{"id":11423,"date":"2011-03-04T20:53:44","date_gmt":"2011-03-04T19:53:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=11423"},"modified":"2011-03-05T08:26:39","modified_gmt":"2011-03-05T07:26:39","slug":"ciudad-mexico-abermillionen-monarch-falter-gedankenloser-sprachgebrauch-und-die-leidenschaft-der-lenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/ciudad-mexico-abermillionen-monarch-falter-gedankenloser-sprachgebrauch-und-die-leidenschaft-der-lenden\/","title":{"rendered":"Ciudad Mexico: Abermillionen Monarch-Falter, gedankenloser Sprachgebrauch und die Leidenschaft der Lenden."},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_11424\" aria-describedby=\"caption-attachment-11424\" style=\"width: 512px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-11424\" title=\"monarch01\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/monarch01.jpg\" alt=\"Einer der Hauptpersonen des heutigen Berichts: vereinzelter Monarch-Falter; ansonsten m\u00f6gen die schon die Gemeinschaft. (fotos: koerdt)\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/monarch01.jpg 512w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/monarch01-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11424\" class=\"wp-caption-text\">Einer der Hauptpersonen des heutigen Berichts: vereinzelter Monarch-Falter; ansonsten m\u00f6gen die schon die Gemeinschaft. (fotos: koerdt)<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Dieser Artikel ist der zw\u00f6lfte Teil <a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?author=23\" target=\"_blank\">einer pers\u00f6nlichen Serie<\/a> \u00fcber das Leben in Mexico-City. S\u00e4mtliche bisher erschienen Artikel sind <a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?author=23\" target=\"_blank\">hier zu finden<\/a>.\u00a0 Lange haben wir nichts mehr von Marion gelesen, daf\u00fcr haben wir  heute einen umso \u00fcppigeren Bericht erhalten. Viel Spa\u00df beim Lesen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Hola a todos!<\/strong><\/p>\n<p>Tja, eigentlich wollte ich als erstes spannende Sachen aus dem Gebiet der Flora und Fauna berichten, doch dann kommt mir mal wieder wahrscheinlich Allzumenschliches dazwischen. Als ich in der letzten Woche im Badezimmer rumwurschelte und das Fenster \u00f6ffnete, h\u00f6rte ich unseren neuen Nachbarn mit unglaublich lautem Geschrei aus seiner Wohnung.<\/p>\n<p><strong>Deutschland, Deutschland, Sieg Heil.<\/strong><br \/>\nSchnell kristallisierte sich heraus, dass sein Gebr\u00fcll harmlos ist, denn er schien mit dem kleinen Chico, der seit einigen Tagen bei ihm wohnt \u00e2\u20ac\u201c vielleicht sein Neffe oder sein gerade wieder entdeckter Sohn -, Computer zu spielen. Zwischendurch durfte sich der Kleine f\u00fcr seine Niederlagen verh\u00f6hnen lassen, bevor unser Nachbar zu einem Tremolo ansetzte: Deutschland, Deutschland, Sieg Heil, Sieg Heil.<\/p>\n<p>Ich traute meinen Ohren nicht (Was haben die denn da gespielt? Ich bin Nazi und mach die Juden platt???) und traue mich ihm gegen\u00fcber nun auch nicht mehr so unbefangen \u00fcber den Weg. Als er mir im Flur begegnete, war ich sehr wortkarg. Ich wei\u00df, dass da wohl keine weiteren Hintergedanken dahinter stecken, dennoch macht mich diese scheinbare Gedankenlosigkeit w\u00fctend.<\/p>\n<p><strong>Gedankenloser Antisemitismus<\/strong><br \/>\nGenauso w\u00fctend wurde ich beim Besuch der hiesigen Schweizer Schule vor ein paar Wochen, als ein Schweizer Lehrer den vorherigen Zustand der Schulbibliothek mit folgenden Worten beschrieb: \u00e2\u20ac\u017eDas sah hier aus wie ein KZ!\u00e2\u20ac\u0153 Worauf ich nur bemerken konnte: \u00e2\u20ac\u017eWieso? Haben Sie hier Juden zu Tode arbeiten lassen?\u00e2\u20ac\u0153 Schon ein bisserl l\u00e4nger ist es, dass ich am Flughafen stand und dort von einer Mexi-Deutschen angesprochen wurde, die bereits in dritter Generation hier lebt. Wo ich denn wohnen w\u00fcrde? Als ich sagte in Polanco, verzog sie ihr \u00e2\u20ac\u201cwohl schon mehrere Male geliftetes- Gesicht und stie\u00df angewidert hervor: \u00e2\u20ac\u017eIm Judenviertel??? Wo kann man denn dort wohnen???