{"id":30514,"date":"2014-11-19T06:18:45","date_gmt":"2014-11-19T05:18:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=30514"},"modified":"2014-11-19T06:58:12","modified_gmt":"2014-11-19T05:58:12","slug":"groesstes-anbaugebiet-in-europa-weihnachtsbaum-und-schnittgruen-flaechen-im-hochsauerlandkreis-exakte-groessenangabe-ist-dem-hsk-nicht-bekannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/groesstes-anbaugebiet-in-europa-weihnachtsbaum-und-schnittgruen-flaechen-im-hochsauerlandkreis-exakte-groessenangabe-ist-dem-hsk-nicht-bekannt\/","title":{"rendered":"Gr\u00f6\u00dftes Anbaugebiet in Europa? Weihnachtsbaum- und Schnittgr\u00fcn-Fl\u00e4chen im Hochsauerlandkreis \u2013 Exakte Gr\u00f6\u00dfenangabe ist dem HSK nicht bekannt."},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_28887\" aria-describedby=\"caption-attachment-28887\" style=\"width: 596px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-28887\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Weihnachtsbaumkulturen20140609.jpg\" alt=\"Weihnachtsbaumkulturen, wie hier in Siedlinghausen, pr\u00e4gen mehr und mehr das Lanschaftsbild des Hochsauerlandkreise. (archiv: zoom)\" width=\"596\" height=\"303\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Weihnachtsbaumkulturen20140609.jpg 596w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Weihnachtsbaumkulturen20140609-300x152.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 596px) 85vw, 596px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-28887\" class=\"wp-caption-text\">Weihnachtsbaumkulturen, wie hier in Siedlinghausen, pr\u00e4gen mehr und mehr das Landschaftsbild des Hochsauerlandkreise. (archiv: zoom)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Etwa 30 Prozent der Weihnachtsb\u00e4ume in Deutschland werden im Sauerland angebaut. Das schreibt der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) auf seinen Web-Seiten. Weiter hei\u00dft in der Ver\u00f6ffentlichung, S\u00fcdwestfalen sei mit sch\u00e4tzungsweise 18.000 ha Anbaufl\u00e4che vermutlich das gr\u00f6\u00dfte Anbaugebiet f\u00fcr Weihnachtsb\u00e4ume und Schmuckreisig in Europa.<\/strong><\/p>\n<p><em>(Der Artikel ist ebenfalls <a href=\"http:\/\/sbl-fraktion.de\/?p=5103\" target=\"_blank\">auf der Website der Sauerl\u00e4nder B\u00fcrgerliste<\/a> erschienen.)<\/em><\/p>\n<p><strong>Anfrage der Sauerl\u00e4nder B\u00fcrgerliste<\/strong><br \/>\nDie Kreistagsfraktion Sauerl\u00e4nder B\u00fcrgerliste (SBL\/FW) sieht die fortlaufende \u201eMonokultisierung\u201c des Sauerlands mit Sorgen. Nicht nur das eint\u00f6nige Landschaftsbild, auch Umweltsch\u00e4den sind die Folge des Weihnachtsbaum-Booms.<\/p>\n<p>Darum richtete die SBL\/FW am 30. Oktober 2014 einen Fragenkatalog zu den \u201eWeihnachtsbaum- und Schnittgr\u00fcn-Fl\u00e4chen im Hochsauerlandkreis\u201c an Landrat Dr. Schneider. Die Antwort mit Datum vom 07.11.2014 liegt der SBL nun vor.<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung der Antwort des HSK<\/strong><br \/>\nDie Untere Landschaftsbeh\u00f6rde kann die Gr\u00f6\u00dfe der gesamten Weihnachtsbaum- und Schnittgr\u00fcn-Fl\u00e4chen nicht exakt benennen.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu den Sch\u00e4tzungen der LWL geht der HSK von \u201enur\u201c rund 15.000 ha und nicht von 18.000 ha Anbaufl\u00e4che aus.