{"id":33278,"date":"2015-09-02T20:53:21","date_gmt":"2015-09-02T19:53:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=33278"},"modified":"2018-01-03T10:08:35","modified_gmt":"2018-01-03T09:08:35","slug":"auswirkungen-der-globale-erwaermung-auf-die-natur-unserer-alpen-auswirken-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/auswirkungen-der-globale-erwaermung-auf-die-natur-unserer-alpen-auswirken-teil-ii\/","title":{"rendered":"Auswirkungen der globalen Erw\u00e4rmung auf die Natur unserer Alpen. Teil II"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_33271\" aria-describedby=\"caption-attachment-33271\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/19_6E6C.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-33271 size-full\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/19_6E6C.jpg\" alt=\"Blick zum Dachstein - 2.996 m - im Bundesland Salzburg (1999) (fotos: knoppik)\" width=\"700\" height=\"465\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/19_6E6C.jpg 700w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/19_6E6C-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-33271\" class=\"wp-caption-text\">Blick zum Dachstein &#8211; 2.996 m &#8211; im Bundesland Salzburg (1999)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Wenn in den letzten 2 bis 3 Jahrzehnten vom Klimawandel gesprochen und geschrieben wird, so ist damit in erster Linie der anthropogene, also menschengemachte Einflu\u00df auf das Klimasystem unserer Erde gemeint, das sich aus Atmosph\u00e4re, Hydrosph\u00e4re (Ozeane, Seen, Fl\u00fcsse), Kryosph\u00e4re (Eis und Schnee), Biosph\u00e4re (lebende Organismen auf dem Land und im Wasser) und Litho-\/Pedosph\u00e4re (festes Gestein und B\u00f6den) zusammensetzt.<\/strong><\/p>\n<p><em>(Dies ist der zweite und abschlie\u00dfende Teil eines Essays von <a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/author\/karl-josef-knoppik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Karl Josef Knoppik<\/a>. Der erste Teil ist\u00a0<a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/hochgebirge-sind-wie-polarregionen-vom-klimawandel-besonders-betroffen-wie-wird-sich-die-globale-erwaermung-aus-heutiger-sicht-auf-die-natur-unserer-alpen-auswirken-teil-i\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> am 24. August 2015 hier im Blog erschienen<\/a>.)<\/em><\/p>\n<p>Sollte sich der Planet Erde weiter so schnell aufheizen, d\u00fcrfte die Globaltemperatur bis zum Jahre 2100 um 2,6 \u2013 4,8 Grad ansteigen; im Alpenraum k\u00f6nnten es sogar 6-7 Grad sein.<\/p>\n<p>Um 2 Grad ist es bereits w\u00e4rmer geworden, wobei die Temperatur in der H\u00f6he schneller zunimmt als in tieferen Lagen; und die Temperaturminima steigen dreimal schneller an als die Temperaturmaxima. D. h. die N\u00e4chte werden w\u00e4rmer. 1994, 2000, 2002 und 2003 waren in den Alpen die w\u00e4rmsten der letzten 500 Jahre! Vorsto\u00dfbeitr\u00e4ge der Alpengletscher in den 1960er Jahren lagen in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von 100, 200, in den Westalpen gar um bis zu 800 m! Das war jedoch nur eine kurze Phase. Verluste der alpinen Eismassen bedeutet auch Verlust an nat\u00fcrlicher Sch\u00f6nheit, der nicht wieder gut zu machen ist. Gletscher sind eine Zierde der Alpen.<\/p>\n<p>Kommende Generationen gew\u00f6hnen sich an die entgletscherten Gebiete. Sie wissen ja nicht, wie es vorher ausgesehen hat. Bildvergleiche verdeutlichen dies. Eine Folge der globalen Erw\u00e4rmung und des damit verbundenen R\u00fcckgangs der Eismassen sind \u00fcberlaufende Gletscherseen. 