\u00e2\u20ac\u0153 Ja, es stimmt, hier in Polanco leben die meisten Juden s\u00fcdlich von New York. Es gibt mehrere Synagogen, sie laufen hier durch die Strassen und fallen sonst nicht weiter auf.<\/p>\n<p><strong>Ein phantastisches Naturschauspiel &#8211; Abermillionen Monarch-Falter<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_11425\" aria-describedby=\"caption-attachment-11425\" style=\"width: 192px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-11425 \" title=\"monarch02\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/monarch02.jpg\" alt=\"Sieht es nicht aus wie im Sauerland?\" width=\"192\" height=\"256\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/monarch02.jpg 320w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/monarch02-224x300.jpg 224w\" sizes=\"auto, (max-width: 192px) 85vw, 192px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11425\" class=\"wp-caption-text\">Sieht es nicht aus wie im Sauerland?<\/figcaption><\/figure>\n<p>So, nun aber zur Fauna. Vor drei Wochen durften wir Augenzeugen eines phantastischen Naturschauspiels werden. Das Santuario de las Mariposas Monarca ist ein ca. 20 Hektar gro\u00dfes Naturreservat im Bundesstaat Michoac\u00e1n.<\/p>\n<p>Jeden Herbst ziehen Abermillionen Monarch-Falter aus Zentral- und Ost-USA wie auch aus dem s\u00fcdlichen Kanada zu ihrem Winterreservat in Mexiko. \u00dcber 4000 Kilometer legen die Schmetterlinge dabei zur\u00fcck. Durch die K\u00fchle, die hier auf der H\u00f6he von ca. 3000 Metern auf dem H\u00fcgel herrscht, sind sie recht tr\u00e4ge und deswegen auch ein dankbares Foto-Motiv.<\/p>\n<p>Die Fichten-W\u00e4lder erinnern doch sehr stark an deutsche Mittelgebirgslandschaften, und wenn die Falter zu Tausenden an den Nadelh\u00f6lzern h\u00e4ngen, entsteht durch ihre braun-orangene F\u00e4rbung der Eindruck, als sei man in einem deutschen Laubwald gelandet. Sinnvollerweise sind viele Wege abgesperrt, damit die Tiere ihre Ruhe haben. Hier paaren sie sich, die meisten sterben, die neue Generation macht sich im M\u00e4rz wieder auf Richtung Norden. Woher sie ihre Route kennen und wie sie sich orientieren, ist immer noch ein R\u00e4tsel.<\/p>\n<p><strong>Die gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr den Touristen &#8211; der Einheimische und der Herzinfarkt<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_11426\" aria-describedby=\"caption-attachment-11426\" style=\"width: 192px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-11426 \" title=\"monarch03\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/monarch03.jpg\" alt=\"Alles Gl\u00fcck der Erde liegt auf den R\u00fccken der Pferde. Ob das auch f\u00fcr Papas R\u00fccken gilt, mag beim Gesichtsausdruck dieses Kindes bezweifelt werden. Da der Mexi aber nicht ohne seine Familie kann, wird alles zwischen 0 und 100 auf den Berg gezerrt.\" width=\"192\" height=\"256\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/monarch03.jpg 320w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/monarch03-224x300.jpg 224w\" sizes=\"auto, (max-width: 192px) 85vw, 192px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11426\" class=\"wp-caption-text\">Alles Gl\u00fcck der Erde liegt auf den R\u00fccken der Pferde. Ob das auch f\u00fcr Papas R\u00fccken gilt, mag beim Gesichtsausdruck dieses Kindes bezweifelt werden. Da der Mexi aber nicht ohne seine Familie kann, wird alles zwischen 0 und 100 auf den Berg gezerrt.