{"id":11759,"date":"2011-04-02T23:45:57","date_gmt":"2011-04-02T22:45:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=11759"},"modified":"2012-02-02T18:59:19","modified_gmt":"2012-02-02T17:59:19","slug":"gas-frac-und-wintershall-stadtverwaltung-meschede-beantwortet-eine-anfrage-der-fraktion-mbz-zu-moglichen-erdgasprobebohrungen-im-hochsauerlandkreis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/gas-frac-und-wintershall-stadtverwaltung-meschede-beantwortet-eine-anfrage-der-fraktion-mbz-zu-moglichen-erdgasprobebohrungen-im-hochsauerlandkreis\/","title":{"rendered":"Gas, frac und Wintershall &#8211; Stadtverwaltung Meschede beantwortet eine Anfrage der Fraktion MbZ zu m\u00f6glichen Erdgasprobebohrungen im Hochsauerlandkreis."},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2182\" title=\"In unserem Briefkasten\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/lt_briefkasten01.jpg\" alt=\"In unserem Briefkasten\" width=\"120\" height=\"91\" \/><strong>Ausf\u00fchrlich und schnell antwortete die Stadt Meschede auf eine Anfrage der Fraktion Meschede braucht Zukunft (MbZ) zu m\u00f6glichen Erdgasbohrungen. Dem oder den Mitarbeitern der Stadtverwaltung herzlichen Dank!<\/strong><\/p>\n<p>Hier ein paar Ausz\u00fcge aus dem Schreiben, vor allem zu Fakten, die uns erst seit kurzem bekannt sind:<\/p>\n<p>Der Sachbearbeiter Herr W. schreibt, dass im Einzelfall auch eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich werden k\u00f6nnte, an der die Kreise als Wasserbeh\u00f6rden beteiligt sind.<\/p>\n<p>Das Erdgasfeld &#8222;Ruhr&#8220; (zu dem auch Sundern, Arnsberg und ein schmaler Streifen von Meschede geh\u00f6ren) wurde im Jahr 2010 Wintershall zugeteilt.<\/p>\n<p>Auch die Stadt Meschede verf\u00fcgt offenbar lediglich \u00fcber die im Internet von der Bezirksregierung Arnsberg eingestellte Grafik. &#8222;Die Grafik l\u00e4sst keinesfalls R\u00fcckschl\u00fcsse auf eine parzellescharfe Abgrenzung zu&#8220;, schreibt Herr W.<\/p>\n<p>Voraussetzung vor &#8222;Niederbringung einer Bohrung&#8220; sei eine bergrechtliche Betriebsplanzulassung. &#8222;An einem solchen Verfahren werden auch die betreffenden St\u00e4dte beteiligt.&#8220; Bisher w\u00e4re ein Betriebsplanzulassungsverfahren und zwar im M\u00fcnsterland anh\u00e4ngig. Weitere Infos enthielte die Vorlage 11\/01\/11 der Bezirksregierung an den Regionalrat vom 07.04.11 TOP 9.<\/p>\n<p>Derzeit gebe es noch keine Betriebsplanzulassung f\u00fcr die sp\u00e4tere F\u00f6rderung von Erdgas.<\/p>\n<p>Fa. Wintershall habe gegen\u00fcber dem Hochsauerlandkreis ihr Vorgehen dargelegt. Demnach solle in den n\u00e4chsten 3 Jahren eine Erkundung des Gebietes &#8222;Ruhr&#8220; erfolgen.<\/p>\n<p>Die Vorlage ist au\u00dfer mit dem MbZ-Antrag noch mit 3 Anlagen versehen, z.B. mit 6 Seiten technischer Darstellung des Verfahrens (diese Anlage wurde offensichtlich von der Kreisverwaltung erstellt), der Karte &#8222;Erlaubnisfelder&#8220; und \u00fcber drei Seiten mit den Ausf\u00fchrungen &#8222;Rechtlicher Rahmen zur Aufsuchung und Gewinnung&#8220;.<\/p>\n<p>Wir zitieren nun einige Aussagen aus dem recht aufschlussreichen Anhang mit HSK-Logo:<\/p>\n<p>Es werden u.a. die F\u00f6rdermethoden beschrieben. \u00e2\u20ac\u017eUmweltbeeintr\u00e4chtigungen sind w\u00e4hrend der Vorbereitungs-, und Bohrungs- und frac-Phase und w\u00e4hrend des Betriebs zu erwarten, wie sie bereits technisch beschrieben wurden. Sie reichen von L\u00e4rmbel\u00e4stigungen und Fl\u00e4chenverbrauch \u00fcber Schadstoffemissionen bis zu Verunreinigung von Grund- und Trinkwasser. Der Fl\u00e4chenverbrauch ist nicht zu untersch\u00e4tzen, und wird ben\u00f6tigt zur Zufahrt mit schwerstem Ger\u00e4t, Raum f\u00fcr Bohrplatz, Verdichter und Abwasserteiche. F\u00f6rderfelder in den USA weisen bis zu 6 \u00e2\u20ac\u201c 8 Bohrungen pro Quadratkilometer auf.\u00e2\u20ac\u0153 Weiter wird dargestellt, dass in den USA 10 \u00e2\u20ac\u201c 24.000 Kubikmeter Wasser f\u00fcr ein Bohrloch ben\u00f6tigt werden. Dieses Wasser sei mit etwa 0,5 \u00e2\u20ac\u201c 1 % Chemikalien und bis zu 20 % Sand vermischt. Das Wasser m\u00fcsse aufgefangen und entsorgt werden. Das zus\u00e4tzlich zum Gas gef\u00f6rderte \u00e2\u20ac\u017eLagerst\u00e4ttenwasser\u00e2\u20ac\u0153 k\u00f6nne teilweise mit radioaktiven Substanzen versetzt sein. Kritiker des Verfahrens w\u00fcrden eine Gef\u00e4hrdung des Grund- und Trinkwassers sehen.<\/p>\n<p>Zum Verfahren: \u00e2\u20ac\u017eDas Verfahren zur Erteilung der Aufsuchungsberechtigung erfolgt ohne Beteiligung der \u00d6ffentlichkeit.\u00e2\u20ac\u0153 Tiefbohrungen und Frac-Aktivit\u00e4ten seien in der Phase der dreij\u00e4hrigen Phase der geologischen Erkundung nicht vorgesehen. Man k\u00f6nne vermuten, dass dann zur F\u00f6rderung Hydraulic Fracturing eingesetzt wird.<br \/>\nDie Entscheidung \u00fcber die Erlaubnis f\u00fcr eine Erkundungsbohrung setze bei der Entscheidung der Bezirksregierung das Einvernehmen des Kreises voraus, sodass der Kreis erheblichen Einfluss auf die Entscheidung habe. Bisher liege von Wintershall kein Antrag vor. Nach den Reaktionen bei dem Antragsverfahren im M\u00fcnsterland hielte die Pressestelle des RP Arnsberg es nicht f\u00fcr wahrscheinlich, dass kurzfristig weitere Antr\u00e4ge gestellt werden. Im \u00dcbrigen w\u00fcrde die Bezirksregierung \u00fcber die Landesregierung versuchen, eine Reform des Bundesberggesetzes anzusto\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausf\u00fchrlich und schnell antwortete die Stadt Meschede auf eine Anfrage der Fraktion Meschede braucht Zukunft (MbZ) zu m\u00f6glichen Erdgasbohrungen. Dem oder den Mitarbeitern der Stadtverwaltung herzlichen Dank! 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