{"id":11909,"date":"2011-04-24T11:21:50","date_gmt":"2011-04-24T10:21:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=11909"},"modified":"2011-04-24T11:55:20","modified_gmt":"2011-04-24T10:55:20","slug":"spd-arnsberg-fordert-elternbefragung-zur-bedarfsgerechten-schullandschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/spd-arnsberg-fordert-elternbefragung-zur-bedarfsgerechten-schullandschaft\/","title":{"rendered":"SPD Arnsberg fordert Elternbefragung zur bedarfsgerechten Schullandschaft"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2182\" title=\"In unserem Briefkasten\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/lt_briefkasten01.jpg\" alt=\"In unserem Briefkasten\" width=\"120\" height=\"91\" \/><\/p>\n<p><em>Die SPD Arnberg hat eine Pressemitteilung zur Schulentwicklung versandt, die wir im Folgenden im Text unver\u00e4ndert ver\u00f6ffentlichen. Eine <a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/32_schulantrag-elternbefragung-20-4-11.pdf\" target=\"_blank\">PDF-Version ist hier<\/a> zu finden.<\/em><\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr B\u00fcrgermeister Vogel,<\/p>\n<h2>Antrag<\/h2>\n<p>Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Arnsberg fordert die Verwaltung zur Gestaltung einer zuk\u00fcnftigen bedarfsgerechten Schullandschaft auf, f\u00fcr den Bereich der Sekundarstufe I eine Befragung der Eltern aller Grundschulkinder durchzuf\u00fchren. Es soll dabei eruiert werden, ob die Eltern in Arnsberg neben beziehungsweise anstelle der bestehenden Schulformen weitere Angebote w\u00fcnschen. Der Elternbefragung vorgeschaltet werden soll eine intensive Diskussions- und Informationsphase. Die Ergebnisse der Elternbefragung dienen anschlie\u00dfend als Basis f\u00fcr die Planung der zuk\u00fcnftigen Schullandschaft in Arnsberg. Die SPD-Fraktion fordert die Verwaltung daher zu folgendem abgestuften Vorgehen auf:<\/p>\n<p>1. Die Verwaltung bietet in den Siedlungsschwerpunkten Arnsberg, H\u00fcsten, Neheim und Oeventrop Informationsveranstaltungen an. Dort sollen Experten \u00fcber die Vor- und Nachteile der verschiedenen Schulformen und -modelle informieren. Die Beteiligung aller im Rat vertretenen Parteien bei der Auswahl der Experten soll sicherstellen, dass das Meinungsspektrum auf diese Weise breit sowie objektiv und neutral dargelegt wird.<\/p>\n<p>2. Weiterf\u00fchrende und begleitende grafisch unterst\u00fctzte Informationen (auch in unterschiedlichen Sprachen) in gedruckter Form und im Internet m\u00fcssen die Informationsveranstaltungen erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p>3. Nach Abschluss der Informationsphase soll die per Gesetz vorgeschriebene Elternbefragung wiederum differenziert nach Siedlungsschwerpunkten durchgef\u00fchrt werden. Dabei sollen die Eltern aller Grundschulkinder befragt werden, welche Schulformen sie sich f\u00fcr ihre Kinder vorstellen k\u00f6nnen. Die Befragungskriterien sind entweder vom Arbeitskreis Schulstruktur oder vom \u00c4ltestenrat auf Vorschlag der Verwaltung zu formulieren.<\/p>\n<p>4. Die Verwaltung erh\u00e4lt durch die Elternbefragung empirische Daten, die als Basis f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Gestaltung der Schullandschaft im Bereich der Sekundarstufe I f\u00fcr eine Ratsvorlage Verwendung finden.<\/p>\n<p>5. Der Fachausschuss schl\u00e4gt dem Rat nach Anh\u00f6rung der beteiligten Bezirksaussch\u00fcsse die Kriterien der Schulstruktur zur Entscheidung vor.