<\/p>\n<p>Kleinere Fl\u00e4chen mit einem Gesamtumfang von weniger als 2 ha Waldfl\u00e4che bed\u00fcrfen laut dem im Jahr 2013 ge\u00e4nderten Landesforstgesetz NW \u2013 im Gegensatz zu gr\u00f6\u00dferen Fl\u00e4chen \u2013 keiner Waldumwandlungsgenehmigung durch das zust\u00e4ndige Forstamt.<\/p>\n<p>Die \u201eHotspots\u201c der Weihnachtsbaumkulturen liegen in der Stadt Schmallenberg und in den Gemeinden Bestwig und Eslohe.<\/p>\n<p>Seit 2011 ist eine Fl\u00e4che von rund 50 ha f\u00fcr Weihnachtsb\u00e4ume und Schnittgr\u00fcn au\u00dferhalb des Waldes neu genehmigt worden.<\/p>\n<p>Im Raum Nuttlar ist aktuell eine weitere Fl\u00e4che (nicht benannter Gr\u00f6\u00dfe) geplant.<br \/>\nZur Anzahl der produzierenden Betriebe und der Arbeitskr\u00e4fte macht der HSK keine Angaben.<br \/>\nZur Frage nach den im HSK angebauten \u201e\u00d6ko-Weihnachtsb\u00e4umen\u201c verweist der HSK an die Landwirtschaftskammer.<\/p>\n<p><strong>Die Antwort des HSK komplett<\/strong><br \/>\nUnd f\u00fcr alle die das Schreiben der Unteren Landschaftsbeh\u00f6rde von A bis Z lesen m\u00f6chten, hier die Antwort vom 07.11.2014 in voller L\u00e4nge:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u201eSehr geehrter Herr Loos,<\/p>\n<p>Ihre Anfrage beantworte ich nachfolgend wie folgt:<\/p>\n<p>1. Wie gro\u00df sind die Fl\u00e4chen f\u00fcr den Weihnachtsbaum\u2014 und Schmuckreisig-Anbau im HSK insgesamt? Wie gro\u00df sind die Fl\u00e4chen in den einzelnen St\u00e4dten und Gemeinden?<\/p>\n<p>Die Anlage von Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen unterlag vor 1980 keiner Genehmigungspflicht. Im Zeitraum von 1980 bis zum 28.02.1987 wurde die Neuanlage von Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen au\u00dferhalb des Waldes forstrechtlich genehmigt. Zum 01.03.1987 ging die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Genehmigung von au\u00dferhalb des Waldes liegenden Fl\u00e4chen auf die Untere Landschaftsbeh\u00f6rde (ULB) des HSK \u00fcber. Bei der Neuanlage von Weihnachtsbaum- und Schmuck-reisigkulturen im Wald, die keiner Genehmigung bedurften, wurde der HSK nicht beteiligt. Im Dez. 2013 wurde das Landesforstgesetz NW in der Form ge\u00e4ndert, dass nunmehr Weihnachtsbaumkulturen nicht mehr als Wald im Sinne des Gesetzes gelten und somit die Anlegung von Weihnachtsbaumkulturen im Wald einer Waldumwandlungsgenehmigung durch das Forstamt bed\u00fcrfen (Ausnahme: Gesamtumfang von weniger als 2 ha Waldfl\u00e4che eines Waldbesitzers).<br \/>\nIn dieser mehrfach ver\u00e4nderten Genehmigungspraxis f\u00fcr Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkultu-ren sowie vieler R\u00fcckf\u00fchrungen in andere Nutzungsformen ist letztendlich<br \/>\nbegr\u00fcndet, dass eine exakte Gr\u00f6\u00dfenangabe f\u00fcr die Gesamtfl\u00e4che aller im HSK bestehenden Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen nicht vorliegt. Nach Kenntnis der Unteren Landschaftsbeh\u00f6rde d\u00fcrfte sich die Gesamtgr\u00f6\u00dfe der Weihnachtsbaum und Schmuckreisigkulturen im HSK au\u00dferhalb des Waldes insgesamt auf ca. 10.000 ha belaufen. Ca. 2.500 ha dieser Fl\u00e4chen wurden landschaftsrechtlich genehmigt. Etwa 4.000 ha der Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen liegen im Wald. Die Fl\u00e4chen im Wald sind in erster Linie auf Kyrill-Fl\u00e4chen angelegt worden. Weihnachtsbaumkulturen sind kreisweit anzutreffen; in der Stadt Schmallenberg bzw. den Gemeinden Bestwig und Eslohe ist der Anteil aber deutlich erh\u00f6ht. Informationen \u00fcber die genaue Fl\u00e4cheninanspruchnahme in den jewei-ligen Kommunen liegen dem HSK nicht vor.