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als ich meinem Deutsch-Kurs davor erz\u00e4hlte, wohin wir am Wochenende wollten, bekam eine Frau einen Schrecken: das sei doch viel zu gef\u00e4hrlich. Worin genau die Gefahr bestand, erschloss sich mir nicht so genau. Wahrscheinlich weil man dort unter gew\u00f6hnlichen Durchschnittsmexikaner ist. Aber nicht nur die: zahlreiche US-Amerikaner tummelten sich auch auf dem H\u00fcgel. Besondere Kennzeichen: schlecht verschmierte Sonnencreme, Sonnenbrille und &#8211; warum immer auch immer \u00e2\u20ac\u201c mitsamt alle weit \u00fcber 70. Da der Aufstieg wirklich nicht ohne ist \u00e2\u20ac\u201c innerhalb k\u00fcrzester Zeit \u00fcberwindet ungef\u00e4hr 500 H\u00f6henmetern \u00e2\u20ac\u201c besteht wohl die gr\u00f6\u00dfte Gefahr darin, dass ein Ami mit Herzinfarkt am Wegesrand liegt.<\/p>\n<p><strong>Einf\u00fchrung in die \u00d6konomie der Floristik: warum l\u00e4sst der Blumenh\u00e4ndler Tulpen vergammeln?<\/strong><br \/>\nAch ja, die Flora: so freute ich mich dann auch, als ich bei den Blumenh\u00e4ndlern (die hier wirklich an fast jeder Stra\u00dfenecke einen kleinen Stand haben) Tulpen entdeckte. Flugs schnappte ich mir einen Bund mit neun Tulpen. Der Verk\u00e4ufer strahlte mich an, ich strahlte zur\u00fcck, fragte, wie teuer die denn seien und dann war es auch schon mit meinem Strahlen vorbei: er wollte umgerechnet fast 30 Euro f\u00fcr den Bund. Kein Wunder, dass er so gestrahlt hat, schlie\u00dflich w\u00e4re ich ja ein gutes Gesch\u00e4ft gewesen. Jetzt wei\u00df ich wenigstens: die Tulpe gilt als super-exklusiv. Und wird wegen ihres hohen Preises fast nie gekauft. In den folgenden Tagen beobachtete ich, wie die Tulpen in den kleinen L\u00e4dchen sich \u00f6ffneten, langsam die K\u00f6pfe h\u00e4ngen lie\u00dfen und dann unter dem Tisch verschwanden. Ob das gute Preispolitik ist?<\/p>\n<p><strong>Dahlien sollen essbar gewesen sein<\/strong><br \/>\nUnd noch was Floristisches: die Dahlie wurde urspr\u00fcnglich aus Mexiko nach Europa eingef\u00fchrt, nicht, weil sie unser Auge so erfreut, sondern weil man die Knollen essen konnte. Aber bitte jetzt nicht versuchen: ich habe geh\u00f6rt, die heutigen Pflanzen sind ganz anders gez\u00fcchtet und ich wei\u00df nicht, ob die noch genie\u00dfbar sind.<\/p>\n<p><strong>Der reichste Mann der Welt er\u00f6ffnet ein Museum<\/strong><br \/>\nGenug Blumiges f\u00fcr heute, schlie\u00dflich strahlt hier die Sonne und die Stadt will weiter entdeckt werden. Apropos entdecken: auf unserem Arbeitsweg fuhren wir in den letzten Monaten an einer Baustelle vorbei. Christophers Vermutung war, es k\u00f6nne ein neues Parkhaus sein. Aber weit gefehlt: Carlos Slim wird dort sein neues Museum er\u00f6ffnen. Der reichste Mann der Welt hat nicht nur das meiste Geld, sondern auch eine riesige Kunstsammlung, in der sich u.a. die gr\u00f6\u00dfte private Rodin-Sammlung befindet. Seitdem ich das wei\u00df, lauere ich der Er\u00f6ffnung entgegen, die aber erst Ende M\u00e4rz sein wird. Die lateinamerikanische Prominenz durfte jetzt schon rein: in einem Zeitungsartikel stellte ich dann verwundert fest, dass Garcia Marquez ja immer noch lebt (nun gut, Fidel Castro lebt ja auch noch). Ich bin guten Mutes, dass die Er\u00f6ffnung dann wirklich in ein paar Wochen sein wird, aber hier in Mexiko wei\u00df man ja nie.<\/p>\n<p><strong>Texcoco: der verschwundene See und der Gestank<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_11427\" aria-describedby=\"caption-attachment-11427\" style=\"width: 512px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-11427\" title=\"texcoco01\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/texcoco01.jpg\" alt=\"Hier badete schon der K\u00f6nig (wahrscheinlich nicht allein). Ob die Graffitis auch von ihm sind, mag bezweifelt werden.\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/texcoco01.jpg 512w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/texcoco01-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11427\" class=\"wp-caption-text\">Hier badete schon der K\u00f6nig (wahrscheinlich nicht allein). Ob die Graffitis auch von ihm sind, mag bezweifelt werden.