Nestbeschmutzung: Kahler Asten – jetzt neu mit Pollern und ohne rustikale Sitzbänke am Café

Poller auf dem Parkplatz (foto: zoom)

Nachdem ich am Samstag den Frühlingswald auf dem Odenberg bewundert hatte, bin ich gestern zu einem kleinen Abendspaziergang auf den Kahlen Asten gefahren.

Neu waren mir die Poller auf dem Parkplatz. Wird vielleicht etwas mit Parkraumdisziplinierung und Auffahrunfallverhinderung zu tun haben, aber etwas genaues weiß ich nicht. Nichts gelesen, nichts gehört.

Verschwunden sind die rustikalen Sitzbänke und die geschwungenen hölzernen Ruhesessel vor dem Café. Die habe ich immer sehr gemocht, aber nun sind sie einer 08-15-Gartenmöbelgarnitur gewichen.

Die rustikalen bequemen Sitzgelegenheiten sind verschwunden. Wohin? (foto: zoom)

Kurz und schlecht: Der Kahle Asten hat mich enttäuscht. Na ja, fast. Was immer klappt ist ein Bild mit kahlem Baum vor leerer Landschaft mit Weitsicht.

Die kahlen Solitäre haben immer noch Charme. (foto: zoom)

Vielleicht hatte ich gestern Abend auch nur meine Negativ-Brille auf. Wer weiß. Es war kalt und ungemütlich. Und wie wir alle gelernt haben: Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Und manchmal auch umgekehrt oder wild durcheinander.

4 Gedanken zu „Nestbeschmutzung: Kahler Asten – jetzt neu mit Pollern und ohne rustikale Sitzbänke am Café“

  1. Ich mags da oben auch nicht – es ist … irgendwie so verfrickelt. Riesiger Parkplatz, dann so eine ganz merkwürdige Denkmallandschaft, dann diverse Gebäude und irgendwie … ist alles nicht schön.

  2. Mein letzter Aufenthalt am Kahler Asten ist lang, lang her.
    Es war an einem Heiligabend mittags, wir sind von Lenneplätze los und haben dann von der Ecke Lennequelle aus den Ausblick genossen. Unten waberte der Nebel, oben strahlte die Sonne und wir lagen auf den Holzliegen und konnten es kaum glauben. Ich mein, Heiligabend… :)

    1. Die geschwungenen Holzliegen waren mit das beste, was der Kahle Asten zu bieten hatte. Sie wurden auch sehr gut angenommen.

  3. In meinen Anfangsjahren im Sauerland war ich häufig auf dem Kahlen Asten, denn der weite Himmel erinnerte mich an Norddeutschland: viel Himmel, wenig Hindernisse. Es gab einen Spielplatz für die Kinder mit einer hölzernen Lok und Schaukeln. Irgendwo auf der Runde stand ein Kletterbaum, der teilweise waagerecht wuchs und daher auch für kleinerer Baumakrobaten geeignet war. Im Sommer öffnete die Bude und verkaufte Eis. Zu besonderen Gelegenheiten aßen wir im Cafe im ersten Stock des Astenturms den legendären Apfelkuchen aus der Pfanne – riesig und sehr lecker. Danach gingen wir durch das kleine Museum, in dem ausgestopfte Tiere und zahlreiche Infotafeln standen.
    Doch die Kinder wurden älter, der Pächter wechselte, die Bude schloss, der Spielplatz verschwand, die Bäume wurden gefällt, um eine Ausgleichsfläche für die Umgehungsstraße in Olsberg zu schaffen, war es nicht so? Das Cafe rutschte als Selbstbedienungsimbiss in das Erdgeschoss, oben entstanden Restaurant und Hotel. Das Museum verlangte Eintritt. Doch auch das ist inzwischen schon lange her.

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