{"id":19389,"date":"2012-07-18T18:10:57","date_gmt":"2012-07-18T17:10:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=19389"},"modified":"2012-07-18T18:28:08","modified_gmt":"2012-07-18T17:28:08","slug":"minister-remmel-kampft-fur-die-energiewende-sogar-in-meschede","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/minister-remmel-kampft-fur-die-energiewende-sogar-in-meschede\/","title":{"rendered":"Minister Remmel k\u00e4mpft f\u00fcr die Energiewende, sogar in Meschede"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Gr\u00fcne Ratsfraktion Meschede hatte ins Kreishaus eingeladen und viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger waren gekommen, um den \u00e2\u20ac\u017eKlimaschutzminister\u00e2\u20ac\u0153 Remmel zu h\u00f6ren und zu sehen. <\/strong><\/p>\n<p>Wer ihn hier erlebt hat, wird sicher mit dem Eindruck nach Hause gegangen sein, der Gr\u00fcne Minister brenne lichterloh f\u00fcr sein Anliegen \u00e2\u20ac\u017eEnergiewende\u00e2\u20ac\u0153.<\/p>\n<p>Offenbar etwas erstaunt und vor allem erfreut \u00fcber das f\u00fcr Sauerl\u00e4nder Verh\u00e4ltnisse gro\u00dfe Publik (darunter auch Landwirte und Weihnachtsbaumproduzenten sowie die Initiative \u00e2\u20ac\u017eGegen Gasbohren\u00e2\u20ac\u0153), war Johannes Remmel sofort im Thema.<\/p>\n<p>Er sprach die aktuell ge\u00e4u\u00dferten Bedenken von Bundesumweltminister Altmaier \u00fcber die Schwierigkeiten bei der Energiewende an und konstatierte, die Diskussionslage w\u00fcrde etwas schwieriger.<\/p>\n<p>Schnell gelangte er zu dem, was manch einer \u00e2\u20ac\u017eVisionen\u00e2\u20ac\u0153 nennen w\u00fcrde. Eine \u00e2\u20ac\u017eZeitenwende\u00e2\u20ac\u0153 sei das Ziel, in NRW, in Deutschland, in Europa, in der Welt. Das hie\u00dfe konkret, dass bis 2050 mindestens 80 Prozent CO2 eingespart werden m\u00fcsse. \u00e2\u20ac\u017eAlles muss daf\u00fcr getan werden!\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p>In NRW w\u00fcrden \u00fcber 30 Prozent des Stroms in Deutschland produziert. &#8222;Darum, wenn die Energiewende hier nicht gelinge, wo dann?&#8220;, \u00a0fragte Remmel ins Publikum. \u00e2\u20ac\u017eWir stehen in einer besonderen Verantwortung!\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p>Er erinnerte am Beispiel des Handys daran, welche Ver\u00e4nderungen neue Techniken innerhalb weniger Jahre bewirken und sprach von den guten Voraussetzungen hier.<\/p>\n<p>Der Gr\u00fcne Politiker ging noch auf viele \u00e2\u20ac\u017eHerausforderungen\u00e2\u20ac\u0153 ein, erl\u00e4uterte Ansatzpunkte und L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten und die Gefahren, die durch gewisse Interessenlagen bestehen und wahrscheinlich wieder erstarken.<\/p>\n<p>Sein Fokus, so machte er deutlich, liegt aber nicht ausschlie\u00dflich auf der Windenergie, sondern genauso auf den diversen anderen M\u00f6glichkeiten, Erneuerbare Energie zu erzeugen. Remmel machte klar, es gebe keine Alternative. Zudem gab er praktische Tipps wie beispielsweise &#8222;die Heizungspumpe auswechseln&#8220;.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n\u00dcber die mit sehr viel Engagement vorgetragenen Ausf\u00fchrungen und Zukunftsbilder des NRW-Umweltministers k\u00f6nnte ich noch seitenlang berichten.<\/p>\n<p>Aber Johannes Remmel bestritt diesen Abend im Mescheder Kreishaus nicht alleine. Auf dem Podium sa\u00dfen auch zwei Mitarbeiter der Energie-Agentur NRW, ein Landwirt aus der N\u00e4he von Hilchenbach (der Mitinitiator eines bereits seit Jahren im Betrieb befindlichen Windkraftparks ist), der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der HochsauerlandEnergie (der, wie sich heraustellte, gewisse Reibungspunkte mit dem Minister hatte und umgekehrt) und ein Vertreter der Stadt Meschede (aus dem Bereich Planung und Bauordnung).<\/p>\n<p>Auf alle Beitr\u00e4ge m\u00f6chte ich hier nicht eingehen. Erw\u00e4hnen will ich aber noch den sachlichen und sehr aufschlussreichen Vortrag von Herrn G\u00fcnter Pulte von der Rothaarwind GmbH sozusagen aus dem Alltag der Windenergie.