500 k\u00f6nnten es in der Schweiz bis Ende dieses Jahrhunderts sein. Dadurch entsteht eine gef\u00e4hrliche Situation, weil sich ein See auf dem Gletscher gebildet hat und dieser st\u00e4ndig Nachschub erh\u00e4lt. Mit dem Klimawandel haben so genannte Jahrhundertniederschl\u00e4ge und Hitzeperioden zugenommen, was viel Schmelzwasser verursacht. Die Klimaerw\u00e4rmung greift inzwischen auch den Permafrost in gro\u00dfen H\u00f6hen an.<\/p>\n<p>Nehmen wir z. B. die Monte-Rosa-Ostwand in den Walliser Alpen, trotz ihrer H\u00f6he von 4.600 m. Weil die Frostgrenze immer \u00f6fter auf \u00fcber 4.000 m steigt, schmilzt das Eis im Fels. Auftauender Permafrost f\u00fchrt zu Bergst\u00fcrzen und Hangrutschungen. Felsen brechen heraus, wie geschehen am Matterhorn w\u00e4hrend des D\u00fcrresommers 2003. Dieser brachte einen Verlust an Gletschereis von ca. 8 Prozent. Bei einer solchen Ablationsrate wird es echt dramatisch: Der Wasserkreislauf ver\u00e4ndert sich ganz stark &#8211; und damit die Stabilit\u00e4tsbedingungen im Hochgebirge.<\/p>\n<figure id=\"attachment_33256\" aria-describedby=\"caption-attachment-33256\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/04_6D54.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-33256\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/04_6D54.jpg\" alt=\"Gletscherhahnenfu\u00df - noch in \u00fcber 4.000 m H\u00f6he zu finden - durch voranschreitende Klimaerw\u00e4rmung gef\u00e4hrdet.\" width=\"700\" height=\"442\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/04_6D54.jpg 700w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/04_6D54-300x189.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-33256\" class=\"wp-caption-text\">Gletscherhahnenfu\u00df &#8211; noch in \u00fcber 4.000 m H\u00f6he zu finden &#8211; durch voranschreitende Klimaerw\u00e4rmung gef\u00e4hrdet.<\/figcaption><\/figure>\n<p>F\u00fcr den atemberaubenden R\u00fcckgang der Gletscher ist ganz wesentlich das Verheizen fossiler Brennstoffe verantwortlich. Erd\u00f6l als Treibstoff der Klimaerw\u00e4rmung! Ende der 90er Jahre benutzten Jahr f\u00fcr Jahr 300.000 Fahrzeuge die Gro\u00dfglockner-Hochalpenstra\u00dfe bis zur Franz-Josefs-H\u00f6he (2.400 m). Diese ist heute ein verst\u00e4dterter Ort mit kostenlosem Panoramablick, mit monstr\u00f6sem Parkhaus, perfekt erschlossen f\u00fcr den Individualverkehr, leicht erreichbar auch f\u00fcr den Flachlandtiroler.<\/p>\n<p>Gletscher galten schon immer als Fr\u00fchindikatoren f\u00fcr globale Klimaver\u00e4nderungen. Die heute 8 km lange Pasterze verzeichnete lt. Bericht des \u00d6AV im Vermessungszeitraum 2011\/2012 einen R\u00fcckgang von sage und schreibe 97,3 m. J\u00e4hrlich zieht sie sich um ca. 10 m zur\u00fcck. Seit 1980 haben die Eismassen weltweit j\u00e4hrlich um durchschnittlich 30 cm an Substanz eingeb\u00fc\u00dft. Erstmals war auch die Gletschermitte von Zerfallserscheinungen betroffen. In 2014 verlor die Pasterze im unteren Bereich bis 7,5 m an Eisdicke. Ihre Oberfl\u00e4che nimmt st\u00e4ndig ab, ebenso die Flie\u00dfgeschwindigkeit. Nur eine lang anhaltende Winterschneedecke und Neuschneezuw\u00e4chse im Sommer sch\u00fctzen das Gletschereis vor der direkten Sonneneinstrahlung und den Sommertemperaturen.<\/p>\n<p>Glaziologische Forschungsarbeiten werden auch am Schlatenkees in den Hohen Tauern (zweitgr\u00f6\u00dfter Gletscher in der Venedigergruppe) durchgef\u00fchrt. 1980 hatte dieser Gletscher seinen H\u00f6chststand. Er reichte bis zur Ortschaft Innergschl\u00f6\u00df auf etwa 1.600 m herab.<\/p>\n<figure id=\"attachment_33262\" aria-describedby=\"caption-attachment-33262\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/10_6DB7.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-33262\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/10_6DB7.jpg\" alt=\"Schlatenkees in den Hohen Tauern (Venedigergruppe). 