{"id":22677,"date":"2013-03-07T07:07:07","date_gmt":"2013-03-07T06:07:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=22677"},"modified":"2013-03-07T07:11:54","modified_gmt":"2013-03-07T06:11:54","slug":"pm-des-umweltministeriums-bei-einem-milchbetrieb-im-hochsauerlandkreis-wurde-eine-etwa-doppelte-hochstgehaltuberschreitung-des-rechtlich-festgelegten-wertes-von-50-ngkg-fur-aflatoxine-in-der-rohmilc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/pm-des-umweltministeriums-bei-einem-milchbetrieb-im-hochsauerlandkreis-wurde-eine-etwa-doppelte-hochstgehaltuberschreitung-des-rechtlich-festgelegten-wertes-von-50-ngkg-fur-aflatoxine-in-der-rohmilc\/","title":{"rendered":"PM des Umweltministeriums: bei einem Milchbetrieb im Hochsauerlandkreis wurde eine etwa doppelte H\u00f6chstgehalt\u00fcberschreitung des rechtlich festgelegten Wertes von 50 ng\/kg f\u00fcr Aflatoxine in der Rohmilch festgestellt."},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2182\" title=\"In unserem Briefkasten\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/lt_briefkasten01.jpg\" alt=\"In unserem Briefkasten\" width=\"120\" height=\"91\" \/><strong><a href=\"http:\/\/www.umwelt.nrw.de\/ministerium\/presse\/presse_aktuell\/presse130306.php\" target=\"_blank\">Pressemitteilung.<\/a> Ein Futtermittelhersteller aus Rees hatte sich am 27. Februar 2013 beim Landesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) selber angezeigt, mit Aflatoxinen belasteten Mais aus Serbien erhalten, weiterverarbeitet und ausgeliefert zu haben.<\/strong><\/p>\n<p>Insgesamt wurden 1050 Tonnen belasteter Mais direkt nach Rees geliefert, davon wurden 200 Tonnen verarbeitet und ausgeliefert. Die Probennahme der Eigenkontrolle durch den Futtermittelunternehmer erfolgte am 21.02.2013, der Befund stammt vom 26.02.2013. Nach dem Vorliegen des Befundes wurde die Verarbeitung beim Futtermittelhersteller sofort gestoppt. Die Auslieferung der hergestellten Mischfuttermittel mit geringen Maisanteilen (5% \/ 7% oder 13%) erfolgte bis einschlie\u00dflich 28.02.2013. Dann wurden auch diese Lieferungen vom LANUV untersagt.<\/p>\n<p>Belastetes Futter wurde an vier Milchviehbetriebe geliefert, einen im Kreis Wesel, einen im Kreis Borken, einen im Hochsauerlandkreis und an einen Milchbetrieb in Rheinland-Pfalz. Die NRW-Betriebe wurden vom LANUV am 4. M\u00e4rz 2013 gesperrt, da eine Belastung nicht mehr ausgeschlossen werden konnte.<\/p>\n<p><strong>Die Ergebnisse der Milchuntersuchungen liegen seit heute (6. M\u00e4rz 2013) vor. Bei dem Milchbetrieb im Hochsauerlandkreis wurde eine etwa doppelte H\u00f6chstgehalt\u00fcberschreitung des rechtlich festgelegten Wertes von 50 ng\/kg f\u00fcr Aflatoxine in der Rohmilch festgestellt.<\/strong> Milch darf von diesem Hof erst wieder geliefert werden, wenn die festgelegten H\u00f6chstgehalte eingehalten werden. Die bis dahin produzierte Milch wird entsorgt. Ob belastete Rohmilch zu einer Molkerei geliefert wurde, kann nicht ausgeschlossen werden.<!--more--><\/p>\n<p>Bei dem Betrieb in Borken lag der Wert knapp unter dem H\u00f6chstgehalt bei 45 ng\/kg Milch, bei dem Betrieb in Wesel lag der Nachweis bei etwa 20 ng\/kg.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem beliefert wurden 35 Putenmastbetriebe, 23 Mastschweinbetriebe, ein Betrieb mit Sauenhaltung und zw\u00f6lf Betriebe mit Mastk\u00e4lbern. Diese Betriebe liegen in mehreren Kreisen in Nordrhein-Westfalen. Zwei weitere Lieferungen mit Putenfutter gingen in die Niederlande.