{"id":31103,"date":"2015-01-05T21:03:23","date_gmt":"2015-01-05T20:03:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=31103"},"modified":"2015-01-05T21:07:24","modified_gmt":"2015-01-05T20:07:24","slug":"pressekonferenz-zwanzig-jahre-bahn-ausser-kontrolle-uns-brummt-gewaltig-der-schaedel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/pressekonferenz-zwanzig-jahre-bahn-ausser-kontrolle-uns-brummt-gewaltig-der-schaedel\/","title":{"rendered":"Pressekonferenz: \u201cZwanzig Jahre Bahn au\u00dfer Kontrolle \u2013 uns brummt gewaltig der Sch\u00e4del\u201d"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_31104\" aria-describedby=\"caption-attachment-31104\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-31104\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/GiBBahn.jpg\" alt=\"Auf einem Katerfr\u00fchst\u00fcck bilanzierten heute die Organisationen Gemeingut in B\u00fcrgerInnenhand (GiB), B\u00fcndnis \u201cBahn f\u00fcr Alle\u201d und B\u00fcrgerbahn statt B\u00f6rsenbahn (BsB) aktuelle Entwicklungen bei der DB AG und der Bahnpolitik. (foto: Klaus Ihlau)\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/GiBBahn.jpg 800w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/GiBBahn-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-31104\" class=\"wp-caption-text\">Auf einem Katerfr\u00fchst\u00fcck bilanzierten heute die Organisationen Gemeingut in B\u00fcrgerInnenhand (GiB), B\u00fcndnis \u201cBahn f\u00fcr Alle\u201d und B\u00fcrgerbahn statt B\u00f6rsenbahn (BsB) aktuelle Entwicklungen bei der DB AG und der Bahnpolitik. (foto: Klaus Ihlau)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.gemeingut.org\/2015\/01\/pressekonferenz-zwanzig-jahre-bahn-ausser-kontrolle-uns-brummt-gewaltig-der-schaedel\/\" target=\"_blank\">Gemeinsame Pressemitteilung<\/a> der Organisationen Gemeingut in B\u00fcrgerInnenhand (GiB), B\u00fcndnis \u201cBahn f\u00fcr Alle\u201d und B\u00fcrgerbahn statt B\u00f6rsenbahn (BsB)<\/strong><\/p>\n<p>Berlin, den 5. Januar 2015: Auf einem Katerfr\u00fchst\u00fcck bilanzierten heute die Organisationen Gemeingut in B\u00fcrgerInnenhand (GiB), B\u00fcndnis \u201cBahn f\u00fcr Alle\u201d und B\u00fcrgerbahn statt B\u00f6rsenbahn (BsB) aktuelle Entwicklungen bei der DB AG und der Bahnpolitik. Insbesondere warnten sie vor einem neuen Anlauf zur Entwertung der Bahn Card 50 durch die DB AG und zur Bahnprivatisierung durch die gro\u00dfe Koalition.<\/p>\n<p>Dazu Carl Wa\u00dfmuth, Sprecher von Gemeingut in B\u00fcrgerInnenhand:<\/p>\n<blockquote><p>\u201e<i>Das Vorhaben <\/i><i>\u2018<\/i><i>Bahnprivatisierung<\/i><i>\u2018<\/i><i> -schon seit 2008 beschlossen- lag auf Eis <\/i><i>\u2018<\/i><i>wegen der Situation auf den Finanzm\u00e4rkten<\/i><i>\u2018<\/i><i>. Nun wird es wieder herausgeholt. Minister Dobrindt auf Seiten der Bundesregierung und Ex-Minister Pofalla auf Seiten der DB AG sollen offenbar noch in diesem Jahr 24,9 Prozent der Transportsparte verkaufen oder \u00fcber einen Aktientausch an einen privaten Investor geben.\u201c Eine solche Option h\u00e4tte erneut den erbitterten Widerstand Aller an einer nachhaltigen Mobilit\u00e4tspolitik und Klimaschutzpolitik interessierten Organisationen zur Folge. Sie w\u00fcrde erneut kapitalmarktfixierte Fehlentscheidungen zur Folge haben, mit einer Vernachl\u00e4ssigung des Netzes und Fahrzeugparks und einem weiteren R\u00fcckzug aus der Fl\u00e4che.