<\/figcaption><\/figure>\n<p>So lange ich nicht wei\u00df, was die Zukunft bringt, habe ich ja noch ausreichend Gelegenheit, mich mit der Vergangenheit zu besch\u00e4ftigen. Rund 20 Kilometer von der \u00f6stlichen Stadtgrenze entfernt liegt Texcoco. Die Stadt ist nach dem Texcoco-See benannt, der einst hier war. Die Aztekenhauptstadt Tenochtitl\u00e1n lag auf einer Insel in diesem See, der ca. sechsmal gr\u00f6\u00dfer als der Bodensee war. Fast nicht vorstellbar, wie die Spanier es geschafft haben, den See zur\u00fcckzustauen und trockenzulegen. Heute ist nur noch eine Pf\u00fctze zwischen Mexiko-Stadt und Texcoco \u00fcbrig geblieben. Es f\u00e4llt auf, dass die Hauptstadt nicht in diese Richtung weiter expandiert und man \u00fcber eine Autobahn diese knappen 20 Kilometer durch unbebautes Gebiet f\u00e4hrt. Wenn man jedoch die Fensterscheibe \u00f6ffnet, kann man eine ungef\u00e4hre Vorstellung davon bekommen, warum hier keine H\u00e4user sind: ein Gestank von M\u00fcll und Kloake dringt penetrant in die Nase. Und man hat keine Vorstellung davon, was eventuell in dem See-Rest verkappt wird. Texcoco hingegen wirkt wie eine typische mexikanische Mittelstadt, am Ortsrand liegt ein gro\u00dfer Park und in dessen N\u00e4he der Cerro Tlaloc.<\/p>\n<p><strong>Wasserspiele f\u00fcr den Herrscher Nezahualc\u00f3yotl<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_11428\" aria-describedby=\"caption-attachment-11428\" style=\"width: 192px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-11428 \" title=\"texcoco02\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/texcoco02.jpg\" alt=\"Heute sieht der H\u00fcgel doch ein bisserl karg aus. Unten rechts sieht man noch das Aqu\u00e4dukt, das dem Badevergn\u00fcgen diente.\" width=\"192\" height=\"144\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/texcoco02.jpg 320w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/texcoco02-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 192px) 85vw, 192px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11428\" class=\"wp-caption-text\">Heute sieht der H\u00fcgel doch ein bisserl karg aus. Unten rechts sieht man noch das Aqu\u00e4dukt, das dem Badevergn\u00fcgen diente.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Hier befinden sich die \u00dcberreste des Palastes Tetzcotzingo, den wohl der Herrscher Nezahualc\u00f3yotl hier im 15. Jahrhundert errichten lie\u00df. In dieser trockenen und kargen Landschaft kann man sich fast nicht vorstellen, dass er einen Palast hat errichten lie\u00df, der von einem gr\u00fcnem Landschaftspark mit Wasserspielen umgeben war, der von einem ausgekl\u00fcgelten System bew\u00e4ssert wurde. Dieses Bew\u00e4sserungssystem diente aber auch noch einem weiterem Vergn\u00fcgen des K\u00f6nigs: \u00fcberall auf dem H\u00fcgel befinden sich Badel\u00f6cher. Wohl konnte er sich hier seiner Mu\u00dfe hingeben, schlie\u00dflich hatte er mit der Aztekenhauptstadt Tenochtitl\u00e1n und Tlateloloco (heute ein Stadtteil im Norden von Mexiko-Stadt, damals ein eigenes Reich) einen Nichtangriffspakt abgeschlossen, so dass er sich nicht sorgen musste, dass die Nachbarn angreifen.<\/p>\n<p><strong>Architektur, Philosophie und die Leidenschaft der Lenden<\/strong><br \/>\nin weiterer Schutz war wohl auch seine zahlreichen verwandtschaftlichen Verbindungen zu den beiden Reichen (er hatte angeblich \u00fcber 100 Kinder von zahlreichen Frauen). Daf\u00fcr konnte er im Laufe seines Lebens sich seinen anderen Leidenschaften (nicht nur der der Lenden) ausreichend widmen: Architektur und Philosophie. Auf dem H\u00fcgel begegnet man auf Schildern all seinen Weisheiten, die er auf diese Weise schriftlich verfasst und hinterlassen hat.<br \/>\nEuch w\u00fcnsche ich auch viele weise Erfahrungen in der kommenden Zeit, sowieso alles Gute und ich hoffe, ihr lasst mal wieder von euch lesen!!!<\/p>\n<p><strong>Hasta luego,<br \/>\nMarion<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel ist der zw\u00f6lfte Teil einer pers\u00f6nlichen Serie \u00fcber das Leben in Mexico-City. 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