1980 f\u00fchrte der Weg zur Alten- und Neuen Pragerh\u00fctte noch direkt an diesem Gletscher entlang, wie auf dem Foto zu sehen ist. Mittlerweile sind Ausdehnung und Eisvolumen stark geschrumpft. (alle fotos, falls nicht anders genannt: karl-josef knoppik)\" width=\"700\" height=\"451\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/10_6DB7.jpg 700w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/10_6DB7-300x193.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-33262\" class=\"wp-caption-text\">Schlatenkees in den Hohen Tauern (Venedigergruppe). 1980 f\u00fchrte der Weg zur Alten- und Neuen Pragerh\u00fctte noch direkt an diesem Gletscher entlang, wie auf dem Foto zu sehen ist. Mittlerweile sind Ausdehnung und Eisvolumen stark geschrumpft. (alle Fotos, falls nicht anders genannt: karl-josef knoppik)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zur\u00fcck zum gr\u00f6\u00dften Ostalpengletscher, der Pasterze in der Glocknergruppe: Im Jahre 1852, kurz nach dem Ende der so genannten \u201ekleinen Eiszeit\u201c, wies dieser Eisstrom eine L\u00e4nge von 11 km und eine Fl\u00e4che von 26,5 km\u00b2 auf. Das Eisvolumen betrug anno dazumal betr\u00e4chtliche 300-400 m, im Jahre 1987 aber nur noch 180 m. Nach dem vollst\u00e4ndigen R\u00fcckzug der Pasterze wird eine karge Landschaft aus Stein, Sand und Wasser die Szenerie beherrschen, all ihrer einstigen Sch\u00f6nheit beraubt! Teilweise haben sich dort bereits einzelne Rasenfragmente gebildet.<\/p>\n<p>Welche Folgen hat nun der Gletscherr\u00fcckzug f\u00fcr die Pflanzenvielfalt? Seit \u00fcber 100 Jahren beobachten und erforschen die Wissenschaftler die Entwicklung der Gebirgsflora. H\u00f6henlage und Temperatur haben Auswirkungen auf letztere. Die Verschiebung der Vegetationszonen macht sich etwa dadurch bemerkbar, da\u00df die Best\u00e4ubung \u2013 Beispiel Alpenrose \u2013 nicht mehr klappt, weil die Bl\u00fcte f\u00fcr die Insektenarten zu fr\u00fch einsetzt. Ob Enzian, Alpen-Waldrebe oder Trollblume: Der Klimawandel stellt die alpine Flora vor neue Herausforderungen. Pflanzen, die z.B. auf periodische \u00dcberstauungen angewiesen sind, wie die Zweifarbensegge oder die nur in \u00d6sterreich vorkommende Schwarzbraune Segge, droht nach Aussagen von Fachleuten der Uni Salzburg langfristig das Aussterben. Und da am beschleunigten R\u00fcckzug der Pasterze nicht zu zweifeln ist, werden wichtige Pflanzenstandorte nicht mehr periodisch \u00fcberschwemmt. Bestimmte Arten werden an diesen Standorten aussterben, wenn nicht gen\u00fcgend Pflanzenexemplare vorhanden sind, um neue Standorte, die gerade eisfrei werden, besiedeln zu k\u00f6nnen. Konkurrenzst\u00e4rkere Arten werden sich auf Kosten derjenigen, die auf n\u00e4hrstoffarme B\u00f6den angewiesen sind, wie z. B. auch der Moos-Steinbrech, durchsetzen. Schon zu Beginn der 90er Jahre stellten Botaniker fest, da\u00df auf manchen Alpengipfeln bereits doppelt so viele Arten vorkommen wie Ende des 19. Jahrhunderts. Viele gef\u00e4hrdete, auf karge Verh\u00e4ltnisse spezialisierte Hochgebirgsarten m\u00fcssen nachdr\u00e4ngenden Pflanzen weichen und sind entsprechend vom Aussterben bedroht. Erste Nachr\u00fccker, hinsichtlich des N\u00e4hrstoffbedarfs teilweise viel anspruchsvollere Arten, haben sich bereits angesiedelt und den so genannten \u201eHungerk\u00fcnstlern\u201c, welche die gr\u00f6\u00dfte Vielfalt hervorbringen, ihren Platz streitig gemacht. Ganz neue Pflanzengesellschaften entstehen somit.