{"id":12397,"date":"2011-05-28T20:47:40","date_gmt":"2011-05-28T19:47:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=12397"},"modified":"2011-07-03T09:45:18","modified_gmt":"2011-07-03T08:45:18","slug":"mexico-was-kann-ich-denn-dafur-wenn-ich-drogen-zu-den-verhassten-gringos-schmuggle-was-kann-ich-denn-dafur-dass-mir-der-typ-direkt-vor-die-knarre-lief","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/mexico-was-kann-ich-denn-dafur-wenn-ich-drogen-zu-den-verhassten-gringos-schmuggle-was-kann-ich-denn-dafur-dass-mir-der-typ-direkt-vor-die-knarre-lief\/","title":{"rendered":"Mexico: &#8222;Was kann ich denn daf\u00fcr, wenn ich Drogen zu den verhassten Gringos schmuggle? Was kann ich denn daf\u00fcr, dass mir der Typ direkt vor die Knarre lief?&#8220;"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_12402\" aria-describedby=\"caption-attachment-12402\" style=\"width: 512px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-12402\" title=\"lt_teil1401\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/lt_teil1401.jpg\" alt=\"Hier verbringt Rodrigo gerne seine N\u00e4chte - leider singenderweise. Tags\u00fcber w\u00e4scht er auch schon mal seine W\u00e4sche den Wasserbeh\u00e4ltern vorne im Bild. Die ja eigentlich f\u00fcr die Wasserversorgung im Haus bestimmt sind. (fotos: koerdt)\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/lt_teil1401.jpg 512w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/lt_teil1401-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12402\" class=\"wp-caption-text\">Hier verbringt Rodrigo gerne seine N\u00e4chte - leider singenderweise. Tags\u00fcber w\u00e4scht er auch schon mal seine W\u00e4sche den Wasserbeh\u00e4ltern vorne im Bild. Die ja eigentlich f\u00fcr die Wasserversorgung im Haus bestimmt sind. (fotos: koerdt)<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Dieser Artikel ist der 15. Teil <a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?author=23\" target=\"_blank\">einer pers\u00f6nlichen Serie<\/a> \u00fcber das Leben in Mexico und Mexico-City. <\/em><em>Heute f\u00e4hrt die Autorin Taxi und macht sich viele Gedanken \u00fcber das &#8222;Prinzip Verantwortung&#8220;. Wir w\u00fcnschen viel Spa\u00df beim Lesen. <\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a1Hola a todos!<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Unsere mexikanischen Ahnen glaubten weder, der Tod geh\u00f6re ihnen, noch glaubten sie, ihr Leben sei wirklich &#8211; im christlichen Sinne des Wortes &#8211; ihr Leben. Alles verband sich, um gleich bei der Geburt Leben und Tod eines jeden Menschen festzulegen: soziale Zugeh\u00f6rigkeit, Ort, Jahr, Tag und Stunde der Geburt. Der Azteke war ebenso wenig verantwortlich f\u00fcr seine Taten wie f\u00fcr seinen Tod.&#8220;<\/p>\n<p>Octavio Paz<br \/>\n\u00e2\u20ac\u017e\u00dcber die Fiesta und den Tod\u00e2\u20ac\u0153<br \/>\nin: \u00e2\u20ac\u017eDas Labyrinth der Einsamkeit\u00e2\u20ac\u0153 (1950)<\/p>\n<p>Betrachtet man heute die beherrschenden Ereignisse im Norden des Landes, mag der Essay des mexikanischen Autoren und Literaturnobelpreistr\u00e4gers von 1990 einen Zugang bieten, um das schier Unverst\u00e4ndliche aus dem eurozentrisch geschulten Blick verst\u00e4ndlicher zu machen. Man gewinnt den Eindruck, dass sich seit Hern\u00e1n Cort\u00e9s&#8216; blutiger Conquista und der Eroberung Tenochtitlans (dem heutigen Mexiko-Stadt) im Jahre 1521 das Verh\u00e4ltnis zur Verantwortung wenig ge\u00e4ndert hat. Was kann ich denn daf\u00fcr, wenn ich Drogen zu den verhassten Gringos schmuggle? Was kann ich denn daf\u00fcr, dass mir der Typ direkt vor die Knarre lief? Was kann ich denn daf\u00fcr, dass mir der Boss sagt, ich soll ihm auch noch den Sch\u00e4del abs\u00e4beln? Ja, was kann ich denn daf\u00fcr?