{"id":16596,"date":"2012-01-28T18:35:41","date_gmt":"2012-01-28T17:35:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=16596"},"modified":"2013-07-18T20:17:44","modified_gmt":"2013-07-18T18:17:44","slug":"die-sorgen-des-deutschen-adels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/die-sorgen-des-deutschen-adels\/","title":{"rendered":"Die Sorgen des Deutschen Adels"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_16609\" aria-describedby=\"caption-attachment-16609\" style=\"width: 512px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-16609\" title=\"sanssouci\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/sanssoucie.jpg\" alt=\"sanssouci\" width=\"512\" height=\"396\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/sanssoucie.jpg 512w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/sanssoucie-300x232.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-16609\" class=\"wp-caption-text\">Sans Souci - doch der Deutsche Adel ist nicht ganz ohne Sorgen (foto: zoom)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Sp\u00e4testens seit Karl Theodor zu Guttenberg wissen wir, dass der Deutsche Adel, auch 93 Jahre nach seiner Abschaffung als Stand, noch quicklebendig ist. <\/strong><\/p>\n<p>Allerdings k\u00f6nnen wir auch am Beispiel von zu Guttenberg erkennen, dass ein Leben als Adliger nicht nur sorgenfrei ist. So folgte auf die kometenhafte akademische und politische Karriere der rasante Fall.<\/p>\n<p>Die Landung war sozial und politisch hart, wurde aber durch die gute materielle Ausstattung der Familie weich abgefedert. Dennoch sollen hier die aktuellen Probleme des Adels keinesfalls kleingeredet werden.<\/p>\n<p><strong>Geh\u00f6ren Sie zum &#8218;Historischen Adel&#8216; oder zum &#8218;Neuen Adel&#8216;? <\/strong><\/p>\n<p>Der <a href=\"http:\/\/www.adelsverband.de\/html\/neuer_adel.html\" target=\"_blank\">Adelsverband <\/a>beispielsweise besch\u00e4ftigt sich akribisch mit der Unterscheidung zwischen &#8218;historischem&#8216; Adel und &#8217;neuem&#8216; Adel. Insbesondere durch die Namensrechtsreform der 70er Jahre wurde es auch M\u00e4nnern m\u00f6glich, den Familiennamen ihrer Frau anzunehmen. Man stelle sich vor, wie schnell dadurch der Adel zahlenm\u00e4\u00dfig vergr\u00f6\u00dfert wird. Und wenn viele dem Adel angeh\u00f6ren, dann wird der Adel pl\u00f6tzlich ganz gew\u00f6hnlich.<\/p>\n<p>Der <a href=\"http:\/\/www.adelsrecht.de\/Arbeit_ARA.pdf\" target=\"_blank\">Deutsche Adelsrechtsausschu\u00df<\/a> befasst sich daher genau mit dieser wichtigen Abgrenzungsfrage. Dort hei\u00dft es:<\/p>\n<blockquote><p>Das Adelsrecht beruht auf dem uralten \u00fcber 1000 Jahre alten Salischen Recht, wonach der Stand eines Menschen sich nach dem Stand des Vaters bzw. Mannes richtet. Danach folgt die Vererbung des Adels nur dem Mannesstamme (mas a mare) und geh\u00f6rt zum historischen Adel nur, wer durch eheliche Geburt vom adeligen Vater abstammt oder als Frau einen adeligen Mann geheiratet hat.<\/p><\/blockquote>\n<p>Noch einmal zur Erinnerung: Der Adelsstand wurde in Deutschland 1919 abgeschafft. Und ein wenig frauenfeindlich und aus der Zeit gefallen klingt der Text allemal. Aber bei einer so sehr der Tradition verpflichteten Gemeinschaft ist das wohl kein Wunder.<\/p>\n<figure id=\"attachment_16597\" aria-describedby=\"caption-attachment-16597\" style=\"width: 258px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-16597  \" title=\"adelha\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/adelha.jpg\" alt=\"adelha\" width=\"258\" height=\"307\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/adelha.jpg 430w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/adelha-251x300.jpg 251w\" sizes=\"auto, (max-width: 258px) 85vw, 258px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-16597\" class=\"wp-caption-text\">Screenshot Hamburger Abendblatt Artikel vom 07.03.2011  (screenshot 28.01.2012 chris)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Adlige Sorgen mit den Klassenkameraden<\/strong><\/p>\n<p>Neben den Sorgen um die vielen M\u00f6chtegern-Adligen muss sich der Adelsnachwuchs mit den Vorurteilen der Klassenkameraden herumschlagen.<\/p>\n<p>Wie das <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/hamburg\/persoenlich\/article1779112\/Dem-Adel-verpflichtet-Die-Jugend-tanzt.html\" target=\"_blank\">Hamburger Abendblatt<\/a> in seinem distanzlos netten, aber leider kostenpflichtigen Artikel \u00fcber eine Feier der <a href=\"http:\/\/www.vdahhsh.de\/vdaindex.htm\" target=\"_blank\">Vereinigung des Adels in Hamburg und Schleswig-Holstein<\/a> schreibt, werden den jungen Von und Zus Fragen wie &#8222;Lebt ihr auf einem Schloss?&#8220; oder &#8222;Habt ihr einen Helikopter?&#8220; gestellt. Da muss sich erst einmal eine Antwort finden.<\/p>\n<p><strong>Die netten Seiten des adligen Lebens:<br \/>\nPresented by DIE WELT<\/strong><\/p>\n<p>Nun aber Schluss mit den Sorgen. Adlig sein kann auch sch\u00f6n sein. Zumindest in Hamburg. DIE WELT berichtet regelm\u00e4\u00dfig in der Rubrik &#8222;<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/hamburg\/article13636562\/Im-Ristorante-Torcello.html\" target=\"_blank\">Wo trifft man Sie?<\/a>&#8220; dar\u00fcber, welche Stadtteile die Hanseatinnen und Hanseaten mit  meist langen und umst\u00e4ndlichen Namen bevorzugen, in welchen L\u00e4den sie was kaufen und wo sie am liebsten ihren Latte Macchiato trinken, bzw. zum Brunch einkehren.<\/p>\n<p>Es kann so sch\u00f6n sein, das Leben zwischen L\u00e4den am Neuen Wall, an den Gro\u00dfen Bleichen und am Mittelweg,\u00a0 zwischen Wohnungen in der Hafencity, Eppendorf und Nienstedten. Angesichts der vielen Sorgen, die sie umtreiben, sei den Deutschen Adligen dieser kleine Luxus geg\u00f6nnt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sp\u00e4testens seit Karl Theodor zu Guttenberg wissen wir, dass der Deutsche Adel, auch 93 Jahre nach seiner Abschaffung als Stand, noch quicklebendig ist. 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