<\/p>\n<p>Die Trockenspezialisten unter den Pflanzenarten m\u00fcssen gegen die extremen Hochgebirgsbedingungen ger\u00fcstet sein. Das wird erreicht durch eine sch\u00fctzende Behaarung, isolierende Luftschicht, Verst\u00e4rkung der Reflexion, dicke Zellw\u00e4nde und St\u00fctzgewebe, Verdunstungsschutz, ein ausgedehntes und tief reichendes Wurzelwerk sowie eine Verk\u00fcrzung des Lebenszyklus. Es bleibt nur wenig Zeit zum Bl\u00fchen und Fruchten. Hochgebirgspflanzen sind extrem lichtbed\u00fcrftig; sie vertragen keinen Schatten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_33264\" aria-describedby=\"caption-attachment-33264\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/12_6DF8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-33264\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/12_6DF8.jpg\" alt=\"Spinnweben-Hauswurz, ein \u201eHungerk\u00fcnstler\u201c unter den Gebirgspflanzen\" width=\"700\" height=\"454\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/12_6DF8.jpg 700w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/12_6DF8-300x195.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-33264\" class=\"wp-caption-text\">Spinnweben-Hauswurz, ein \u201eHungerk\u00fcnstler\u201c unter den Gebirgspflanzen<\/figcaption><\/figure>\n<p>Sobald hohe Gr\u00e4ser, Zwergstr\u00e4ucher oder der erste Baum emporschie\u00dfen, ist es vorbei mit ihnen. Die Vegetationsperiode dauert heute schon l\u00e4nger und setzt bis zu 14 Tagen fr\u00fcher ein. Die Flora tieferer Bereiche wandert in h\u00f6here Regionen. Ein auf dem Pasterzeneis zu Beginn der 2000er Jahre gesichtetes Moospolster ist ein deutliches Zeichen daf\u00fcr, da\u00df nicht nur Algen, sondern inzwischen auch andere Pflanzen in der Lage sind, in der fr\u00fcher so lebensfeindlichen Eisw\u00fcste zu \u00fcberleben.<\/p>\n<p>Die Verschiebung der Vegetationszonen und der Anstieg der Baumgrenze sind Ph\u00e4nomene, die nicht nur in den Alpen, sondern l\u00e4ngst auch im Ural, in Skandinavien, Nordamerika und Neuseeland beobachtet wurden. Unter den h\u00f6heren Pflanzen werden bestimmte Baumarten an Bedeutung gewinnen, weil sie besser als andere in der Lage sind, den Auswirkungen des Klimawandels zu trotzen. Die Rede ist von der im Bereich der montanen Bergmischwaldzone vorkommende Wei\u00dftanne, die St\u00fcrmen und Trockenheit weitaus besser widerstehen kann als die Fichte &#8211; und au\u00dferdem die im oberen Waldg\u00fcrtel urspr\u00fcnglich aus Sibirien stammende Zirbelkiefer.<\/p>\n<figure id=\"attachment_33266\" aria-describedby=\"caption-attachment-33266\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/14_6E19.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-33266\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/14_6E19.jpg\" alt=\"Wei\u00dftanne (abies alba): Stark gef\u00e4hrdet durch \u00fcberh\u00f6hte Schalenwildbest\u00e4nde; Garant f\u00fcr stabile Wald\u00f6kosysteme, wildersteht St\u00fcrmen weitaus besser als die Fichte und kann auch ein Mehr an W\u00e4rme - bedingt durch den Klimawandel - gut vertragen.\" width=\"700\" height=\"443\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/14_6E19.jpg 700w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/14_6E19-300x190.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-33266\" class=\"wp-caption-text\">Wei\u00dftanne (abies alba): Stark gef\u00e4hrdet durch \u00fcberh\u00f6hte Schalenwildbest\u00e4nde; Garant f\u00fcr stabile Wald\u00f6kosysteme, wildersteht St\u00fcrmen weitaus besser als die Fichte und kann auch ein Mehr an W\u00e4rme &#8211; bedingt durch den Klimawandel &#8211; gut vertragen.