{"id":35377,"date":"2016-05-07T11:13:58","date_gmt":"2016-05-07T10:13:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=35377"},"modified":"2016-05-07T12:41:23","modified_gmt":"2016-05-07T11:41:23","slug":"grundsaetzliche-ueberlegungen-nach-gut-einer-woche-diskussion-neuenrade-notwehr-oder-mord-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/grundsaetzliche-ueberlegungen-nach-gut-einer-woche-diskussion-neuenrade-notwehr-oder-mord-teil-2\/","title":{"rendered":"Grunds\u00e4tzliche \u00dcberlegungen nach gut einer Woche Diskussion: Neuenrade. Notwehr oder &#8230; ? &#8211; (Teil&nbsp;2)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/NotwehrWordle20160507.jpg\" alt=\"NotwehrWordle20160507\" width=\"700\" height=\"351\" class=\"aligncenter size-full wp-image-35380\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/NotwehrWordle20160507.jpg 700w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/NotwehrWordle20160507-300x150.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><strong>7. Mai 2016. Zun\u00e4chst einmal bitte ich um Verst\u00e4ndnis, dass ich mich erst jetzt, nach einer Woche, \u00e4u\u00dfere. Prinzipiell finde ich n\u00e4mlich, dass die Diskussion \u00fcber einen <a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/neuenrade-notwehr-oder-mord-falsche-frage-richtige-frage-wer-wen\/\" target=\"_blank\">Artikel<\/a> nicht vom Autor dominiert werden sollte.<\/strong><\/p>\n<p><em>(Ein Gastbeitrag von <a href=\"http:\/\/www.jurga.de\/1.html\" target=\"_blank\">Dr. Werner Jurga<\/a>)<\/em><\/p>\n<p>Ja, ich wei\u00df: ich habe bereits einen Kommentar abgegeben \u2013 dabei handelte es sich aber eher um eine kurze und entsprechend <a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/neuenrade-notwehr-oder-mord-falsche-frage-richtige-frage-wer-wen\/#comment-67637\" target=\"_blank\">schnoddrige Bemerkung<\/a> zum <a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/neuenrade-notwehr-oder-mord-falsche-frage-richtige-frage-wer-wen\/#comment-67627\" target=\"_blank\">Er\u00f6ffnungsbeitrag von Meier<\/a>, von dem ich mich in seiner unbedarften Mischung aus Aggressivit\u00e4t und Naivit\u00e4t wohl provoziert sah. Fortan gelobte ich mir mehr Zur\u00fcckhaltung. Nun hat mich aber der <a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/neuenrade-notwehr-oder-mord-falsche-frage-richtige-frage-wer-wen\/#comment-67649\" target=\"_blank\">Webmaster h\u00f6chstpers\u00f6nlich<\/a> gebeten, \u201ezu der Einsch\u00e4tzung Notwehr-Vorsatz vielleicht noch mal etwas zu sagen&#8220;.<\/p>\n<p>Damit hatte <em>zoom<\/em> mich ein wenig auf dem falschen Fu\u00df erwischt, und zwar aus zwei Gr\u00fcnden. Es handelt sich n\u00e4mlich, auch wenn mir dies mancher unterstellen mag, keineswegs eine taktisch motivierte, aber letztlich doch konsequenzenlose Selbstdistanzierung, wenn ich voranstelle, dass \u201edie Unschuldsvermutung gilt. Niemandem steht es an, auch mir nicht, \u00f6ffentlich in die Rolle des Richters schl\u00fcpfen.\u201c Das ist der erste Grund. Ich r\u00e4ume ein, er sieht auf den ersten Blick vorgeschoben aus, weil dann ein ganzer Absatz folgt, der diesem vornehmen Anspruch nicht gerecht zu werden scheint. Er beginnt mit dem deutlich Satz: \u201eDas, was in der Nacht von Montag auf Dienstag im sauerl\u00e4ndischen Neuenrade passiert ist, war keine Notwehr&#8230;\u201c und endet mit der Schlussfolgerung, dass \u201e&#8230;die Staatsanwaltschaft Hamm wegen Mord ermitteln (m\u00fcsste)\u201c.