{"id":27351,"date":"2014-02-05T07:46:10","date_gmt":"2014-02-05T06:46:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=27351"},"modified":"2014-02-06T08:32:08","modified_gmt":"2014-02-06T07:32:08","slug":"peter-buerger-nellius-immer-absurder-revisionistische-erinnerungspolitik-ohne-blassen-schimmer-von-der-geschichte-des-koelnischen-sauerlandes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/peter-buerger-nellius-immer-absurder-revisionistische-erinnerungspolitik-ohne-blassen-schimmer-von-der-geschichte-des-koelnischen-sauerlandes\/","title":{"rendered":"Peter B\u00fcrger: \u201eNellius \u2013 immer absurder\u201c &#8211; Revisionistische Erinnerungspolitik \u2013 ohne blassen Schimmer von der Geschichte des k\u00f6lnischen Sauerlandes"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_27354\" aria-describedby=\"caption-attachment-27354\" style=\"width: 135px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Angela_Autsch\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-27354 \" alt=\"Maria Autsch\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Angela_Autsch.jpg\" width=\"135\" height=\"176\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-27354\" class=\"wp-caption-text\">Ein echtes Vorbild: Maria Autsch, \u201eDie Nonne von Ausschwitz\u201c (foto: ***)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Seit zwei Tagen nimmt die Nellius-Debatte immer absurdere Formen an. Nur die substantiell wichtigsten 30 Seiten der neuen, <a href=\"http:\/\/www.sauerlandmundart.de\/pdfs\/daunlots%2069.pdf\" target=\"_blank\">frei im Internet abrufbaren Studie<\/a> scheinen dabei keine Rolle mehr zu spielen.<\/strong><\/p>\n<p>(<em>Gastbeitrag von Peter B\u00fcrger, siehe auch <a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=27237\" target=\"_blank\">hier im Blog<\/a><\/em>)<\/p>\n<p>Seit gestern wird von uns Forschenden verlangt, Georg Nellius mindestens als direkten Massenmord-Mittotschl\u00e4ger vorzuf\u00fchren, obwohl wir doch nur 23 Forellen als Mordopfer vorweisen k\u00f6nnen, die wegen seines Zorns \u00fcber \u201eVollblutjuden\u201c-Musik im Radio dran glauben mussten. Grotesker kann es wirklich nicht mehr werden &#8230; Die Verharmlosung von rassistischem Antisemitismus, die sich im \u201eUrteil\u201c \u00fcber die neuen Forschungserkenntnisse offenbart, beunruhigt mich zutiefst.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDer als Nellius-Rechtfertigung angef\u00fchrte Verweis auf die aktuelle Ausgabe des \u201eSpiegels\u201c (Nr. 6\/2014, S. 46) sollte sich f\u00fcr jeden denkenden Menschen als Vergleich von selbst erledigen. Der Verweis auf den Pl\u00f6tzensee-Inhaftierten Heinrich L\u00fcbke ist geradezu perfide, denn selbst der Historiker Jens-Christian Wagner bescheinigt L\u00fcbke in seiner denkbar kritischen Arbeit, im Gegensatz zur gro\u00dfen Mehrheit der Bev\u00f6lkerung mit der NSDAP nie etwas im Sinn gehabt zu haben. Heilig kann man den Bundespr\u00e4sidenten aus dem Sauerland heute nicht mehr sprechen, aber man erspare uns, ihn mit Nellius zu vergleichen!