\u201c<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p><span class=\"CahootsID_0034 tooltipstered\"><span class=\"CahootsID_0034 tooltipstered\">Winfried Wolf<\/span><\/span>, Verkehrsexperte und Mitbegr\u00fcnder des B\u00fcndnisses \u201eBahn f\u00fcr Alle\u201c hat die Pl\u00e4ne zur sogenannten Weiterentwicklung der BahnCard untersucht:<\/p>\n<blockquote><p>\u201e<i>Geplant ist nicht eine Weiterentwicklung, sondern die Aush\u00f6hlung und faktische Abschaffung der Mobilit\u00e4tskarte BahnCard 50 zugunsten der Rabattmarke BahnCard25 und den verwirrenden Sonderpreisaktionen. Auch beim ersten Anlauf zur Bahnprivatisierung war die Reform des Preissystems mit dem sog. PEP ein wichtiger Baustein mit fatalen Folgen. Es kam zu massiven Fahrgastverlusten im Fernverkehr. Fahrg\u00e4ste sollten umerzogen werden, um die Auslastung zu verbessern. Die Einfachheit und Flexibilit\u00e4t des Bahnfahrens wurde beschnitten. Erst der breite Widerstand konnte das PEP- Preissystem stoppen. Wer einen Neuaufguss solcher Rezepte versucht, wird erneut scheitern und die Marktposition der Bahn schw\u00e4chen. Vorbild der Preispolitik sollte die Schweiz sein, die mit ihrer BC 50 (Haltax-Abo) und ihrem Generalabo um ein Vielfaches erfolgreicher ist als die DB AG.\u201c<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Professor Heiner Monheim. Mitglied der Gruppe von Bahnexperten \u201eB\u00fcrgerbahn statt B\u00f6rsenbahn\u201c, warnt davor, dass die dringend n\u00f6tige Verkehrswende durch eine falsche Tarifpolitik und einen neuerlichen Versuch der Bahnprivatisierung versperrt werde:<\/p>\n<blockquote><p>\u201e<i>Deutschland braucht eine Verkehrswende dringender denn je. Dazu brauchen wir ein einfaches Tarifsystem, das m\u00f6glichst viele Dauerkunden bindet und die komplette Mobilit\u00e4tskette einbezieht. BahnCard 50 oder 100 f\u00fcr alle muss das Ziel sein, nach dem Vorbild des Generalabo und Halbtaxabo der Schweiz. Dann kommt es zu massenhaftem Umsteigen von der Stra\u00dfe auf die Schiene. Aus dem Stauland Deutschland wird wieder ein Bahnland. Hierf\u00fcr muss sich der Bund angemessen engagieren. Mit einem Fernbahngesetz mit guten Bedienungsstandards, vielen Knoten und dem integralen Deutschlandtakt. Wer statt dessen nur auf Gro\u00dfprojekte wie Stuttgart 21 setzt, weiter mit einem Bahnb\u00f6rsengang \u201ez\u00fcndelt\u201c f\u00fcr Teilverk\u00e4ufe und andere Formen der Bahnprivatisierung und sich mehr im Ausland als in Deutschland engagiert, macht eine Verkehrswende dauerhaft unm\u00f6glich.\u201c<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Organisationen k\u00fcndigen an, einen neuen Anlauf zur Bahnprivatisierung und zur Kannibalisierung der BC 50 mit einer eigenen Kampagne zu verhindern. Im Detail verweisen sie auf die folgenden aktuellen Texte:<\/p>\n<p><b>Knierim, Wa\u00dfmuth, Wolf: <a href=\"http:\/\/www.gemeingut.org\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Bahnprivatisierung-2015-WW_BK_CW.pdf\" target=\"_blank\">Die Bundesregierung plant f\u00fcr 2015 die Bahnprivatisierung (Berlin, 2015)<\/a><br \/>\n<\/b><\/p>\n<p><b><span class=\"CahootsID_0034 tooltipstered\"><span class=\"CahootsID_0034 tooltipstered\">Winfried