<\/p>\n<p>Ich f\u00fchle mich ein wenig auf dem falschen Fu\u00df erwischt, weil hier ja wirklich ein Widerspruch vorliegt. Kein nur scheinbarer Widerspruch, sondern ein echter. Wer nun den Verdacht hegen sollte, ich wolle mich aus dieser misslichen Lage mit einem dialektischen Taschenspielertrick rauswinden, dem kann ich versichern, dass dem nicht so ist. Glaubhaft, wie ich finde. Kann ich doch immerhin darauf verweisen, dass ich mich diesem hier auftretenden Problem schon vor einigen Jahren grunds\u00e4tzlich, wenn auch in einem anderem Zusammenhang, gewidmet hatte. Der <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2010\/06\/sex-and-drugs-and-rock-and-roll-1611.html\" target=\"_blank\">Beitrag trug den Titel<\/a> \u201eSex and Drugs and Rock and Roll&#8220; und erschien in der bemerkenswerten <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/\" target=\"_blank\">Online-Zeitschrift <em>Das Bl\u00e4ttchen<\/em><\/a>, die es erfreulicherweise noch heute gibt.<\/p>\n<p>Es geht um die Frage, ob das Gebot der Unschuldsvermutung einem Verbot gleichkommt, Schuld auch nur zu vermuten. Anders gefragt: <em>wen<\/em> bindet das Gebot der Unschuldsvermutung? Die Staatsanwaltschaften offenbar nicht; sonst k\u00e4me ja nie eine Anklage zustande. Die Gerichte eigentlich schon&#8230; &#8211; oder aber gilt f\u00fcr die Strafkammern zu Beginn des Verfahrens ein Neutralit\u00e4tsgebot, haben sie am Start also \u00fcberhaupt nichts zu mutma\u00dfen? Juristische Feinsinnigkeiten, um die es hier aber nicht gehen soll. Tats\u00e4chlich soll es n\u00e4mlich nicht um die Justiz gehen, sondern um die Meinungsmacher, um die heutzutage recht ausdifferenzierte Medienlandschaft. Und zum Beispiel auch um die Politiker, die aus anderen, aber doch \u00e4hnlichen Motiven heraus danach streben, einen mit Volkes Stimme harmonierenden Ton zu treffen.<\/p>\n<p>Sind also die Meinungsmacher im Grunde eigentlich gar keine, sondern eher im Gegenteil von \u00f6konomischen bzw. wahlpolitischen Zw\u00e4ngen Getriebene, die einer Volksmeinung hinterherhecheln, die sich gleichsam naturw\u00fcchsig gebildet hat und stets aufs Neue bildet? Einem \u201egesunden Menschenverstand\u201c, wie man das beispielsweise bei der AfD so nennt, auf die umst\u00e4ndehalber noch die Rede kommen wird. Andererseits werden in \u00f6ffentlichen Debatten immer wieder \u201eVorverurteilungen\u201c beklagt &#8211; h\u00e4ufig genug, wie ich finde, zu Recht. Eine Vorverurteilung ist das Gegenteil der gebotenen Unschuldsvermutung, geh\u00f6rt sich also nicht \u2013 das wusste und wei\u00df auch heute noch jeder. Vorverurteilungen erfolgen aus den Reihen der Erzieher, um den zu Erziehenden, also dem vermeintlich dummen Volk, das aber andererseits im Grunde mit einem gesunden Menschenverstand ausgestattet ist, ein \u201esozial w\u00fcnschenswertes\u201c Denken und F\u00fchlen anzutrainieren.<\/p>\n<p>So weit, so klar, so einfach. So lie\u00dfe sich fragen, ob eine Schuldvermutung in jedem Fall in eine Vorverurteilung m\u00fcnden muss. Ich r\u00e4ume ein, dass mein <a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/neuenrade-notwehr-oder-mord-falsche-frage-richtige-frage-wer-wen\/\" target=\"_blank\">Text vom 29. April<\/a> zumindest Wege skizziert, wohin der Gedankenfluss m\u00fcnden <em>k\u00f6nnte<\/em>. Aber deshalb allein <em>muss<\/em> es nicht so laufen. Ich habe, etwa den konkreten Fall von Neuenrade betreffend, eine Schuldvermutung. Mehr noch: ich bin \u2013 auf Basis der nachzulesenden unbestreitbaren Fakten &#8211; davon \u00fcberzeugt, dass der Hauseigent\u00fcmer, der in besagter Nacht zum Todessch\u00fctzen wurde, Schuld auf sich geladen hat. Doch diese unbestreitbaren Fakten reichen weder aus, die Situation vollst\u00e4ndig zu beleuchten. Und selbst ein von der Kripo vollst\u00e4ndig aufgekl\u00e4rter Fall spricht aus sich heraus noch kein Urteil \u00fcber das Ma\u00df der individuellen Schuld des T\u00e4ters.