<\/p>\n<p>Auch Christine Koch, die dem Dritten Reich zeitweilig sehr zugetan war, l\u00e4sst sich als entlastender Vergleich zu Nellius nicht anf\u00fchren: Nicht die kleinste Spur f\u00fcr Antisemitismus gibt es bei ihr (es war der Dichterin \u201eein guter Jude lieber als ein schlechter Christ\u201c). Als Anw\u00e4ltin der Menschen auf der Stra\u00dfe (\u201eK\u00f6tten\u201c sowie Roma und Sinti eingeschlossen) tritt sie in Dichtung und Lebenspraxis hervor: Die Ausgesto\u00dfenen und Verachteten, sie alle haben \u201eMenschenrecht \u2013 mit Gottes Siegel als Schutz und Riegel\u201c! Christine Kochs bereitwillige Anpassung an die sogenannte \u201eneue Zeit\u201c darf keiner vertuschen oder verharmlosen. Aber eine NSDAP-Frau oder Antisemitin war diese von Josefa Berens als naiv-fromm betrachtete Katholikin ganz sicher nicht!<\/p>\n<p><strong>Auftakt zur Geschichtsaufarbeitung in den 1980er Jahren<\/strong><\/p>\n<p>Im Hochsauerland hat als Pionier eigentlich erst der CDU-Mann Ulrich Hillebrand aus Meschede eine kritische Erforschung der NS-Zeit systematisch angepackt. Als Freund hat er mir die Augen ge\u00f6ffnet, wie gro\u00df die Verdr\u00e4ngung all die Jahrzehnte gewesen sein muss. Ulrich war bei den Forschungen schon krebskrank; ein Auszug der Arbeiten ist erst nach seinem Tod als Buch \u201eDas Sauerland unterm Hakenkreuz\u201c (1989) erschienen. Wegbereiter und fr\u00fche Parteizellen der NSDAP werden hier \u2013 mit durchgehender Namensnennung \u2013 f\u00fcr den Altkreis Meschede dargestellt. So mancher Dorfchronik in der Landschaft t\u00e4te es noch immer gut, heute um \u00e4hnliche Kapitel bereichert zu werden.<\/p>\n<p>1988 erschien der Katalog zur Ausstellung \u201eDas Hakenkreuz im Sauerland\u201c des Museums in Schmallenberg-Holthausen. Der Museumsvorsitzende R\u00f6tger Belke-Grobe hatte das \u201egr\u00f6\u00dfte Verbrechen des Hitler-Regimes\u201c \u2013 \u201edie Ermordung der Juden\u201c \u2013 im Auge. Aber er wollte als CDU-Politiker und Anti-Linker auch vermitteln, dass es bei aller Anpassungsbereitschaft in den D\u00f6rfern des k\u00f6lnischen Sauerlandes doch auch eine Besonderheit gab: die zahlreichen Anti-Nazis besonders im kirchlichen Bereich und aus der alsbald kaltgestellten katholischen Zentrums-Partei. Ich selbst bin durchaus kein Anh\u00e4nger der CDU, bei der ich als Jugendlicher allerdings eine solide demokratische Grundausbildung mit sozialer Ausrichtung erhalten habe. Ich w\u00fcrde jedoch jederzeit mit Herzblut im Sinne Belke-Grobes ein sauerl\u00e4ndisches Geschichtskapitel schreiben, dass die antifaschistischen Vorbilder aus der CDU-Vorl\u00e4uferpartei Zentrum w\u00fcrdigt. Hier geht es wirklich um eine Besonderheit der katholischen Landschaft, mithin unbedingt um eine Frage von \u201eSauerlandpatriotismus\u201c.<\/p>\n<p>Wie strohdumm und ignorant w\u00e4re es demgegen\u00fcber, wenn man heute noch immer die 1933-1944 von den Nazis propagierten \u201eSauerlandgr\u00f6\u00dfen\u201c Maria Kahle, Josefa Berens-Totenohl oder Georg Nellius verteidigt oder \u00f6ffentlich auf Stra\u00dfenschildern ehrt. Diese rechtsextremistischen Antisemiten waren schon in der Weimarer Republik Gegner jener Vorbilder, auf die wir stolz sein k\u00f6nnten. Sie haben unserer Landschaft zur Zeit des Faschismus wahrlich keine Ehre bereitet \u2013 sondern Schande.