<\/p>\n<figure id=\"attachment_12403\" aria-describedby=\"caption-attachment-12403\" style=\"width: 512px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-12403\" title=\"lt_teil1402\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/lt_teil1402.jpg\" alt=\"Sieht eigentlich ganz friedlich aus: der hiesige Taxistand vor dem Supermarkt. Aber manchmal kommen die dortigen Taxifahrer auf komische Ideen, um an ihr Geld zu kommen.\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/lt_teil1402.jpg 512w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/lt_teil1402-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12403\" class=\"wp-caption-text\">Sieht eigentlich ganz friedlich aus: der hiesige Taxistand vor dem Supermarkt. Aber manchmal kommen die dortigen Taxifahrer auf komische Ideen, um an ihr Geld zu kommen.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als ich am vergangenen Freitag ein Taxi bestieg, um zum j\u00e4hrlichen Schulball zu gelangen, gab mir der Fahrer nach der Anfahrt zu verstehen, dass er nur ungef\u00e4hr wisse, wohin ich denn wolle. Die Stra\u00dfe kenne er, aber er wisse nicht, wo genau das \u00e2\u20ac\u017eCasino de Bosques\u00e2\u20ac\u0153 sei. Ich hatte die Adresse inklusive der Hausnummer 500, so dass ich darin \u00fcberhaupt kein Problem sah. Dass es doch eins wurde, wie ich feststellen musste, lag daran, dass die Mexikaner wohl ein eher lockeres Verh\u00e4ltnis zu ihren Hausnummern auf dieser Stra\u00dfe pflegen. Nach 748 kam 656 und dann 438. Doch keine 500. Nachfragen an die ortskundigen Mitmenschen am Stra\u00dfenrand f\u00fchrten dann dazu, dass wir s\u00e4mtliche Restaurants im naheliegenden Chapultepec-Park abfuhren. Alle Versuche Kollegen au ihren Handys zu erreichen, endeten auf deren Mailboxen.<\/p>\n<p>Nach knapp zwei Stunden Herumgeirre landeten wir in einen Stau. Dort fragten wir wieder einen netten Mitmenschen und der sagte voller \u00dcberzeugung, das Casino sei direkt um die Ecke. Nur bei diesem Stau sei es doch sinnvoller, eben zu Fu\u00df dahin zu gehen. Daraufhin bog der Taxifahrer aus dem Stau heraus in eine Seitengasse und ich wollte aussteigen. Da wir ja ewig lange unterwegs waren, dachte ich, es sei ja total nett von mir, wenn ich ihm ein paar Pesos mehr als den ausgehandelten Fahrpreis g\u00e4be. Doch er verlangte noch einmal 100 Peso mehr. In meiner Verwegenheit sagte ich \u00e2\u20ac\u017en\u00f6\u00e2\u20ac\u0153. Nur leider hatte ich schlechte Karten, denn die T\u00fcren waren automatisch abgeriegelt und ich kam nicht heraus. Und als er dann auch noch anfing in seinem Handschuhfach herumzukramen (kurz vorher hatte er auch noch mit dem Handy eine SMS abgesetzt), wurde es mir doch ein wenig mulmig und ich konnte ihm seine Bitte, den Fahrpreis einfach &#8218;mal um 120% zu erh\u00f6hen, nicht mehr abschlagen. Er entriegelte daraufhin auch sofort die T\u00fcren und ich sah zu, dass ich Land gewann. Ich brauche wohl nicht erw\u00e4hnen, dass das Casino um die Ecke das falsche war. In der Zwischenzeit konnte ich aber endlich eine Kollegin telefonisch erreichen, die mir den Weg erkl\u00e4rte. So ging ich zum n\u00e4chsten Taxistand und war in 15 Minuten am Veranstaltungsort.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12405\" aria-describedby=\"caption-attachment-12405\" style=\"width: 512px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-12405\" title=\"lt_teil1404\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/lt_teil1404.jpg\" alt=\"Ja, wer ist denn daf\u00fcr verantwortlich? Hier im Viertel w\u00e4hlte man die Stra\u00dfennamen nach ausl\u00e4ndischen Dichtern und Denkern. Doch wenn dann mal drei Namen zusammenkommen, kann es schon kompliziert werden. Au\u00dferdem wird es die D\u00e4nen allgemeinhin nicht freuen, dass hier jeder den Herrn Hans f\u00fcr einen Deutschen h\u00e4lt.