<\/p>\n<p>Siegfried M\u00fcller, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der HE, trug vor, er sei der \u00dcberzeugung, die Energiewende werde es nur geben, wenn das Speicherproblem gel\u00f6st wird.<\/p>\n<p>Sonnenenergie an einem sonnigen Tag in Deutschland verf\u00fcge \u00fcber die Leistung von 14 Atomkraftwerken, so berichtete Herr M\u00fcller. Es m\u00fcssten noch viele Themen abgearbeitet werden \u00e2\u20ac\u201c Abstandsfl\u00e4chen, Naturschutzgebiete und einiges mehr. Er sprach auch von \u00e2\u20ac\u017eVorlaufkosten\u00e2\u20ac\u0153 und \u00e2\u20ac\u017eAkzeptanz\u00e2\u20ac\u0153 und davon, dass der Wind in den letzen Jahren nachgelassen habe.<\/p>\n<p>Zudem \u00e4u\u00dferte M\u00fcller die Bef\u00fcrchtung, der Energiepreis w\u00fcrde deutlich nach oben gehen. Es folgte eine Aufz\u00e4hlung dessen, wof\u00fcr laut Herrn M\u00fcllers Prognose der B\u00fcrger zahlen m\u00fcsse, z.B. Offshore und Haftungsumlagen.<\/p>\n<p>Derzeit sei der Strompreis an der B\u00f6rse im Keller. Durch die EEG-Umlage, so bef\u00fcrchtet der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der HE, werde den Strompreis weiter steigen. Darum d\u00e4chten die Leute \u00fcber Kraft-W\u00e4rme-Kopplung im Keller nach. \u00e2\u20ac\u017eWir m\u00fcssen aufpassen, dass die Akzeptanz nicht sinkt\u00e2\u20ac\u0153, mahnte M\u00fcller, und \u00e2\u20ac\u017eWenn wir Speicher haben, dann kommen wir mit weniger konventioneller Energie aus!\u00e2\u20ac\u0153 Des Weiteren erkl\u00e4rte Siegfried M\u00fcller: \u00e2\u20ac\u017eDer B\u00fcrger will eine Sicherheit!\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p>Martin D\u00f6rtelmann vom Fachbereich Planen und Bauordnung berichtete dann \u00fcber den Ausbaustand der Erneuerbaren Energien in Meschede. 6 Anlagen stehen demnach im Stadtgebiet und diverse Biogasanlagen. Photovoltaik sei geplant. In Stockhausen solle Ende des Jahres mit dem Bau einer Anlage begonnen werde. Das Thema Windkraft w\u00fcrde neu aufgerollt. \u00e2\u20ac\u017eWir werden aktiv t\u00e4tig\u00e2\u20ac\u0153, betonte Herr D\u00f6rtelmann.<\/p>\n<p>In der abschlie\u00dfenden Diskussion betonte Minister Remmel, derzeit sei der Strompreis an der B\u00f6rse sehr niedrig. Strom w\u00e4re jetzt billiger als fr\u00fcher. Durch die Erneuerbaren Energien sei der Preis von den teuersten ged\u00e4mmt worden. Die Preise aus den Fossilen Energien w\u00fcrden steigen und die Preise der Erneuerbaren sinken, prognostizierte der Umweltminister.<\/p>\n<p>Da Herr M\u00fcller von der HE in seinen Ausf\u00fchrungen mehrfach den Verbraucher erw\u00e4hnt hatte, ging Johannes Remmel dann auch noch auf den \u00e2\u20ac\u017edoofen Verbraucher\u00e2\u20ac\u0153 ein und kritisierte den zu geringen Wettbewerb. Die Versorger h\u00e4tten kein Interesse daran, dass die g\u00fcnstigsten Angebote angenommen werden.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung mit dem \u00e2\u20ac\u017eKlimaschutzminister\u00e2\u20ac\u0153 dauerte um einiges l\u00e4nger als geplant. Es h\u00e4tte durchaus noch sp\u00e4ter werden k\u00f6nnen, denn nach weit \u00fcber als zwei Stunden waren da noch mehr Fragen als Antworten. Doch jetzt gilt \u00e2\u20ac\u017ePacken wir`s an!\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p>Nach Eindruck der Sauerl\u00e4nder B\u00fcrgerliste (SBL) und der Fraktion \u00e2\u20ac\u017eMeschede braucht Zukunft\u00e2\u20ac\u0153 (MbZ) hat Meschede auch im Vergleich zu einigen Sauerl\u00e4nder Gemeinden Nachholbedarf in Sachen \u00e2\u20ac\u017eErneuerbarer\u00e2\u20ac\u0153. Beispiel \u00e2\u20ac\u017eWindkraft\u00e2\u20ac\u0153: Derzeit gibt es laut Kreisverwaltung 111 Windenergieanlagen im HSK. Davon stehen sechs in Meschede mit einer Leistung von 10.000 kW. 141.960 kW insgesamt erzeugen die Windkraftanlagen im Hochsauerlandkreis. Die meisten Anlagen stehen in Marsberg, und zwar 45. Sie erzeugen zusammen 59.455 kW.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcne Ratsfraktion Meschede hatte ins Kreishaus eingeladen und viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger waren gekommen, um den \u00e2\u20ac\u017eKlimaschutzminister\u00e2\u20ac\u0153 Remmel zu h\u00f6ren und zu sehen. 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