<\/p>\n<p><strong>FDP-Politiker Dieter-Julius Cronenberg 1988 \u2013 Geschichte der Juden<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Schirmherr der Holthausener Ausstellung von 1988 war \u00fcbrigens der FDP-Politiker Dieter-Julius Cronenberg, damals Vizepr\u00e4sident des Deutschen Bundestages. Im Geleitwort zur Ausstellung schrieb er als Vertreter des antifaschistischen Konsenses aller Demokraten: \u201eEs geht um den Versuch, in regionalem Rahmen das Geschehen zwischen 1933 und 1945 im kurk\u00f6lnischen Sauerland zu kl\u00e4ren. Daf\u00fcr gibt es zwei Anl\u00e4sse. Zum einen erschien 1938 die Gaugeschichte Westfalen-S\u00fcd unter dem Titel &#8222;Kampf und Sieg&#8220;. Zum anderen j\u00e4hrt sich zum 50. Mal das Judenpogrom des 10. November 1938. Die gesch\u00f6nte Parteihistorie steht im bewussten Gegen\u00fcber zur Tatsache, dass auch bei uns im Sauerland die j\u00fcdischen Mitb\u00fcrger verfolgt und ihre Synagogen einge\u00e4schert wurden &#8230;\u201c.<\/p>\n<p>Ich will mich nicht festlegen, aber ich glaube: Die F\u00fclle der von unerm\u00fcdlichen Lokalforschern des Sauerlandes in den letzten 25 Jahren vorgelegten Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Juden in unserer Landschaft ist vorbildlich. Die vielen \u2013 fast durchgehend ehrenamtlich forschenden \u2013 Autoren haben sich ber\u00fchren lassen: sechs Millionen Juden wurden ermordet, und viele von ihnen haben vor der Deportation eben auch in unseren D\u00f6rfern und Stra\u00dfen gelebt. Diese Heimatforscher haben gewusst, dass die Erinnerung an die Shoa unser Geschick als Menschen so sehr betrifft, dass es in keiner Generation ein Vergessen geben darf. Auch ihr Werk ehrt die sauerl\u00e4ndischen Gemeinwesen!<\/p>\n<p>Einige Streiter, die sich jetzt im Rahmen der Nellius-Debatte zu Wort melden und kritische Forschungen auf das Format eines kleinen \u201eZusatzt\u00e4felchen\u201c mit ein oder zwei S\u00e4tzen zurechtstutzen wollen, sollten bedenken, dass sie damit einer Verharmlosung von Judenfeindlichkeit \u2013 m\u00f6glicherweise auch wider Willen \u2013 den Weg bereiten.<\/p>\n<p><strong>Paul Tigges: Jugendjahre unter Hitler \u2013 Jahrzehnte der Verdr\u00e4ngung<\/strong><\/p>\n<p>Als Pionier sauerl\u00e4ndischer Faschismus-Forschung ist noch unbedingt der in Fredeburg geborene Paul Tigges (1922-2006) zu nennen. Er war in Lennestadt CDU-Kommunalpolitiker und Leiter des kath. Gymnasiums \u201eMaria K\u00f6nigin\u201c. Mit seinem Buch \u201eJugendjahre unter Hitler\u201c (1984) schenkt er uns Einblicke in die Erfahrungen einer widerst\u00e4ndige Generation junger sauerl\u00e4ndischer Katholiken, die er 2003 zusammen mit dem Arnsberger Pax-Christi-Mann Karl F\u00f6ster auch im Werk \u201eKatholische Jugend in den H\u00e4nden der Gestapo\u201c erschlossen hat. An Tigges kommt keiner vorbei, der im Sauerland den Blick auf die Jahre 1933-1945 nicht f\u00fcr nutzlose \u201eStaubwedelei\u201c h\u00e4lt. Durchaus im Sinne Belke-Grobes betont er als Heimatpatriot das Besondere, die Unangepasstheit des katholischen Milieus. Aber \u2013 aus eigener Anschauung \u2013 kennt er auch die L\u00fcgen nach 1945. Die willige Zusammenarbeit mit den Nazis, die Kollaboration aus Schw\u00e4che oder Eigennutz, will er nicht verschweigen.