{"id":12725,"date":"2011-06-21T19:38:46","date_gmt":"2011-06-21T18:38:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=12725"},"modified":"2011-07-03T09:47:27","modified_gmt":"2011-07-03T08:47:27","slug":"wolne-pokoje-zimmer-mit-bett-in-polen-iv-durch-friedliche-alleen-zu-heisen-pierogi-ruskie-im-kuhlen-gewolbe-eines-burg-restaurants","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wolne-pokoje-zimmer-mit-bett-in-polen-iv-durch-friedliche-alleen-zu-heisen-pierogi-ruskie-im-kuhlen-gewolbe-eines-burg-restaurants\/","title":{"rendered":"Wolne Pokoje &#8211; Zimmer mit Bett in Polen IV: Durch friedliche Alleen zu hei\u00dfen Pierogi ruskie im k\u00fchlen Gew\u00f6lbe eines Burg-Restaurants"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jetzt sind wir schon bei Teil Vier der kleinen Polenreise angekommen. S\u00e4mtliche Kapitel sind <a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?author=34\" target=\"_blank\">hier zu finden<\/a>. Und weiter geht&#8217;s durch beinahe friedliche Alleen zu hei\u00dfen Pierogi ruskie im k\u00fchlen Gew\u00f6lbe eines Burg-Restaurants.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_12726\" aria-describedby=\"caption-attachment-12726\" style=\"width: 482px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-12726  \" title=\"polen12\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/polen12.jpg\" alt=\"Storchennester in Gronowo (Grunau) (fotos: zeitreise)\" width=\"482\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/polen12.jpg 595w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/polen12-300x224.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 482px) 85vw, 482px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12726\" class=\"wp-caption-text\">Storchennester in Gronowo (Grunau) (fotos: zeitreise)<\/figcaption><\/figure>\n<p>In jedem \u00d6rtchen sieht man mindestens ein, zwei Nester in luftiger H\u00f6he auf alten Haus- oder Scheunend\u00e4chern oder Strommasten, mal mit dicker Packlage, mal mit d\u00fcnner. Die Jungst\u00f6rche sind gerade geschl\u00fcpft. Ihre K\u00f6pfchen gucken manchmal aus den Nestsprickeln heraus. Die Alten haben m\u00e4chtig zu tun. Aber Fr\u00f6sche und M\u00e4use gibt es hier ja sicher reichlich f\u00fcr die hungrige Brut.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12730\" aria-describedby=\"caption-attachment-12730\" style=\"width: 512px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-12730\" title=\"polen13\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/polen13.jpg\" alt=\"Eine dichte Allee in Masuren\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/polen13.jpg 512w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/polen13-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12730\" class=\"wp-caption-text\">Eine dichte Allee in Masuren<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Alleen &#8211; so viel Unordnung, so viel Gefahr, so viel ungeb\u00e4ndigte Natur<\/strong><br \/>\nUnd die herrlichen, dichten Alleen! Wo hat man das schon bei uns gesehen? Die Mitarbeiter der Bauh\u00f6fe aller Kommunen im Sauerland w\u00fcrden die H\u00e4nde \u00fcber dem Kopf zusammen schlagen und auf der Stelle mit Motors\u00e4gen w\u00fcten. Bl\u00e4tter, Dreck, herunterfallende \u00c4ste \u00e2\u20ac\u201c das geht einfach nicht! So viel Unordnung, so viel Gefahr, so viel ungeb\u00e4ndigte Natur!<\/p>\n<p><strong>Ein Motorradunfall. Das traurige Ende eines fr\u00f6hlichen Urlaubs<\/strong><br \/>\nOh Schreck! Kurz vor Miko\u00c5\u201aajki war pl\u00f6tzlich \u00e2\u20ac\u017eStopp\u00e2\u20ac\u0153. In einer langgestreckten, sonnigen, baumlosen Kurve standen bereits etliche Autos auf beiden Seiten und ein gro\u00dfer Reisebus. In unserer Fahrtrichtung entdeckte ich in einigem hundert Meter Entfernung, nicht weit von dem Bus, die \u00f6sterreichischen Motorradfahrer neben ihren dicken Maschinen stehend, rechts von ihnen, auf der Wiese, ein Rettungshubschrauber. Das war wohl das traurige Ende eines fr\u00f6hlichen Urlaubs!?<\/p>\n<p>Wen von ihnen hat es wohl erwischt? Nach endlos langen Minuten, in denen sich f\u00fcr uns erkennbar nichts tat, wendeten alle Autos vor uns und hinter uns. Wir drehten auch und fuhren zur\u00fcck durch die friedlichen Alleen, an gr\u00f6\u00dferen und kleineren Seen entlang, \u00fcber manch enge, l\u00f6cherige Kopfsteinpflaster-Rappelstra\u00dfe zu \u00e2\u20ac\u017eunserer Burg\u00e2\u20ac\u0153. Miko\u00c5\u201aajki (Nikolaiken) musste noch warten. Alles hat seine Zeit.