<\/p>\n<p>Wir wissen doch nicht, was mit dem Rentner in der Tatnacht los war. Wir wissen schon gar nicht, was mit diesem Mann \u00fcberhaupt so los ist. Um nochmal auf den <a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/neuenrade-notwehr-oder-mord-falsche-frage-richtige-frage-wer-wen\/#comment-67627\" target=\"_blank\">Er\u00f6ffnungsbeitrag von Meier<\/a> zur\u00fcckzukommen, auf den ich bislang eher schnoddrig denn ernsthaft eingegangen bin: so wie Meier mir alle m\u00f6glichen Sinnestr\u00fcbungen unterstellt, etwa eine Holophobie (krankhaft panische, irrationale Angst vor Schusswaffen), so k\u00f6nnte es doch genauso gut sein, dass der Todessch\u00fctze furchtbare Dinge erlebt hatte, die wiederum bei ihm \u00c4ngste verursachten, die sich schlie\u00dflich zu Phobien weiterentwickelt haben \u2013 mit der Folge gef\u00e4hrlicher Sinnestr\u00fcbungen. <em>Muss<\/em> nicht, <em>k\u00f6nnte<\/em> aber sein&#8230; Wer will da den Richter spielen? So vermessen k\u00f6nnen eigentlich nur selbsternannte Volkserzieher sein, die den normalen Menschen vorschreiben wollen, wie sie zu f\u00fchlen und zu denken haben.<\/p>\n<p>Das ist sowieso klar. Mir jedenfalls ist das schon sehr lange klar. Absolut klar, und es ist gewiss keine Arroganz von mir, wenn ich das so schreibe, was Sie allein schon daran ermessen m\u00f6gen, dass mir eine Sache in diesem Zusammenhang \u00fcberhaupt nicht klar war. Mir absolut neu ist, mich regelrecht stark irritiert, sagen wir mal: total verunsichert. Dass n\u00e4mlich der Volkserzieher-Vorwurf auf mich zielen soll, dass mit den elit\u00e4ren Besserwissern, den ach so erhabenen Richtig- und Wichtigtuern Leute meiner Sorte gemeint sein sollen. So ist zum Beispiel Herrn <em>Meier<\/em> stark daran gelegen, \u201edass das Recht zur Notwehr nicht durch moralisierende Weltfremde wie die Ihre&#8230;\u201c Sehen Sie! Das meinte ich. Das macht mich schon leicht nerv\u00f6s. Noch nerv\u00f6ser macht mich, wie <em>Meiers<\/em> Satz weitergeht, n\u00e4mlich so: \u201e&#8230;oder unf\u00e4hige Justiz kompromittiert wird.\u201c<\/p>\n<p>Hier sind wir wieder bei dem Punkt, den ich drei Abs\u00e4tze zuvor angesprochen hatte. Es geht um die individuelle Schuld einer einzelnen Person in einer zeitlich erfassbaren und konkret bestimmbaren Situation. Es geht <em>nicht<\/em> um ein abstraktes Recht, dass auf jeden Fall, also unabh\u00e4ngig etwa von einem genauen Erfassen einer konkreten Person in einer konkreten Situation, zu verteidigen w\u00e4re. Weil es nicht \u201ekompromittiert\u201c werden d\u00fcrfe. Eine unmenschliche Prinzipienreiterei. Hauptsache ist, dass das Rechtsprinzip nicht durch die \u201eunf\u00e4hige Justiz kompromittiert wird. Und dass der Staat endlich wieder&#8230;\u201c Sie m\u00f6gen <a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/neuenrade-notwehr-oder-mord-falsche-frage-richtige-frage-wer-wen\/#comment-67627\">selbst weiterlesen<\/a>, wie <em>Meiers<\/em> Ausf\u00fchrungen weitergehen. Ich verstehe ihn so, dass \u201emoralisierende Weltfremde\u201c &#8211; wie etwa Leute meiner Sorte \u2013 \u201eendlich wieder\u201c ihre Futtfinger vom Staate lassen m\u00f6gen, damit das Recht zur Notwehr nicht mehr nur auf dem Papier steht, sondern \u201eendlich wieder\u201c auch in der Wirklichkeit zur Geltung kommt.