<\/p>\n<p>Der Mischfuttermittelhersteller aus Rees veranlasste von sich aus am 27.02.2013 folgende Ma\u00dfnahmen:<\/p>\n<ul>\n<li>Information aller Milchviehhalter, deren Milchleistungsfutter mehr als 15 % Mais enth\u00e4lt; Austausch des Futters<\/li>\n<li>Sperrung der noch vorhandenen Restmenge Mais aus Serbien von rund 850 Tonnen; dies erfolgte vom Hersteller direkt nach Bekanntwerden des Untersuchungsergebnis am 26.02.2013 am sp\u00e4ten Nachmittag<\/li>\n<li>Sperrung der Auslieferung von Milchleistungsfutter mit mehr als 15% Mais<\/li>\n<li>\u00dcbersendung der Lieferliste an das LANUV, inkl. der n\u00f6tigen Informationen, aller Abnehmer von Mischfuttermitteln, die unter Verwendung des am 22.02.2013 entladenen Mais hergestellt wurden<\/li>\n<\/ul>\n<p>Von Amts wegen wurden die Milchviehbest\u00e4nde vorsorglich am 4. M\u00e4rz 2013 gesperrt und Milchuntersuchungen veranlasst. Die Sperre des Milchbetriebes im Hochsauerlandkreis wird erst aufgehoben, wenn die Milch nachweisbar wieder unbelastet ist. Weiterhin wurden am 27.02.2013 insgesamt 5 Futtermittel-Proben bei dem Hersteller aus Rees amtlich genommen und direkt zur Untersuchung in das amtliche Labor nach Arnsberg verbracht.<\/p>\n<p>Alle Betriebe, die mit entsprechenden Futtermitteln beliefert worden waren, wurden angewiesen die Futtermittel auszutauschen.<\/p>\n<p>Der Fall in Rees ist durch eine Lieferung von Mais aus Serbien ausgel\u00f6st worden, die im Februar 2013 \u00fcber Rotterdam nach Nordrhein-Westfalen erfolgte. Dies ist getrennt von dem Geschehen in Niedersachsen zu sehen, bei dem die Maislieferung bereits im November 2012 \u00fcber den Hamburger Hafen an nieders\u00e4chsische Futtermittelunternehmen erfolgte.<br \/>\nHintergrund:<\/p>\n<p>Aflatoxine sind Pilzgifte und gelten als hoch kanzerogene Stoffe. Der H\u00f6chstgehalt f\u00fcr Milch betr\u00e4gt 50ng\/kg oder 0,05\u00b5g\/kg. Aflatoxine sind hitzestabil, werden also bei der Pasteurisation nicht inaktiviert. Deshalb ist die Minimierung in Lebensmitteln das wichtigste Ziel. Aflatoxine gehen leicht in die Milch \u00fcber.<\/p>\n<p>Der Landeskontrollverband f\u00fchrt seit Jahren jedes Jahr im Rahmen der Milchg\u00fctepr\u00fcfung \u00fcber 500 (2011: 660) Untersuchungen pro Jahr auf Aflatoxine durch. Dabei lagen in den letzten Jahren alle Werte immer unter 10ng\/kg Milch, was den Anforderungen an Babynahrung (25ng\/kg Milch) entspricht. Bei \u00fcberh\u00f6hten Werten von Aflatoxinen in Lebensmitteln, hier insbesondere in der Milch, sind die Lebensmittel sofort vom Markt zu nehmen.<br \/>\nWeitere Informationen:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.umwelt.nrw.de\/ministerium\/presse\/presse_aktuell\/presse130301.php\" target=\"_blank\">&#8222;Grenzwerte f\u00fcr giftige Schimmelpilze in Rohmilch \u00fcberschritten &#8211; Milchviebetrieb in Niedersachsen gesperrt. Verdachtsf\u00e4lle auch in NRW&#8220; (Pressemitteilung vom 01.03.2013)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.umwelt.nrw.de\/verbraucherschutz\/verbraucherinformationen\/index.php\" target=\"_blank\">Thema Verbraucherwarnung\/Verbraucherinformation<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.umwelt.nrw.de\/verbraucherschutz\/tierhaltung\/futtermittel\/index.php\" target=\"_blank\">Futtermittel-Sicherheit<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.lkv-nrw.de\/\" target=\"_blank\">Landeskontrollverband NRW<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemitteilung. Ein Futtermittelhersteller aus Rees hatte sich am 27. 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