen durchzuf\u00fchren. Termin: Montag, 8. August, 16.30 Uhr. Frage ist weiterhin, wie sich die Ortsgruppe Elkeringhausen entwickelt hat.\u201c Hier bleibt festzuhalten, dass es keine Ortsgruppe in Elkeringhausen gibt! Es gab lediglich erste Interessenten, die helfen wollen. Jedoch sind diese stark verunsichert und haben auch Angst vor einer Belegung bspw. nur mit jungen M\u00e4nnern, etc.. Familienhilfe ist sicherlich deutlich leichter zu organisieren.<\/p>\n<p>Im Namen der Dorfgemeinschaft bitten wir darum, die zentrale L\u00f6sung zu \u00fcberdenken und wenn es gar nicht anders m\u00f6glich ist, die Bewohner sehr sensibel auszuw\u00e4hlen und evtl. Familien hier zu integrieren.<\/p>\n<p>Vielleicht w\u00e4re es ratsam, wenn der B\u00fcrgermeister einmal eine abendliche B\u00fcrgerveranstaltung in Elkeringhausen durchf\u00fchrt?!<\/p>\n<p>Anbei das unterschriebene Original im Scan, vor ab.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>gez.<\/p>\n<p>Andreas Fresen<\/p>\n<p>Ortsvorsteher Elkeringhausen, (Mitglied im Rat der Stadt Winterberg)<\/p>\n<p>Marc Honekamp<\/p>\n<p>Ehrenbeamter der Stadt Winterberg, (Vorsitzender der CDU-Elkeringhausen)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sind 40 Fl\u00fcchtlinge zu viel f\u00fcr eine Ort wie Elkeringhausen im Hochsauerland? Die Dorfgemeinschaft, vertreten durch den Ortsvorsteher und den CDU-Vorsitzenden, sieht die Lage kritisch. 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