<\/p>\n<p>Die Frage, ob nun im Einzelfall auch tats\u00e4chlich eine Notwehrsituation gegeben war &#8211; oder eben auch nicht &#8211; f\u00fchrt zum zweiten Grund, warum mich die Bitte des <a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/neuenrade-notwehr-oder-mord-falsche-frage-richtige-frage-wer-wen\/#comment-67649\" target=\"_blank\">Webmasters<\/a>, \u201ezu der Einsch\u00e4tzung Notwehr-Vorsatz vielleicht noch mal etwas zu sagen&#8220;, auf den falschen Fu\u00df erwischt hatte. Ich bilde mir n\u00e4mlich ein, diese Sache in dem Absatz, der mit \u201eDas, was in der Nacht von Montag auf Dienstag im sauerl\u00e4ndischen Neuenrade passiert ist, war keine Notwehr&#8230;\u201c beginnt und mit der Schlussfolgerung, dass \u201e&#8230;die Staatsanwaltschaft Hamm wegen Mord ermitteln (m\u00fcsste)\u201c, endet, einigerma\u00dfen erkl\u00e4rt zu haben. Wenn ich diese Darlegung hier einfach wiederholte, s\u00e4he dies, selbst wenn ich einige W\u00f6rter ersetzte und hier und da Reihenfolge und Satzbau umstellte, ein bisschen stur aus. F\u00fcr die Schlauen unter Ihnen, die dahinter k\u00e4men, s\u00e4he es sogar doof aus. Will man ja auch nicht&#8230;<\/p>\n<p>Aber bitte, ich gebe mir \u00e4u\u00dferste M\u00fche. Der Rentner h\u00e4tte, nachdem seine Frau und er von den Ger\u00e4uschen des Einbruches geweckt worden waren, einfach die Schlafzimmert\u00fcr abschlie\u00dfen k\u00f6nnen, ja <em>sollen<\/em> \u2013 und die herbei phantasierte potenzielle Notsituation h\u00e4tte schon rein theoretisch gar nicht entstehen k\u00f6nnen. Er h\u00e4tte zus\u00e4tzlich noch die 110 anrufen sollen, ja <em>m\u00fcssen<\/em>. Weil doppelt gemoppelt bekanntlich besser h\u00e4lt, und weil man ja auch nicht will, dass Sachen wegkommen, die objektiv wertvoll sind, oder auch \u201enur\u201c &#8211; eben nicht \u201enur\u201c, sondern noch schlimmer: von pers\u00f6nlich-emotionaler Bedeutung sind. M\u00f6glich, dass der Einbrecher davon Wind bekommen h\u00e4tte und mit der Beute entkommen w\u00e4re. Nicht sch\u00f6n, aber immer noch besser, als eine Gefahr f\u00fcr die Frau, f\u00fcr sich selbst oder auch f\u00fcr den Einbrecher heraufzubeschw\u00f6ren. Auch wertvolle oder bedeutende Sachen k\u00f6nnen niemals so wichtig sein wie Menschen \u2013 selbst wenn diese f\u00fcr nicht ganz so wertvoll oder bedeutend gehalten werden.<\/p>\n<p>Selbst wenn wir von der Annahme ausgingen, dass der Hausbesitzer zwar eine Pistole im, aber kein Telefon <em>auf<\/em> dem Nachttisch gehabt haben sollte, h\u00e4tte es nie und nimmer zu einem Angriff des Einbrechers kommen k\u00f6nnen. Das muss man so einer Pistole lassen! Wenn der albanische Junge sich an der Schlafzimmert\u00fcre zu schaffen gemacht h\u00e4tte, hilft eine Knarre einfach und schnell bei der \u00dcberwindung eventuell auftretender Sprachbarrieren. Es br\u00e4uchte viel Phantasie, auch unter diesen Umst\u00e4nden eine M\u00f6glichkeit f\u00fcr das Entstehen einer objektiv vorhandenen Notwehrsituation zu konstruieren. Nein, das ist unm\u00f6glich. Wir wissen leider, dass die Pistole in Schuss gewesen ist. Wir wissen, dass nicht der Albaner gewaltbereit zum Neuenrader gegangen ist, sondern dass es umgekehrt war. Wir k\u00f6nnen davon ausgehen, dass vieles von dem, was wir nicht wissen, die Polizei mittlerweile ermittelt haben d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>War am Tatort das Licht an- oder ausgeschaltet? Hatte der Einbrecher das Messer wirklich in der Hand? Kriminalistischer Kleinkram. Wir kennen die Antworten nicht und bleiben bei dem Grundsatz <em>in dubio pro reo, im Zweifel f\u00fcr den Angeklagten<\/em>. Die Unschuldsvermutung. Doch von der Schuld, schon zuvor seiner Verantwortung nicht gerecht geworden zu sein, mag ich den Rentner nicht freisprechen. Wir werden sehen, ob sich ein Richter findet, der dies kann. Oder schon zuvor ein Staatsanwalt zu einem Ergebnis kommt, das nach meiner Rechtsauffassung nicht mit der, wie <em>Meier<\/em> zurecht formuliert, \u201evornehmsten Aufgabe (des Staates), n\u00e4mlich die Gew\u00e4hrleistung der inneren Sicherheit\u201c, zu vereinbaren w\u00e4re. <em>Meier<\/em> kommt aber zu einem anderen Ergebnis als ich, und er wird auch nicht umzustimmen sein. Auch deshalb hatte ich mich zu der erw\u00e4hnten Schnoddrigkeit hinrei\u00dfen lassen.