<\/p>\n<p><strong>Ramba-Zamba in Reszel<\/strong><br \/>\nAbends h\u00f6rten wir Ramba-Zamba im verschlafenen St\u00e4dtchen Reszel. Eine Hard-Rock-Band lie\u00df es krachen. Der alte, tags\u00fcber g\u00e4hnend leere Markplatz unterhalb der Burg hatte sich komplett gef\u00fcllt. Vom Kleinkind bis zum 90j\u00e4hrigen war wohl alles auf den Beinen was hier wohnt. Wir auch. Kleine Buden mit Getr\u00e4nken so manch belebender Art, S\u00fc\u00dfigkeiten, Spielzeug und Tinnef machten gute Ums\u00e4tze. Nicht schlecht, die polnischen Rocker-Jungs!<\/p>\n<figure id=\"attachment_12732\" aria-describedby=\"caption-attachment-12732\" style=\"width: 512px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-12732\" title=\"polen14\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/polen14.jpg\" alt=\"Hotel im ehemaligen Rathaus von Miko\u00c5\u201aajki (Nikolaiken)\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/polen14.jpg 512w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/polen14-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12732\" class=\"wp-caption-text\">Hotel im ehemaligen Rathaus von Miko\u00c5\u201aajki (Nikolaiken)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Am Miko\u00c5\u201aajki-See<\/strong><br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag, einem warmen, sonnigen Samstag, bummelten wir dann endlich durch das \u00d6rtchen am Miko\u00c5\u201aajki-See (Nikolaiker-See), bestaunten das glatte silbern und blau schimmernde Wasser, schauten dem Treiben am Yachthafen zu und entdeckten etwas au\u00dferhalb auf einer kleinen Anh\u00f6he zuerst ein etwas erb\u00e4rmlich wirkendendes Storchennest auf einem d\u00fcnnen Strommasten und dann, genau gegen\u00fcber auf der anderen Seite der recht breiten Stra\u00dfe, ein ausladendes, elegantes, ziemlich neues Nobelhotel. Luxus pur! Wir beschlossen, wir ziehen am Sonntag nach Miko\u00c5\u201aajki um.<\/p>\n<p>Ne, nicht das *****-Hotel, in dem, wie ich am\u00fcsiert beobachtete, eine feine Dame formvollendet mit einem etwas anachronistisch anmutendem Handkuss begr\u00fc\u00dft wurde, sollte unser Domizil sein. Wir fragten lieber mitten im Ort, im ehemaligen Rathaus nach, ob sie f\u00fcr zwei N\u00e4chte ein Zimmer frei h\u00e4tten. Sie hatten.<\/p>\n<p><strong>Der European Song Contest und unsere Stimmen f\u00fcr Lena<\/strong><br \/>\nZur\u00fcck in \u00e2\u20ac\u017eunserer\u00e2\u20ac\u0153 Ritterburg, wir a\u00dfen hei\u00dfe Pierogi ruskie im k\u00fchlen Gew\u00f6lbe des Burg-Restaurants, erlebten wir einen sensationellen Abend \u00e2\u20ac\u201c mit Heizl\u00fcfter am Fernseher und einer Flasche Schwarzbier (f\u00fcr zwei!), die wir noch aus Bad Freienwalde im Gep\u00e4ck hatten. Das polnische wie das deutsche Fernsehen \u00fcbertrugen das gleiche Programm. Fr\u00fcher nannte sich das Ereignis mal \u00e2\u20ac\u017eGrand Prix Eurovision\u00e2\u20ac\u0153; heute hei\u00dft der oder das Event \u00e2\u20ac\u017eEuropean Song Contest\u00e2\u20ac\u0153. Und Lena gewann! Mama Mia! Und wir sind an diesem \u00dcberraschungs-Sieg nicht ganz unbeteiligt ;-). Man wagt es ja kaum zu sagen, wir zwei \u00e2\u20ac\u017emanipulierten\u00e2\u20ac\u0153 durch jeweils drei Anrufe die polnischen \u00e2\u20ac\u017eResults\u00e2\u20ac\u0153. Germany 7 Points from Poland! Immerhin! (Wenn die polnischen Hard-Rocker von gestern dabei gewesen w\u00e4ren, h\u00e4tte Lena vielleicht nicht ganz so glorreich gewonnen?!?)<\/p>\n<p>Am Sonntag fr\u00fch hatten wir den Sieg und den Biergenu\u00df einigerma\u00dfen verkraftet. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck unten im alten (k\u00fchlen) Gew\u00f6lbe, hie\u00df es dann ja auch Koffer packen, alle unsere Utensilien die Stiegen runter hieven und Abschied nehmen vom Leben als Burgherr und Burgfr\u00e4ulein. All die polnischen und litauischen Zamek-Reszel-Wochenend-Kurzurlauber machten sich ebenfalls (mit oder ohne selbst mitgebrachten Heizl\u00fcfter) bereit f\u00fcr den Heimweg.<\/p>\n<p><strong>Umzug ins Hotel Mazur<\/strong><br \/>\nWir verfrachteten unser Gep\u00e4ck einige Kilometer durch Masuren in das etwas betagte aber stilvolle Hotel Mazur, Zimmer mit Ausblick auf Stadt und Kirchlein. Vermutlich guckten dereinst aus diesem Raum Generationen von B\u00fcrgermeistern wohlwollend auf den Marktplatz und die getreuen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger von Nikolaiken. An diesem Tag tauchten wir ein in das Leben in Miko\u00c5\u201aajki.<\/p>\n<p>Fortsetzung folgt &#8230;<\/p>\n<p><em>*<a href=\"..\/..\/?author=34\" target=\"_blank\">unser Autor<\/a> reiste vor einem Jahr nach Polen, angetrieben von\u00a0 Neugier, Spurensuche     und der gemeinsamen Geschichte mit unserem \u00f6stlichen Nachbarn. Der     Bericht erscheint in mehreren Kapiteln in unserem Blog erscheinen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt sind wir schon bei Teil Vier der kleinen Polenreise angekommen. S\u00e4mtliche Kapitel sind hier zu finden. 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