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Name leitet sich ab von zerben = drehen &gt; spiralige Anordnung der Zapfenschuppen. Ihr sehr sch\u00f6nes, leicht zu bearbeitendes Holz fand Eingang in viele Zirbenstuben. Es war seit jeher begehrt und ist deshalb sehr selten geworden. Die \u00e4ltesten Exemplare der Zirbelkiefer (1.000 Jahre!) ganz Europas stehen am Patscherkofel bei Innsbruck. Extreme Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter sind f\u00fcr sie kein Problem. Sie besitzt magische Kr\u00e4fte. Wind und Wetter h\u00e4lt sie stand, selbst Orkanen! Wie ein Baum aus einer anderen Welt. Sie sch\u00fctzt wie keine andere Baumart in H\u00f6hen von 2.000 Metern und dar\u00fcber Einheimische und Touristen. Die Zirbe (oder schweizerisch: Arve) keimt dort, wo andere B\u00e4ume das nicht k\u00f6nnen und hat deshalb eine wichtige Funktion, bspw. in Lawinenstrichen, um diese zu stabilisieren und f\u00fcr eine Verringerung der Lawinengefahr zu sorgen. Mit ihrer ausladenden Gestalt h\u00e4lt sie Ger\u00f6ll und Lawinen fest. Zudem kann sie mehr Wasser auffangen als geradw\u00fcchsige B\u00e4ume. Dort, wo sie steht, h\u00e4lt sie den Hang fest und verhindert, da\u00df er nach st\u00e4rkeren Regenf\u00e4llen ungebremst nach unten rutscht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_33254\" aria-describedby=\"caption-attachment-33254\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/02_6D23.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-33254\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/02_6D23.jpg\" alt=\"Die Zirbe oder schweizerisch Arve: Bollwerk gegen den Klimawandel\" width=\"700\" height=\"453\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/02_6D23.jpg 700w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/02_6D23-300x194.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-33254\" class=\"wp-caption-text\">Die Zirbe oder schweizerisch Arve: Bollwerk gegen den Klimawandel<\/figcaption><\/figure>\n<p>Doch auch f\u00fcr sich selbst sorgt die Zirbe \u00e4u\u00dferst effizient: Mit ihren langen Pfahlwurzeln holt sie noch aus gro\u00dfen Tiefen Wasser. Dieses pumpt sie nach oben in ihre Nadeln zur Photosynthese. Dabei verschwendet sie keinen Tropfen. Wie macht sie das? Wissenschaftler erforschten die \u00dcberlebensstrategie der Zirbelkiefer und entnahmen Astproben. Sie wollten wissen, welcher Baum mit der zunehmenden Trockenheit am besten zurechtkommt. Die Zirbe hat einen zus\u00e4tzlichen Vorteil in Bezug auf ihre Transpiration: Die Nadeln sind in B\u00fcscheln angeordnet. Im Winter werden die B\u00fcschel sogar noch enger an die Achse angelegt. Man hat dar\u00fcber hinaus festgestellt, da\u00df dadurch der Transpirationswiderstand in der Mitte noch st\u00e4rker zum Tragen kommt. Die Zirbe verschafft sich also selber Schatten und kommt dadurch nicht so schnell ins Schwitzen. Ferner untersuchte man die Wasserleitungen der Zirbe und ma\u00df die Leitf\u00e4higkeit des Holzes. Die Kan\u00e4le im Stamm und in den \u00c4sten k\u00f6nnen Risse bekommen. Wenn an den Nadeln zu viel Wasser verdunstet, ist diese Gefahr besonders gro\u00df. Ergebnis: Die Zirbe h\u00e4lt 4mal so viel Druck aus wie die Fichte, bevor ein Kanal im Innern des Holzes rei\u00dft. Sie verteilt den Stre\u00df einfach besser! Die Arve hat kleine, daf\u00fcr jedoch viele Gef\u00e4\u00dfe in ihrem Holz, einzelne Leitelemente, so da\u00df, falls doch St\u00f6rungen auftreten, diese auf kleine Bereiche beschr\u00e4nkt bleiben. Die Zirbelkiefer, dieser pr\u00e4chtige, majest\u00e4tische Baum, knorrig sowie unersch\u00fctterlich, mu\u00df sich wieder auf gr\u00f6\u00dferen Fl\u00e4chen entfalten. Wir alle sind verpflichtet ihren Lebensraum zu sch\u00fctzen. Denn nur so kann sie uns sch\u00fctzen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_33253\" aria-describedby=\"caption-attachment-33253\" style=\"width: 661px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/01_6CF3.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-33253\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/01_6CF3.jpg\" alt=\"Zirbe im Villn\u00f6\u00dftal, Dolomiten, S\u00fcdtirol\" width=\"661\" height=\"525\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/01_6CF3.jpg 661w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/01_6CF3-300x238.