<\/p>\n<p>Denn <em>Meier<\/em> ist der konkrete Ablauf der konkreten Situation letztlich piepeschnurz. Ihm geht es n\u00e4mlich gar nicht um die Frage, wer <em>wirklich<\/em> T\u00e4ter und wer Opfer war. Er kennt ja schon den T\u00e4ter<em>typen<\/em>, und er kennt den Opfer<em>typen<\/em>. Wir sind schon wieder so weit, dass hier und da mal Elemente aus der in dunkler Zeit entstandenen T\u00e4tertypenlehre leicht angedeutet werden d\u00fcrfen. Allerdings sind wir noch nicht ganz so weit, das dies in aller Offenheit und in aller Konsequenz geschehen k\u00f6nnte. Deshalb werden diese Elemente m\u00f6glichst nebul\u00f6s und etwas unverf\u00e4nglich oder \u2013 im Krimijargon formuliert &#8211; so zum Anf\u00fcttern gereicht. Deshalb werden, um die konkrete Situation, um die es immerhin eigentlich zu gehen hat, zu verschleiern, irgendwelche Geschichten erfunden.<\/p>\n<p>Geschichten \u00fcber die ballistischen Eigenschaften einer Handfeuerwaffe. Geschichten von Einbrechern, die ihnen unbekannte Zimmer im Dunklen durchw\u00fchlen \u2013 mit dem Messer in der Hand. Geschichten, auf die man spontan entgegnen m\u00f6chte: \u201eJungs, habt Ihr sie eigentlich noch alle auf dem Zaun?!\u201c Die aber selbstredend, obwohl etwas weit hergeholt, objektiv nicht zu widerlegen sind. Womit sie zun\u00e4chst einmal auf die gleiche Stufe gestellt w\u00e4ren wie die mit den von mir angef\u00fchrten Tatsachen. Die sind n\u00e4mlich ebenfalls objektiv nicht zu widerlegen, weisen aber den Nachteil auf, weniger Fach- und Sachkunde zu verstr\u00f6men. Auf dieser Basis bzw. von diesem Hochstand aus meint <em>Meier<\/em>, nach Kr\u00e4ften auf mich ballern zu d\u00fcrfen. Appetitlich ist das nicht; es tut aber auch nicht weh.<\/p>\n<p>Bedenklicher ist da schon, dass damit der Boden bereitet ist f\u00fcr Menschen wie <a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/neuenrade-notwehr-oder-mord-falsche-frage-richtige-frage-wer-wen\/#comment-67642\" target=\"_blank\">Paul, der schreibt<\/a>, dass Menschen wie ich ihn \u201eimmer besorgter machen\u201c. <em>Paul<\/em>, das zeigt auch seine Kontroverse mit <em>Paolo<\/em>, ist keineswegs ein schlichtes Gem\u00fct wie Meier, sondern in gewisser Weise eine Art Repr\u00e4sentant einer Gruppe, die sich bedr\u00e4ngt f\u00fchlt. Bei einem wie <em>Meier<\/em> ist nichts zu machen. Der war immer so, der ist so, der wird immer so sein. Die Lage hat sich ver\u00e4ndert. Es weht ein anderer gesellschaftlicher Wind.Gleichzeitig und irgendwie im Zusammenhang damit stehend brechen Habenichtse vom Balkan in die sch\u00f6nen Neuenrader H\u00e4user ein. Der Einwand, Einbr\u00fcche habe es immer schon gegeben, zieht nicht. Seitdem diese neuen Fremden hier sind, wird <em>mehr<\/em> eingebrochen. Da braucht man ihm nichts zu erz\u00e4hlen, da greifen seine Reflexe. Sein Wandel ist mit der Pawlowschen Lehre erkl\u00e4rbar. Appetitlich ist das nicht; aber es ist letztlich auch egal.<\/p>\n<p>Bei <em>Paul<\/em> dagegen geht es um etwas! Er sieht den Rechtsruck in unserer Gesellschaft und \u201ebest\u00e4tigt\u201c ihn. Dass er ihn in Anf\u00fchrungszeichen bringt, hat wohl nicht viel zu sagen. Er leugnet ihn nicht, sondern best\u00e4tigt ihn. Er ist klug genug, nicht mit dem Zeigefinger auf die Habenichtse zu zeigen. Dies w\u00fcrde ja einen Rechtsruck bei ihm selbst belegen. Was er zwar nicht v\u00f6llig von der Hand weist. Aber Schuld dran sein mag er auch nicht. Schuld an seinem eventuell zu konstatierenden Sinneswandel m\u00fcssen andere sein. Die Zigeuner (arme S\u00e4ue), Araber (Ausgebombte) und Neger (sowieso schon mal) scheiden aus besagtem Grund aus. <em>Paul<\/em> geh\u00f6rt n\u00e4mlich mit Sicherheit nicht in die rechte Ecke. G\u00e4be er aber diesen Fremden die Schuld, na klar, da k\u00f6nnte er ja gleich zu \u201eder AfD und anderen Gruppen\u201c gehen. Eigentlich geht es dort aber deutlich unter seinem Niveau zu.