{"id":11380,"date":"2011-02-27T22:14:45","date_gmt":"2011-02-27T21:14:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=11380"},"modified":"2020-01-18T23:12:51","modified_gmt":"2020-01-18T22:12:51","slug":"eine-reise-nach-kuba-teil-2-leben-in-ruinen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/eine-reise-nach-kuba-teil-2-leben-in-ruinen\/","title":{"rendered":"Eine Reise nach Kuba: Teil 2 &#8211; Leben in Ruinen."},"content":{"rendered":"<p><em>Wir ver\u00f6ffentlichen hier den zweiten Teil des Reisetagebuchs von Christopher. Unser Autor ist im letzen Jahr nach Kuba gereist und hat sich sehr pers\u00f6nliche Gedanken gemacht.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><em>Sein Fernweh und sein Interesse an fremden Kulturen und der spanischen Sprache haben ihn an die Deutsche Schule in Mexico-City getrieben. Christopher Weber hat seinen Einstieg in die Alltagswelt Mexikos<a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?author=8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> hier im Blog<\/a> in einer gro\u00dfen Serie beschrieben. Wir freuen uns, dass wir diese Beobachtungen nun mit den Kuba-Impressionen fortsetzen k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-11381\" title=\"cuba03\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/cuba03.jpg\" alt=\"cuba03\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/cuba03.jpg 512w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/cuba03-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/>Den maritimen Zugang zur Altstadt vor Augen (<a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=11269\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">siehe Teil 1<\/a>) w\u00fcrde man A.v. Humboldts Feststellung, Havannas Hafen sei eine der ersten Adressen des Welthandels, benommen, bet\u00e4ubt und vertr\u00e4umt glatt zustimmen.<\/p>\n<p>Jedoch nimmt hinter Havannas Kolonialpracht die Ahnung, die jeder Kuba-Reisende in unseren Zeiten bang im Herzen birgt, Gestalt an. Die politische, gesellschaftliche und sozio\u00f6konomische Demoralisierung und Demolierung manifestiert sich krass in den zerfallenen Hinterh\u00f6fen, in den zerst\u00f6rten Eingeweiden der Stadt, in den entkernten Hausinnereien. Darin kleben mehr Kabel \u00fcberm Putz, als welcher zu sehen w\u00e4re: Tragen die Kabel die hohlen W\u00e4nde oder die Kulissen die Kabel?<\/p>\n<p>Von der infrastrukturellen W\u00fcste jenseits der Flanierviertel der repr\u00e4sentativen Staatsgeb\u00e4ude berichtete bereits A.v. Humboldt in f\u00fcr uns \u00fcberraschender Ungleichzeitigkeit einer ahistorischen Rezeption, denn Havanna verf\u00fcgte in der Moderne vor der Kubanischen Revolution nat\u00fcrlich schon einmal \u00fcber eine funktionale Asphaltierung:<\/p>\n<blockquote><p>Die Stra\u00dfen sind im Allgemeinen eng und die meisten sind selbst nicht gepflastert &#8230; kurz vor meiner Reise hatte man die seltsame Idee, das Pflaster durch die Versammlung gro\u00dfer Baumst\u00e4mme wettzumachen. Bald schon lie\u00df man das Projekt sein und die Reisenden, die erneut ankamen, sahen mit Erstaunen die sch\u00f6nsten St\u00e4mme aus Mahagoniholz in den Schluchten von Havanna begraben. W\u00e4hrend meines Aufenthalts im spanischen Amerika zeigten wenige seiner St\u00e4dte wegen des Fehlens einer guten Polizei ein absto\u00dfeneres Aussehen als dieses Havanna, weil man bis zu den Kn\u00f6cheln im Schlamm ging &#8230; Der Geruch von gesalzenem oder gep\u00f6keltem Fleisch verpestete oft die H\u00e4user und selbst die stickigen Stra\u00dfen.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir ver\u00f6ffentlichen hier den zweiten Teil des Reisetagebuchs von Christopher. Unser Autor ist im letzen Jahr nach Kuba gereist und hat sich sehr pers\u00f6nliche Gedanken gemacht. 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