<\/p>\n<p>Diesbez\u00fcglich findet man viele interessante Kapitel in seinem Buch \u201eDie Nonne von Auschwitz\u201c (1992). Verschl\u00fcsselt \u2013 f\u00fcr Kenner der Literatur aber zumindest teilweise entschl\u00fcsselbar \u2013 schildert Tigges darin gleich am Anfang die Entwicklungsgeschichte der oben genannten Holthausener Ausstellung von 1988. Da will gar jemand ganz vorne mitmischen, der als Sch\u00fcler \u201emarkige Spr\u00fcche von Glauben und F\u00fchrer\u201c geklopft hat. Das gef\u00e4llt Tigges nicht. Bezeichnend ist, welche Angst der Autor noch 1992 hatte, Namen zu nennen.<\/p>\n<p>Mit seiner Dissertation \u201eKatholische Milieu und Nationalsozialismus\u201c (1993) hat Arnold Klein aufgezeigt, dass das unangepasste k\u00f6lnische Sauerland keineswegs per se schon widerst\u00e4ndig war (auch die katholischen M\u00e4rtyrer waren eben Ausnahmen). Eingel\u00f6st w\u00e4ren die Forderungen von Tigges erst, wenn sich eine kritische Arbeit noch weitgehender das bereitwillige Mittun in der \u201eneuen Zeit\u201c unter die Lupe nimmt. Soviel steht fest: Die sauerl\u00e4ndischen Nazis kam nicht von einem anderen Stern und waren zumeist auch r\u00f6misch-katholisch. Es gab deutliche Unterschiede von Dorf zu Dorf \u2013 und es gab im Vergleich sogar ausgesprochen \u201ebraune D\u00f6rfer\u201c mit schwarzer T\u00fcnche.<\/p>\n<p>Das Buch \u201eDie Nonne von Ausschwitz\u201c von Paul Tigges handelt \u00fcbrigens von der Ordensfrau Maria Autsch, die am 23.12.1944 im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau gestorben ist. Wenn in ihrer sauerl\u00e4ndischen Herkunftsheimat die Kommunalpolitiker so wach sind wie in Eslohe, Olsberg, Sundern oder Arnsberg, dann wird es in Finnentrop auf Antrag einer \u201eF\u00dcR\u201c-Fraktion bald \u2013 statt der Kahle- oder Berens-Stra\u00dfe \u2013 eine Maria-Autsch-Stra\u00dfe geben (sowie ebenfalls ein Stra\u00dfenschild mit dem Namen des in Finnentrop-Lenhausen geborenen Alexander Haindorf, dem ber\u00fchmtesten Juden unserer Heimat). \u00dcberf\u00e4llig wie nur irgendetwas, mehr kann man dazu nicht sagen &#8230;<\/p>\n<p><strong>Die Forschungen sind noch lange nicht am Ende angelangt<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Dass auch im Sauerland Sozialdemokraten und kommunistische Arbeiter mit zu den ersten Opfern des nationalsozialistischen Terrors geh\u00f6rt haben, erf\u00e4hrt man eigentlich erst aus dem Buch \u201eWiderstand gegen die Nationalsozialisten im Sauerland\u201c (2003) von Ottilie Knepper-Babilon und Hannelie Kaiser-L\u00f6ffler. Zu w\u00fcnschen w\u00e4re, dass Christdemokraten und Sozialdemokraten im Sauerland beim Thema \u201eWiderstand\u201c noch etwas mehr Liebe in die historische Erhellung der eigenen Parteigeschichte investieren \u2013 und sich bei der Stra\u00dfennamendebatte vom wachen Interesse in Ortsvereinen der \u201eGr\u00fcnen\u201c ein wenig anstecken lassen.<\/p>\n<p>Einige Pionierarbeiten sind genannt. Am Ende sind die sauerl\u00e4ndischen Forschungen \u00fcber die Zeit des Faschismus heute noch lange nicht angelangt. Die Verdr\u00e4ngungen und Verdrehungen vieler Jahrzehnte waren einfach zu hartn\u00e4ckig.<\/p>\n<p>Dr. Bodo Thieme, ein bienenflei\u00dfiger Historiker im Kreis Olpe, hat mit seinem Buch \u201eHerbert Evers \u2013 Landrat des Kreises Olpe\u201c (2001) ein \u00e4u\u00dferst erhellendes Exempel dargestellt, dessen Lekt\u00fcre u.a. auch zum besseren Verst\u00e4ndnis der aktuellen Nellius-Debatte von gro\u00dfem Nutzen sein k\u00f6nnte: Durch seine freundliche Art, ein kluges \u00f6ffentliches Auftreten und seine anhaltende Mitgliedschaft in der r\u00f6misch-katholischen Kirche konnte der schon am 1.11.1930 in die NSDAP eingetretene Landrat Evers sich im \u201eschwarzen Kreis Olpe\u201c das Image erwerben, zu den sogenannten \u201eguten Nationalsozialisten\u201c zu geh\u00f6ren. Die Nachkriegsbem\u00fchungen dieses ehemaligen SA-Obersturmbannf\u00fchrers um \u201eRehabilitierung\u201c waren am Ende so erfolgreich, dass man ihn am 23. April 1954 \u2013 geheim und ohne Gegenstimmen (!) \u2013 zum Stadtdirektor von Neheim-H\u00fcsten w\u00e4hlte. Erst Thiemes m\u00fchselige Forschungen in Archiven haben das sp\u00e4ter noch sehr lange erhaltene Bild vom gutm\u00fctigen, heimatliebenden \u201eMitl\u00e4ufer\u201c entlarvt. Der ehemalige Schriftleiter des \u201eSauerl\u00e4ndischen Volksblattes\u201c behauptete z.B. nach 1945, Evers habe ihn bezogen auf einen Artikel gegen Judenboykott im M\u00e4rz 1933 gedeckt, doch da war \u2013 wie peinlich f\u00fcr den Leumundszeugen \u2013 der Genannte noch gar nicht Landrat in Olpe! In anderen Entlastungszeugnissen zur \u201eEntnazifizierung\u201c wurde Herbert Evers z.B. als Emp\u00f6rer wider die \u201enormwidrigen\u201c Gr\u00e4uel an Juden im Rahmen der Reichspogromnacht dargestellt, doch im nicht\u00f6ffentlichen Verwaltungsgesch\u00e4ft hat der ab 1935 militante Antisemit zielstrebig sein Projekt eines \u201ejudenfreien Kreises Olpe\u201c verfolgt. Als entlastend wirkte im katholischen Milieu nach 1945 seine scheinbar ungebrochene Treue zur Kirche, w\u00e4hrend der Landrat in Wirklichkeit unbequem predigende Priester der Geheimen Staatspolizei gemeldet und einen Pastor der Bekennenden Kirche denunziert hatte &#8230;<\/p>\n<p><strong>Links zur aktuellen Nelliusdebatte:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\u201eGeorg Nellius (1891-1952). V\u00f6lkisches und nationalsozialistisches Kulturschaffen, antisemitische Musikpolitik, Entnazifizierung. \u2013 Darstellung und Dokumentation im Rahmen der aktuellen Stra\u00dfennamendebatte.\u201c Vorgelegt von Peter B\u00fcrger und Werner Neuhaus in Zusammenarbeit mit Michael Gosmann (Stadtarchiv Arnsberg). Arnsberg\/Eslohe 2014. <a href=\"http:\/\/www.sauerlandmundart.de\/pdfs\/daunlots%2069.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/www.sauerlandmundart.de\/pdfs\/daunlots%2069.pdf<br \/>\n<\/a><\/li>\n<li>B\u00fcrger, Peter: \u201eJuden- und Thomas-Mann-Todfeind\u201c. Der Nazi-Musiker Georg Nellius kam 1948 fast schneewei\u00df aus der \u201eEntnazifizierungs\u201c-Waschanlage heraus. Im Nachlass ist sein antisemitischer Aktivismus dokumentiert. In: Telepolis, 03.02.2014. <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40909\/1.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40909\/1.html<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>***Bildnachweis und Erl\u00e4uterungen zu Maria Autsch: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Angela_Autsch\" target=\"_blank\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Angela_Autsch<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit zwei Tagen nimmt die Nellius-Debatte immer absurdere Formen an. 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