<\/p>\n<p>2. Wie gro\u00df sind die Anbaufl\u00e4chen, die in den Jahren 2011, 2012, 2013 bis heute dazu gekommen bzw. neu ausgewiesen worden sind, und wo sind weitere Weihnachtsbaum und Schnittgr\u00fcn-Plantagen in Planung?<\/p>\n<p>Von Beginn 2011 bis heute wurden landschaftsrechtlich rund 50 ha neue Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen au\u00dferhalb des Waldes genehmigt und aktuell ist eine Kulturfl\u00e4che im Raum Nuttlar geplant.<\/p>\n<p>3. Wie viel Prozent der bestehenden und der neu hinzukommenden Weihnachtsbaum- und Schmuckreisig-Fl\u00e4chen befinden sich in W\u00e4ldern bzw. auf fr\u00fcheren Waldfl\u00e4chen, wie viele auf Fl\u00e4chen ehemaliger Wiesen und \u00c4cker?<\/p>\n<p>s. Frage 1<\/p>\n<p>4. Wie viele Weihnachtsbaum-Betriebe bzw. -Unternehmer produzieren im HSK? Wo sind diese Betriebe ans\u00e4ssig?<br \/>\nund<br \/>\n5. Wie viele Arbeiter und Angestellte besch\u00e4ftigen diese Unternehmen sozialversicherungspflichtig und dauerhaft, wie viele als Minijobber oder Saison-Arbeiter aus Deutschland<br \/>\noder dem Ausland?<\/p>\n<p>Zu diesen Fragen liegen dem HSK keine Informationen vor.<\/p>\n<p>6. Wie hoch ist der Prozentsatz der B\u00e4ume, die im HSK als \u201eBio-B\u00e4ume\u201d angebaut und verkauft werden?<br \/>\nWelchen Kriterien m\u00fcssen die \u201e\u00d6ko-B\u00e4ume\u201d entsprechen?<br \/>\nWie wird sichergestellt, dass sie nicht doch mit Chemikalien behandelt werden?<\/p>\n<p>\u00dcber die Anteile von Biob\u00e4umen an der Gesamtproduktion liegen der Unteren Landschaftsbeh\u00f6rde des HSK keine Daten vor, ebenso wenig \u00fcber die Kriterien der Erzeugung von Biob\u00e4umen und \u00fcber die Verhinderung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln in diesen \u201eBiokulturen\u201d. F\u00fcr weitere Infor-mationen zu Bio- bzw. \u00d6koweihnachtsb\u00e4umen steht die Landwirtschaftskammer als Ansprechpartner zur Verf\u00fcgung.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Etwa 30 Prozent der Weihnachtsb\u00e4ume in Deutschland werden im Sauerland angebaut. Das schreibt der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) auf seinen Web-Seiten. Weiter hei\u00dft in der Ver\u00f6ffentlichung, S\u00fcdwestfalen sei mit sch\u00e4tzungsweise &hellip; <a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/groesstes-anbaugebiet-in-europa-weihnachtsbaum-und-schnittgruen-flaechen-im-hochsauerlandkreis-exakte-groessenangabe-ist-dem-hsk-nicht-bekannt\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eGr\u00f6\u00dftes Anbaugebiet in Europa? Weihnachtsbaum- und Schnittgr\u00fcn-Fl\u00e4chen im Hochsauerlandkreis \u2013 Exakte Gr\u00f6\u00dfenangabe ist dem HSK nicht bekannt.\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":25,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[80,549],"tags":[4789,1372],"class_list":["post-30514","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lokales","category-umwelt","tag-anfrage-sbl","tag-weihnachtsbaumkulturen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30514","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/25"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=30514"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30514\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30514"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=30514"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=30514"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}