<\/p>\n<p>Es ist n\u00e4mlich ziemlich primitiv, diesen Leuten Verantwortung anzudichten, mithin eine Bereitschaft zum Selbstwandel bzw. im Falle des Nichtvorhandenseins eine eigene pers\u00f6nliche Schuldf\u00e4higkeit. Das alles hat ja nicht einmal er! Wie sollen denn dann all diese Leute so etwas lernen k\u00f6nnen? Die sind h\u00e4ufig sehr ungebildet. <em>Paul<\/em> dagegen ist gebildet und doch f\u00fcr sein Denken und in der Folge vielleicht auch f\u00fcr sein Handeln nicht verantwortlich zu machen. Er wird \u201egedr\u00e4ngt in eine Ecke\u201c, in die er \u201emit Sicherheit nicht hingeh\u00f6rt\u201c. Er kann sich nicht einmal wehren. Es sei denn, man nennt es wehren, man l\u00e4uft freiwillig in die Richtung, in die einen andere dr\u00e4ngen. Immerhin h\u00f6rt auch so die Dr\u00e4ngelei auf. Und das ist schon mal gut. Nicht ganz so gut dagegen ist, dass man sich dann \u201eam Rand wiederfindet\u201c. Und diese R\u00e4nder, diese Fanatiker, schaden jeder Gemeinschaft, sagt <em>Paul<\/em>. Und hier w\u00fcrde ich ihm in diesem Punkt zustimmen.<\/p>\n<p>Allerdings w\u00fcrde ich nicht von \u201eGemeinschaft\u201c, sondern von \u201eGesellschaft\u201c sprechen, weil dem Begriff \u201eGemeinschaft\u201c eine Harmonie innewohnt, die sehr wohlig sein kann, die sich aber, wenn sie fanatisch angestrebt wird, als extrem unwohl erweisen kann. Sei\u00b4s drum. Es mag sich um eine sprachliche \u00dcberempfindlichkeit bei mir handeln und um eitle Koketterie mit derselbigen. Ich wollte es nur einmal erw\u00e4hnen. Es gef\u00e4llt mir n\u00e4mlich auch nicht, dass <em>Paul<\/em> die Menschengruppe, in die er mich einordnet, als \u201eGutmenschen\u201c bezeichnet. Ich verstehe freilich sofort, welche Sorte Zeitgenosse er dabei im Auge hat, und f\u00fchle mich da nicht so hundertprozentig angesprochen. Ich verweise an dieser Stelle nur auf den letzten, auf meiner Homepage erschienenen <a href=\"http:\/\/jurga.de\/696.html\" target=\"_blank\">Beitrag mit dem Titel<\/a> \u201eEs ist gut, dass es Greenpeace gibt\u201c. Unabh\u00e4ngig von der \u00dcberzeugungskraft dieser abgrenzungsneurotischen Einlassungen erlaube ich mir zu bezweifeln, dass es sich bei diesem Milieu wirklich um den Gegenpart zu Rechtspopulisten und Rechtsextremisten handelt.<\/p>\n<p>Ich stimme zu, dass dieses elit\u00e4re Gehabe mit p\u00e4dagogischem Anspruch nicht nur ganz sch\u00f6n auf die Nerven gehen kann, sondern dort, wo es sich um nichts anders handelt als um Klassenkampf von oben, auch das gedeihliche Zusammenleben der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen gef\u00e4hrlich st\u00f6rt. Und doch mag ich auf den Hinweis nicht verzichten, lieber <em>Paul<\/em>, dass ich den Kampfbegriff \u201eGutmensch\u201c f\u00fcr politisch nicht korrekt halte. Regen Sie sich bitte nicht wieder auf, <em>Paul<\/em>! Mir liegt es fern, Sie als Nazi zu denunzieren, nur weil Sie einen vermeintlich von den Nazis in die Welt gesetzten Begriff verwenden w\u00fcrden. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gutmensch#Herkunft_und_Verwendung\" target=\"_blank\">Solch eine Behauptung<\/a> w\u00e4re ohnehin \u00e4u\u00dferst umstritten, um nicht zu sagen: falsch. Entweder waren Sie sich dieses Sachverhaltes sicher, Paul, oder aber Sie hatten keinen blassen Schimmer davon. Das spielt \u00fcberhaupt keine Rolle.