\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/lt_teil1404.jpg 512w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/lt_teil1404-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12405\" class=\"wp-caption-text\">Ja, wer ist denn daf\u00fcr verantwortlich? Hier im Viertel w\u00e4hlte man die Stra\u00dfennamen nach ausl\u00e4ndischen Dichtern und Denkern. Doch wenn dann mal drei Namen zusammenkommen, kann es schon kompliziert werden. Au\u00dferdem wird es die D\u00e4nen allgemeinhin nicht freuen, dass hier jeder den Herrn Hans f\u00fcr einen Deutschen h\u00e4lt.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Witz bestand einfach darin, dass er einfach auf der anderen Stra\u00dfenseite hinter einer Mauer lag (von der ich dachte, sie w\u00fcrde noch zum daneben befindlichen Friedhof geh\u00f6ren) und von der Stra\u00dfe aus nicht sichtbar war. Au\u00dferdem funktioniert dort einfach nicht das Prinzip, dass auf der einen Seite die geraden und auf der anderen die ungeraden Zahlen sind. So einfach war das. Warum ich dann am Eingang so angeglotzt wurde, habe ich zun\u00e4chst auch nicht verstanden. Hatte meine Kollegin bereits den T\u00fcrstehern mitgeteilt, dass gleich eine kommt, die eine Taxi-Odyssee hinter sich hat und wom\u00f6glich etwas verwirrt wirkt? Im Saal irrte ich durch die Reihen auf der Suche nach ihr. Endlich ersp\u00e4hte ich sie in einer Ecke mit einem weiteren Kollegen. Und erst als ich stillstand, verstand ich, warum ich alle Blicke auf mich gezogen hatte. Ein Tr\u00e4ger an meinem Kleid war gerissen und damit lief ich quasi halbfrei durch die Gegend (zum Gl\u00fcck mit BH). Eine Sicherheitsnadel hat mir dann noch den Abend gerettet.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ging ich zum Taxistand, von dem ich den Abend vorher losgefahren bin. Nat\u00fcrlich f\u00fchlte sich keiner daf\u00fcr verantwortlich. Im Gegenteil: schlie\u00dflich musste der Kollege doch zusehen, dass er sein Geld bekommt.<\/p>\n<p>Verantwortlich f\u00fchlte sich scheinbar niemand hier im Haus f\u00fcr die Wasserpumpe, als wir im letzten Jahr hier einzogen. Daraufhin beauftragte Christopher einen Klempner und nach einigem Hin und Her stimmte der Wasserdruck auch wieder. Nun stand auf einmal in der letzten Woche mein Nachbar aus der \u00fcber uns liegenden Wohnung abends vor unserer T\u00fcr. Ob Christopher da sei? \u00e2\u20ac\u017eN\u00f6\u00e2\u20ac\u0153, meinte ich. Dann bekam ich 400 Peso (rund 25 Euro) \u00a0in die Hand gedr\u00fcckt, er wolle sich bedanken. Wof\u00fcr? Na ja, mit dem Wasserdruck, darum h\u00e4tte Christopher sich doch gek\u00fcmmert. Jaja, schon, aber das ist doch schon lange her. Er h\u00e4tte das nicht gewusst und jetzt erst von der \u00e2\u20ac\u017ePerson\u00e2\u20ac\u0153 erfahren. Die \u00e2\u20ac\u017ePerson\u00e2\u20ac\u0153 hei\u00dft Rodrigo und wohnt ebenfalls in der Wohnung \u00fcber uns. Anfangs dachte ich, Rodrigo sei Student und wohne dort mit seiner Mutter und seiner Gro\u00dfmutter. Irgendwann einmal waren die Frauen weg, nur Rodrigo blieb. Und wie er blieb: Er verl\u00e4sst n\u00e4mlich eigentlich nie das Haus und singt zu jeder Tages- und Nachtzeit Kirchenchor\u00e4le und -kantaten. Kurzum: Rodrigo macht \u00fcberhaupt nichts au\u00dfer beten und singen.