Wolf<\/span><\/span>: <a href=\"http:\/\/www.gemeingut.org\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/BC50-BsB-Dossier-WW.pdf\" target=\"_blank\">Das Projekt Abschaffung der BahnCard50 und die Aktualit\u00e4t der Bahnprivatisierung 2015 \u2013 14 Thesen (Wilhemshorst, 2015)<\/a><br \/>\n<\/b><\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Noch bis 12. Januar 2015 kann <a href=\"http:\/\/www.gemeingut.org\/2014\/03\/unsere-bahn-muss-wieder-unter-demokratische-kontrolle\/\" target=\"_blank\">der Aufruf f\u00fcr die Demokratisierung der Bahn<\/a> unterzeichnet werden. N\u00e4chste Woche wird der Aufruf und die Unterschriften der Bundeskanzlerin Merkel \u00fcberreicht.<\/strong><\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Gemeingut in B\u00fcrgerInnenhand (GiB)<\/strong> tritt ein f\u00fcr die Bewahrung und Demokratisierung \u00f6ffentlicher Einrichtungen der Daseinsvorsorge ein. Gemeing\u00fcter wie Wasser, Bildung, Mobilit\u00e4t, Energie und vieles andere soll zur\u00fcckgef\u00fchrt werden unter demokratische Kontrolle. Ein inhaltlicher Schwerpunkt unserer Arbeit gegen Privatisierung ist die Aufkl\u00e4rung \u00fcber PPP. GiB ist Teil von Bahn f\u00fcr Alle, des breiten B\u00fcndnisses gegen die Bahnprivatisierung. Gemeingut in B\u00fcrgerInnenhand (GiB) e.V., Weidenweg 37, 10249 Berlin, Tel.: 030 37 300 442, Mehr Infos: <a href=\"http:\/\/www.gemeingut.org\/\" target=\"_blank\">www.gemeingut.org<\/a><\/p>\n<p><strong>B\u00fcrgerbahn statt B\u00f6rsenbahn (BsB)<\/strong> ist ein Zusammenschluss von Bahnexperten (Michael Bienick, Prof. Dr. Karl-Dieter Bodack, Thilo Boehmer, Peter Conradi, Dr. Christoph Engelhardt, Klaus Gietinger, Johannes Hauber, Eberhard Happe, Prof. Dr. Wolfgang Hesse, Andreas Kegrei\u00df, Andreas Kleber, Dr. Bernhard Knierim, Thomas Kraft, Karl-Heinz Ludewig, Prof. Dr. Heiner Monheim, Prof. Dr. J\u00fcrgen Rochlitz, Roland Schuster, Gangolf Stocker, Dr. <span class=\"CahootsID_0034 tooltipstered\"><span class=\"CahootsID_0034 tooltipstered\">Winfried Wolf<\/span><\/span>). BsB ist Teil von Bahn f\u00fcr Alle, des breiten B\u00fcndnisses gegen die Bahnprivatisierung.<\/p>\n<p><strong>\u201eBahn f\u00fcr Alle\u201c<\/strong> setzt sich ein f\u00fcr eine bessere Bahn in \u00f6ffentlicher Hand. Im B\u00fcndnis sind die folgenden 20 Organisationen aus Globalisierungskritik, Umweltorganisationen, politischen Jugendverb\u00e4nden und Gewerkschaften vertreten: Attac, autofrei leben!, Bahn von unten, BUND, Bundesverband B\u00fcrgerinitiativen Umweltschutz BBU, B\u00fcrgerbahn statt B\u00f6rsenbahn, Gemeingut in B\u00fcrgerInnenhand, Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten, Gr\u00fcne Jugend, GR\u00dcNE LIGA, IG Metall, Jusos in der SPD, Linksjugend Solid, NaturFreunde Deutschlands, ProBahn Berlin-Brandenburg, ROBIN WOOD, Sozialistische Jugend Deutschlands \u2013 Die Falken, Umkehr, VCD Brandenburg und Ver.di. Mehr Infos: <a href=\"http:\/\/www.bahn-fuer-alle.de\/\" target=\"_blank\">www.bahn-fuer-alle.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsame Pressemitteilung der Organisationen Gemeingut in B\u00fcrgerInnenhand (GiB), B\u00fcndnis \u201cBahn f\u00fcr Alle\u201d und B\u00fcrgerbahn statt B\u00f6rsenbahn (BsB) Berlin, den 5. 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