<\/p>\n<p>In jedem Fall ist Ihnen klar, dass Sie sich eines Begriffes bedienen, der es immerhin zum \u201e<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/-gutmensch-ist-unwort-des-jahres-1.2814403\" target=\"_blank\">Unwort des Jahres 2015<\/a>\u201c gebracht hat. Schlie\u00dflich ist das ja gerade erstmal ein Vierteljahr her. Bernd Matthies hat aus diesem Anlass die, wie ich finde, sehr differenzierte Abhandlung \u201eGutmenschen, das sind immer die anderen&#8220; im <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/unwort-des-jahres-2015-gutmenschen-das-sind-immer-die-anderen\/12820480.html\" target=\"_blank\">Tagesspiegel<\/a> ver\u00f6ffentlicht, die mit dem Satz schlie\u00dft: \u201eIn hohem Ma\u00dfe unappetitlich ist der Begriff aber ohne jeden Zweifel.&#8220; Sie m\u00f6gen diesen Aufsatz nicht gelesen haben, <em>Paul<\/em>. Aber Sie wissen, dass dem so ist. Sie machen es und setzen sich damit ganz bewusst dem Verdacht aus, sich schon jetzt in einer Ecke zu befinden, in der Sie ihren Angaben folgend gewiss nicht hingeh\u00f6ren. Warum tun Sie das?! Und daran soll ich schuld sein? Warum?<\/p>\n<p>Weil ich so ein b\u00f6ses Wort wie \u201eabgeknallt\u201c gebrauche? Oder weil ich so gezielt ein neutrales Wort wie \u201e18 j\u00e4hriger Albaner\u201c einsetze? Um dann ganz diabolisch mische zu: \u201eDer albanische Junge war v\u00f6llig \u00fcberrascht.\u201c Dabei &#8211; so schreiben Sie, <em>Paul<\/em>! &#8211; \u201ewar er der T\u00e4ter und hatte den Einbruch geplant.\u201c Bitte <em>Paul<\/em>, Sie sind doch nicht der D\u00fcmmsten Einer! Was soll ich Ihnen denn jetzt dazu sagen?! Sie wissen doch selbst, dass Sie hier \u2013 wenn auch nicht besonders geschickt \u2013 in grob irref\u00fchrender Weise die Ebene wechseln. Na klar war der Balkanese \u201eder T\u00e4ter und hatte den Einbruch geplant\u201c. Doch darum geht es hier doch gar nicht. Es geht um Mord und Totschlag. Oder, um zum Ausgangspunkt der ganzen Debatte hier zur\u00fcckzukommen: es geht um die Frage, ob sich irgendetwas zwingend vom Todesschuss bis zum Einbruch zur\u00fcckverfolgen l\u00e4sst, was es erlauben k\u00f6nnte, einen Fall von Notwehr in Erw\u00e4gung zu ziehen.<\/p>\n<p>Ich bleibe bei meinem Eindruck: es sieht nicht danach aus. Ich sehe es nicht. Und Sie, lieber <em>Paul<\/em>, sehen es auch nicht. Sonst w\u00fcrden Sie uns doch darauf hinweisen, anstatt zu versuchen, uns mit so einem billigen, ja l\u00e4cherlichen Taschenspielertrick zu \u00fcberrumpeln. Sie f\u00fchlen sich im Stich gelassen \u2013 von den \u201eGutmenschen\u201c und wohl gerade auch von mir. Sie bitten mich, \u201ewieder zur\u00fcckzukehren\u201c &#8211; wenn ich Sie richtig verstehe dorthin, wo \u201ein verantwortungsvoller Weise mit seiner Meinung da dicke L\u00f6cher in das Brett gebohrt (werden), auf dem die Fanatisten (?) stehen\u201c. Ja gern, Danke f\u00fcrs Kompliment! Und wenn Sie mit \u201eFanatisten\u201c die Fanatischen oder die Fanatiker meinen sollten, dann sowieso. Und selbst wenn Sie an die Fantasten gedacht haben&#8230; &#8211; klare Sache: wird gemacht! Ich pers\u00f6nlich w\u00e4re zwar der erste, der mir einfiele, wenn ich ein Beispiel f\u00fcr einen guten Menschen nennen sollte&#8230;<\/p>\n<p>Aber mit dieser Einsch\u00e4tzung stehe ich leider ziemlich allein. Was irgendwie auch verst\u00e4ndlich ist, denn mit mir k\u00f6nnte man so \u00fcber einiges reden. Ehrlich gesagt: man kann es sogar. Auch und gerade beispielsweise \u00fcber die Fl\u00fcchtlingspolitik. Oder allgemeiner:die Integrationspolitik. Und was die Politik bez\u00fcglich der Zuwanderer vom Balkan \u2013 ob nun aus EU-Staaten oder Noch-nicht-EU-Staaten \u2013 betrifft: ja, da gibt es einen ganz erheblichen Beratungsbedarf. Und Handlungsbedarf. Vermutlich w\u00fcrde ich dabei auch f\u00fcr Entscheidungen pl\u00e4dieren, die eher uns einigerma\u00dfen Versorgten entgegen k\u00e4men, w\u00e4hrend sie den Interessen der Armen und Schw\u00e4chsten zuwiderlaufen. Dass sich unter diesen hilfsbed\u00fcrftigen