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-33253\" class=\"wp-caption-text\">Zirbe im Villn\u00f6\u00dftal, Dolomiten, S\u00fcdtirol<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch innerhalb der Fauna des Hochgebirges w\u00fcrden sich bei ungebremster Erderw\u00e4rmung gravierende Ver\u00e4nderungen ergeben. In diesem Fall mu\u00df damit gerechnet werden, da\u00df ca. 30 Prozent der alpinen Tierarten den Klimawandel nicht \u00fcberstehen werden und verschwinden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_33260\" aria-describedby=\"caption-attachment-33260\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/08_6DA6.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-33260 size-full\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/08_6DA6.jpg\" alt=\"Alpenschneehuhn im alpinen Gel\u00e4nde - mu\u00df bei zunehmender Erw\u00e4rmung immer h\u00f6here Gefilde aufsuchen (Foto: H. J. F\u00fcnfst\u00fcck, Garmisch-Partenkirchen)\" width=\"700\" height=\"422\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/08_6DA6.jpg 700w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/08_6DA6-300x181.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-33260\" class=\"wp-caption-text\">Alpenschneehuhn im alpinen Gel\u00e4nde &#8211; mu\u00df bei zunehmender Erw\u00e4rmung immer h\u00f6here Gefilde aufsuchen (Foto: H. J. F\u00fcnfst\u00fcck, Garmisch-Partenkirchen, www.5erls-naturfotos.de)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Betroffen w\u00e4ren z. B. das Alpenschneehuhn, der Schneehase und auch das Murmeltier, die allesamt empfindlich auf W\u00e4rme reagieren. Ein Temperaturunterschied von nur 1 Grad C entspricht in den Bergen einem H\u00f6henunterschied von rd. 200 m!<\/p>\n<p>Aber nicht allen Lebewesen ist auf Dauer damit gedient, wenn sie sich in h\u00f6here Gefilde zur\u00fcckziehen, wo die klimatischen Verh\u00e4ltnisse ihren Anspr\u00fcchen gen\u00fcgen. Im Fall es Alpenmurmeltiers bek\u00e4me diese Art beim Ausweichen in h\u00f6here Berglagen Probleme mit den Biotopverh\u00e4ltnissen. Denn um H\u00f6hlen bauen zu k\u00f6nnen, die f\u00fcr einen sicheren Winterschlaf tief genug sind, reicht die dort vorhandene Humusschicht nicht mehr aus.<\/p>\n<figure id=\"attachment_33258\" aria-describedby=\"caption-attachment-33258\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/06_6D75.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-33258\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/06_6D75.jpg\" alt=\"(Murmeltier, Charaktertier der Alpen, Quelle: Naturfoto Heinz Tuschl, Pentling)\" width=\"700\" height=\"455\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/06_6D75.jpg 700w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/06_6D75-300x195.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-33258\" class=\"wp-caption-text\">(Murmeltier, Charaktertier der Alpen, Quelle: Naturfoto Heinz Tuschl, Pentling)<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00c4hnlich betroffen sind Insekten, wie K\u00f6cherfliegenlarven, Hakenk\u00e4fer und Stelzm\u00fcckenlarven, die in Bergquellen leben. Denn weiter oben gibt es solche Quellen nicht mehr. Dramatische Ver\u00e4nderungen zeichnen sich daher ab. Die Temperaturschwankungen in den Quellen betragen normalerweise 2 bis 3 Grad. In den untersuchten Gebieten haben Biologen ca. 800 Tierarten gefunden, von denen 250 an diese Temperaturschwankungen angepa\u00dft sind. Diese Spezies werden aussterben, wenn sich die Temperaturen um 4 Grad erh\u00f6hen. Quellen werden zudem auch irgendwann weniger Wasser f\u00fchren.