Laufen im Wald nach dem Tauwetter: Der Kahlenberg ist wieder frei.

Geschafft: Erster Jogger 2011 auf dem Kahlenberg. (foto: zoom)
Geschafft: Erster Jogger 2011 auf dem Kahlenberg. (foto: zoom)

Nach dem großen Tauwetter ist es endlich wieder möglich, im Wald zu laufen. Strecken auf denen Bäume umzufallen drohen, sind gesperrt und sollten im eigenen Interesse gemieden werden.

Zum Kahlenberg, allerdings, kann man wieder hinauf joggen. Erstaunlicherweise war ich heute der erste Läufer in 2011, der dort oben seine Spuren hinterlassen hat ;-)

Vielleicht sind die Cracks noch müde von Silvester-Lauf von Werl nach Soest.

Sei’s drum. Der Winter macht Pause. