{"id":26272,"date":"2013-11-02T17:01:27","date_gmt":"2013-11-02T16:01:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=26272"},"modified":"2013-11-03T20:51:51","modified_gmt":"2013-11-03T19:51:51","slug":"judenfeindlichkeit-endlich-wirksam-bekaempfen-dig-praesident-robbe-fordert-parteichefs-zum-handeln-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/judenfeindlichkeit-endlich-wirksam-bekaempfen-dig-praesident-robbe-fordert-parteichefs-zum-handeln-auf\/","title":{"rendered":"Judenfeindlichkeit endlich wirksam bek\u00e4mpfen.  DIG Pr\u00e4sident Robbe fordert Parteichefs zum Handeln auf."},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-26273\" alt=\"Foto\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Foto.jpg\" width=\"500\" height=\"335\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Foto.jpg 500w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Foto-300x201.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 85vw, 500px\" \/><strong>Berlin. Nach der j\u00fcngsten Ver\u00f6ffentlichung von Umfrageergebnissen, die eine zunehmende Judenfeindlichkeit in Deutschland belegen, hat sich der Pr\u00e4sident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe, mit einem dringenden Appell an die Parteivorsitzenden gewandt. <\/strong><\/p>\n<p>Der DIG-Pr\u00e4sident fordert die Parteichefs auf, endlich intensiver auf die Ursachen zu schauen und eine &#8222;nachvollziehbare Strategie f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit&#8220; vorzulegen.<\/p>\n<p>Wie DIG-Pr\u00e4sident Robbe heute in Berlin erkl\u00e4rte, richte sich sein Appell insbesondere an die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel und an den SPD-Vorsitzenden Siegmar Gabriel, die voraussichtlich f\u00fcr die Bildung der n\u00e4chsten Regierung die Hauptverantwortung tr\u00fcgen. Aber auch die Opposition stehe genau so in der Pflicht wie die n\u00e4chsten Koalitionspartner. Notwendig sei eine &#8222;partei\u00fcbergreifende Koalition des Kampfes gegen jegliche Form von Judenhass und Diskriminierung von Minderheiten in Deutschland&#8220;, erkl\u00e4rte Robbe. Dazu z\u00e4hle die Bek\u00e4mpfung von Judenhass und Fremdenfeindlichkeit ebenso wie das entschiedene Eintreten gegen Homophobie und die Diskriminierung von anderen Minderheiten.<!--more--><\/p>\n<p>Deutschland m\u00fcsse auch aus guten Gr\u00fcnden in Europa Vorbild sein f\u00fcr diesen Kampf gegen die Judenfeindlichkeit. Wenn es keine eindeutige und wirksame Strategie gegen diese wachsenden rechtsradikalen und antisemitischen gesellschaftlichen Str\u00f6mungen in Deutschland gebe, d\u00fcrfe man sich \u00fcber judenfeindliche Tendenzen in europ\u00e4ischen Nachbarstaaten nicht wundern. Deutschland habe als Konsequenz aus der eigenen Geschichte auf diesem Feld eine ganz eindeutige Vorbildfunktion, betonte der DIG-Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Die vor wenigen Tagen bekannt gewordenen Umfrageergebnisse im Rahmen einer ARD-Dokumentation w\u00fcrden in erschreckender Weise belegen, dass der Antisemitismus, verbunden mit anti-israelischen Grundeinstellungen in den vergangenen Jahren stark angestiegen seien. Als &#8222;geradezu verheerend&#8220; bezeichnete Robbe die Tatsache, dass aktuell jeden Tag zwei bis drei Gewalttaten von Rechtsextremisten mit antisemitischer oder fremdenfeindlicher Motivation begangen w\u00fcrden. Der DIG-Pr\u00e4sident beruft sich hierbei auf eine entsprechende Aussage des Pr\u00e4sidenten des Bundeskriminalamtes, J\u00f6rg Ziercke, in der besagten ARD-Dokumentation. Weiterhin h\u00e4tten j\u00fcngste Forschungsergebnisse eine besorgniserregende Zunahme des Antisemitismus, nicht nur am \u00e4u\u00dferen rechten und linken Rand sondern in der Mitte der bundesdeutschen Gesellschaft zu Tage bef\u00f6rdert, betonte Robbe. Judenkritische bis judenfeindliche Einstellungen gebe es bei mehr als der H\u00e4lfte der deutschen Gesellschaft. Dieser nicht nur anonym ge\u00e4u\u00dferte Judenhass gehe einher mit allgemeiner Fremdenfeindlichkeit und verleumderischer Israel-Kritik. Aber auch die Judenfeindlichkeit in islamischen Gruppierungen sei \u00e4u\u00dferst besorgniserregend und nicht hinnehmbar. Bei allem Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die berechtigten Bem\u00fchungen mit Blick auf ein Verbot der rechtsradikalen NPD d\u00fcrfe man die anderen Themen nicht aus dem Blick verlieren.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund des 75. Jahrestages der Reichspogromnacht am 9. November sei es nach Auffassung des DIG-Pr\u00e4sidenten angebracht, sehr selbstkritisch auf die innere Verfasstheit der deutschen Gesellschaft zu blicken. F\u00fcr die Verantwortungstr\u00e4ger der neuen Bundesregierung k\u00f6nne dies nur bedeuten, die bisherigen Anstrengungen einer kritischen Bewertung und gegebenenfalls auch einer Korrektur zu unterziehen, weil die bisherige Politik offensichtlich nicht ausreichend war. Deshalb sei es nach Auffassung von Robbe unumg\u00e4nglich, &#8222;eine neue und wirksamere Strategie gegen Fremdenfeindlichkeit und Judenhass sowie gegen politischen und religi\u00f6sen Extremismus in der neuen Koalitionsvereinbarung zu verankern&#8220;. Nur auf diesem Wege k\u00f6nne die k\u00fcnftige Bundesregierung Glaubw\u00fcrdigkeit auf diesem Feld f\u00fcr sich in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p>Berlin, den 1. November 2013<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin. 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