<\/p>\n<p>Aus S\u00fcdeuropa wandern aber auch Tierarten ein, die mit dem fr\u00fcheren Klima nicht zurechtkamen. Insektenarten, wie die Gottesanbeterin, sind bereits im Allg\u00e4u gesichtet worden. Ferner der farbenpr\u00e4chtige Bienenfresser, der aus den Tropen bzw. dem Mittelmeerraum stammt. Und im Gegensatz zu fr\u00fcher gibt es mittlerweile auch in 2000 m H\u00f6he schon die gef\u00fcrchteten Zecken.<\/p>\n<p>Welche alarmierenden Folgen der Klimawandel im Hochgebirge schon jetzt f\u00fcr die dortige Tierwelt hat, zeigt ferner ein Beispiel aus den italienischen Alpen: Hier kam es vor wenigen Jahren zu einem mysteri\u00f6sen Einbruch der Steinbockpopulation. Wie aus einem Artikel der renommierten Zeitschrift GEO zu ersehen ist, hatte sich der Bestand im kurzen Zeitraum halbiert, n\u00e4mlich von mehr als 4.000 auf 2.000 Individuen! Warum, blieb zun\u00e4chst ein R\u00e4tsel. Inzwischen, so hie\u00df es in dem Beitrag, erkl\u00e4ren Wissenschaftler den dramatischen R\u00fcckgang der Population mit der fr\u00fcher einsetzenden Vegetation. Gr\u00e4ser und Kr\u00e4uter sprie\u00dfen eher, sind aber genau zu jenem Zeitpunkt nur noch wenig nahrhaft, wenn der Steinbocknachwuchs sich abstillt. Die Zicklein sind dann zu schwach f\u00fcr das harte Leben im Hochgebirge. Und da sich das Klima auf der Alpens\u00fcdseite noch schneller erw\u00e4rmt als auf der Nordseite, findet auch das erwachsene Steinwild nur noch faserreiche Gr\u00e4ser, die kaum noch Proteine und andere wertvolle Inhaltsstoffe aufweisen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_33259\" aria-describedby=\"caption-attachment-33259\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/07_6D85.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-33259\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/07_6D85.jpg\" alt=\"Schneehuhn im Winterkleid - die Tarnfarbe bietet in schneefreier Umgebung keinen Schutz mehr. (Foto: Hans-J. F\u00fcnfst\u00fcck www.5erls-naturfotos.de)\" width=\"700\" height=\"454\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/07_6D85.jpg 700w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/07_6D85-300x195.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-33259\" class=\"wp-caption-text\">Schneehuhn im Winterkleid &#8211; die Tarnfarbe bietet in schneefreier Umgebung keinen Schutz mehr. (Foto: Hans-J. F\u00fcnfst\u00fcck www.5erls-naturfotos.de)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zu den Opfern der Klimaerw\u00e4rmung z\u00e4hlt auch die Alpen-Mosaikjungfer. Diese kommt nur in den Moorgebieten der Alpen und des Schwarzwaldes vor. Erst ab einer H\u00f6he von 700 Metern f\u00fchlte sich die Gro\u00dflibelle bislang wohl. Aber selbst dort wird es ihr allm\u00e4hlich zu warm. In den H\u00f6henlagen des Schwarzwaldes sind die Ausweichm\u00f6glichkeiten nach oben jedoch begrenzt. Bei 1.200 Meter sind die Gipfel erreicht. Erschwerend kommt hinzu, da\u00df die Libelle auf Moorgew\u00e4sser angewiesen ist und nicht auf andere Lebensr\u00e4ume ausweichen kann. Die Zahl der Moorgew\u00e4sser nimmt aber durch Trockenlegung rapide ab. Schon heute ist die Alpen-Mosaikjungfer deshalb im Schwarzwald vielerorts verschwunden. L\u00e4ngst steht sie auf der Roten Liste bedrohter Arten. Und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, da\u00df sie in Baden-W\u00fcrttemberg aussterben wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn in den letzten 2 bis 3 Jahrzehnten vom Klimawandel gesprochen und geschrieben wird, so ist damit in erster Linie der anthropogene, also menschengemachte Einflu\u00df auf das Klimasystem unserer Erde &hellip; <a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/auswirkungen-der-globale-erwaermung-auf-die-natur-unserer-alpen-auswirken-teil-ii\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eAuswirkungen der globalen Erw\u00e4rmung auf die Natur unserer Alpen. 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