<\/p>\n<p>Nun war an diesem Abend endlich mal die Gelegenheit den Se\u00f1or zu fragen, in welchem Verh\u00e4ltnis er eigentlich zu Rodrigo st\u00fcnde. Ist das der Sohn seiner ehemaligen Lebensgef\u00e4hrtin, sein Neffe oder wer ist er? Er st\u00fcnde in \u00fcberhaupt keinem Verh\u00e4ltnis zu dieser Person, wie er mir dann in vollem Brustton erkl\u00e4rte. Er sei auf einer l\u00e4ngeren Gesch\u00e4ftsreise gewesen und h\u00e4tte einen Bekannten gebeten, in der Wohnung nach dem Rechten zu sehen. Als er wiederkam, waren f\u00fcnf Leute in der Wohnung. Von seinem Bekannten hat er nie wieder etwas geh\u00f6rt. Die Leute verschwanden dann auch wieder nach und nach. Nur Rodrigo blieb. So sei das eben in Mexiko, erkl\u00e4rte er mir lapidar. Er sch\u00fcttelte seinen Kopf, als ich ihn fragte, ob Rodrigo denn einen Vertrag h\u00e4tte und Miete zahlen w\u00fcrde. Daraufhin schlug ich ihm vor, er m\u00fcsse doch nur mal abwarten, dass Rodrigo das Haus verlasse (ab und an hatte er jedenfalls in der Vergangenheit Kirchenchor-Proben). Dann solle er schnell dessen Sachen zusammenpacken und das T\u00fcrschloss auswechseln. Mhmm, auf die Idee sei er noch gar nicht gekommen und bedankte sich bei mir f\u00fcr diesen grandiosen Vorschlag.<\/p>\n<p>Mir w\u00e4re das wirklich ganz recht, schlie\u00dflich verbringt Rodrigo so manche Nacht auf dem Flachdach (wenn er dem Se\u00f1or nicht begegnen m\u00f6chte) und schmettert dort herum. Daf\u00fcr kann Rodrigo bestimmt nichts. So ist das wohl mit der Verantwortung in Mexiko.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12404\" aria-describedby=\"caption-attachment-12404\" style=\"width: 512px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-12404\" title=\"lt_teil1403\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/lt_teil1403.jpg\" alt=\"Das ist ein Abstellraum auf unserem Flachdach, den Rodrigo liebevoll gestaltet hat. Die Zeilen links bedeuten:  &quot;Oh Jesus, ich liebe dich meine Festung Jesus, mein Fels mein Schlo\u00df und mein Befreier Mein Gott, meine Festung der ich vertraue Mein Schutzschild, und die St\u00e4rke  meiner Rettung, mein h\u00f6chster Schutzort.&quot;\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/lt_teil1403.jpg 512w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/lt_teil1403-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12404\" class=\"wp-caption-text\">Das ist ein Abstellraum auf unserem Flachdach, den Rodrigo liebevoll gestaltet hat. Die Zeilen links bedeuten:  &quot;Oh Jesus, ich liebe dich meine Festung Jesus, mein Fels mein Schlo\u00df und mein Befreier Mein Gott, meine Festung der ich vertraue Mein Schutzschild, und die St\u00e4rke  meiner Rettung, mein h\u00f6chster Schutzort.&quot;<\/figcaption><\/figure>\n<p>Und als mich k\u00fcrzlich ein Kollege fragte, wer denn daf\u00fcr verantwortlich sei, dass eine Stra\u00dfe pl\u00f6tzlich ohne Vorwarnung durch eine Betonkante beendet wird (die ja unseren Unfall verursacht hat), konnte ich auch nur schmunzeln &#8211; der Verkehrsminister, die Stra\u00dfenwacht das St\u00e4dtchen El Progeso? &#8211; und mich weiterhin dar\u00fcber wundern, warum \u00fcberhaupt das Wort &#8222;responsibilidad&#8220; hier existiert.<\/p>\n<p>Dieser Text entstand \u00fcbrigens in voller Eigenverantwortlichkeit. Wer nichts mehr von mir lesen m\u00f6chte, kann sich vertrauensvoll an mich wenden. Aber dann selbst die Verantwortung daf\u00fcr tragen, wenn ich beleidigt reagieren werde.<\/p>\n<p>Ich hoffe, euch allen geht&#8217;s gut und ich lese oder h\u00f6re auch &#8218;mal wieder &#8218;was von euch.<\/p>\n<p><strong>Muchos saludos desde M\u00e9xico,<br \/>\nMarion<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel ist der 15. Teil einer pers\u00f6nlichen Serie \u00fcber das Leben in Mexico und Mexico-City. Heute f\u00e4hrt die Autorin Taxi und macht sich viele Gedanken \u00fcber das &#8222;Prinzip Verantwortung&#8220;. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/mexico-was-kann-ich-denn-dafur-wenn-ich-drogen-zu-den-verhassten-gringos-schmuggle-was-kann-ich-denn-dafur-dass-mir-der-typ-direkt-vor-die-knarre-lief\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eMexico: &#8222;Was kann ich denn daf\u00fcr, wenn ich Drogen zu den verhassten Gringos schmuggle? 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