Fremden notwendigerweise einige Hinterfotzige und \u00dcbelmeinende befinden, macht mir die Sache auch nicht angenehmer. Aber dennoch w\u00fcrde es so sein m\u00fcssen. Auf mich k\u00f6nnen Sie z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Doch gerade weil das so ist&#8230; &#8211; Die ganze Angelegenheit ist nicht nur f\u00fcr mich selbst subjektiv nicht so angenehm, sondern birgt dar\u00fcber hinaus objektiv ein erhebliches Risikopotenzial f\u00fcr die gesamte Gesellschaft in sich. Ihr Gedanke, <em>Paul<\/em>! &#8211; Gerade weil das so ist, greife auch ich auf eine Methode zur\u00fcck, die in letzter Zeit schwer in Mode gekommen ist. In der internationalen Politik, in der deutschen Politik und letztens sogar bei der AfD \u2013 n\u00e4mlich: eine rote Linie ziehen. Ja, das habe ich auch gemacht. Und, soll ich Ihnen verraten, wohin ich meine rote Linie gezogen habe? Ab wo man mit mir nicht mehr so gut reden, geschweige denn Kirschen essen kann. Beim Recht auf Leben. Da l\u00e4uft bei mir rein diskursiv nichts mehr. Da ist Ende.<\/p>\n<p>Etwas willk\u00fcrlich gezogen, m\u00f6gen Sie einwenden. Stimmt, aber es ist meine Willk\u00fcr. Nicht <em>nur<\/em> meine, aber eben auch meine. Und beim Recht auf Leben gibt es nichts zu diskutieren. Jedenfalls nicht mit mir. Darunter f\u00e4llt nat\u00fcrlich auch, Sie haben es sicher schon geahnt, das Notwehrrecht. Wer mich angreift, muss damit rechnen, dass ich dies in geeigneter und verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger, aber auch notwendiger Weise zu verhindern gedenke. Wer andere \u2013 Unschuldige, aber auch Schuldige \u2013 angreift, muss damit rechnen, dass ich denen helfen werde. Und dabei den Aspekt der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit im Zweifel ein wenig geringer gewichte. Und wer meine Allerliebsten, meine Frau und \/ oder meine Kinder angreift, m\u00fcsste mit allem rechnen&#8230; &#8211; leidet aber wohl unter einer chronischen Rechenschw\u00e4che. Von wegen Gutmensch. Macho ist angesagt!<\/p>\n<p>Dummerweise kann nicht einmal so ein Prachtkerl wie ich verhindern, dass stets und st\u00e4ndig einige Menschen anderen Menschen ganz b\u00f6se Dinge antun. Oft noch schlimmere Dinge als Eigentumsdelikte. Sie wissen vielleicht sogar besser als ich, was so alles passiert. Doch selbst ich bekomme, gar nicht mal nur \u00fcber die Medien, sondern direkt aus meiner Umgebung, f\u00fcr meinen Geschmack mehr als genug mit. Manchmal, nicht ganz so oft, tendenziell immer seltener, jedenfalls hierzulande, und ich erfahre es gottlob nur \u00fcber die Medien: ja, manchmal t\u00f6ten auch Menschen andere Menschen. Sogar hier. Was soll ich da machen?! N\u00fctzt ja alles nichts. Wir brauchen unseren Staat und unsere Justiz. Wir brauchen deren Gewaltandrohung und manchmal gar deren reale Gewalt. Beim Recht auf Leben verl\u00e4uft definitiv die rote Linie. Ich bin skeptisch, ob Knast die Menschen besser macht. Aber ich bin sicher, dass der Staat das Signal, dass etwaige Ausnahmen vom T\u00f6tungsverbot verdammt kleinlich ausgelegt werden, nicht schw\u00e4cher stellen darf.<\/p>\n<p><em>Werner Jurga<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>7. Mai 2016. Zun\u00e4chst einmal bitte ich um Verst\u00e4ndnis, dass ich mich erst jetzt, nach einer Woche, \u00e4u\u00dfere. Prinzipiell finde ich n\u00e4mlich, dass die Diskussion \u00fcber einen Artikel nicht vom &hellip; <a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/grundsaetzliche-ueberlegungen-nach-gut-einer-woche-diskussion-neuenrade-notwehr-oder-mord-teil-2\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eGrunds\u00e4tzliche \u00dcberlegungen nach gut einer Woche Diskussion: Neuenrade. 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