<\/p>\n<h2>Problemlage<\/h2>\n<p>Alle Experten sind sich einig, dass sich die Schullandschaft in Nordrhein-Westfalen aber auch in Arnsberg in einem dramatischen Ver\u00e4nderungsprozess befindet. Durch die demographische Entwicklung nehmen die Sch\u00fclerzahlen insgesamt deutlich ab. Die verbleibenden Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen verteilen sich allerdings ungleich auf die verschiedenen Schulformen. Am geringsten vom Sch\u00fclerr\u00fcckgang betroffen sind die Gesamtschulen, da, wo sie nicht angeboten werden, die Gymnasien. Dagegen erleben die Hauptschulen dramatische Einbu\u00dfen, von denen Realschulen und Gymnasien zurzeit noch profitieren &#8211; aber auch nur da, wo keine weitere Schulform alternativ angeboten wird.<\/p>\n<p>In Arnsberg sind nach der aktuellen Schulentwicklungsplanung (Stand 1.10.2010, siehe Grafik) die Sch\u00fclerzahlen an den Hauptschulen allein zwischen 2000\/01 und 2010\/11 um 26,2% zur\u00fcckgegangen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-11911\" title=\"arnsbergschueler20110424\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/arnsbergschueler20110424.jpg\" alt=\"arnsbergschueler20110424\" width=\"512\" height=\"283\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/arnsbergschueler20110424.jpg 512w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/arnsbergschueler20110424-300x165.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><\/p>\n<p>Insgesamt prognostiziert die Schulentwicklungsplanung der Stadt Arnsberg bis 2015\/16 einen R\u00fcckgang um 46% (bezogen auf 2000\/01). Nur noch wenige Eltern sehen im Hauptschulabschluss einen f\u00fcr die Zukunft ihrer Kinder ad\u00e4quaten Schulabschluss. In Arnsberg f\u00fchrte diese Entwicklung bereits zum Auslaufen der Hauptschule in Oeventrop. Bei einem Wegfall der Hauptschulen droht auf l\u00e4ngere Sicht ein Erosionsprozess der Realschulen zu Gunsten der Gymnasien.<\/p>\n<p>Die SPD-Fraktion ist der Ansicht, dass Politik und Verwaltung diese Entwicklung nicht einfach passiv hinnehmen sollten. Stattdessen bietet die Situation die Chance, die Schullandschaft wohnortnah, flexibel, leistungsf\u00e4hig, bedarfsgerecht und zukunftssicher zu gestalten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die SPD-Fraktion besteht am Fortbestand und der Zukunftsf\u00e4higkeit der Gymnasien kein Zweifel. Dagegen herrscht f\u00fcr den \u00fcbrigen Bereich der Sekundarstufe I, wie angedeutet, mittelfristig Handlungsbedarf. Verschiedene Modelle stehen neben Haupt- und Realschule zur Verf\u00fcgung:<\/p>\n<ul>\n<li>Verbundschule<\/li>\n<li>integrierte Gesamtschule<\/li>\n<li>Gemeinschaftsschule<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine wie auch immer geartete Ver\u00e4nderung der Schullandschaft darf, wenn sie akzeptiert und erfolgreich sein soll, nicht gegen den Willen der Beteiligten von der Verwaltung oder der Politik verordnet werden. Schulleiterinnen und Schulleiter, Lehrerinnen und Lehrer, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, Eltern und andere Beteiligte m\u00fcssen den jeweiligen Weg unterst\u00fctzen und mittragen. Von grunds\u00e4tzlicher Bedeutung ist dabei insbesondere der Elternwille. Die Eltern bestimmen letztlich, welche Schule ihr Kind nach dem Abschluss der Primarstufe besuchen soll. Daher ist eine Elternbefragung n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Franz-Josef Schr\u00f6der (Fraktionsvorsitzender),\u00a0 Andreas Posta (stellv. Vorsitzender im Ausschuss Schule, Jugend u. Familie)<\/p>\n<p>B\u00e4rbel Risadelli (Fraktionsgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die SPD Arnberg hat eine Pressemitteilung zur Schulentwicklung versandt, die wir im Folgenden im Text unver\u00e4ndert ver\u00f6ffentlichen. Eine PDF-Version ist hier zu finden. 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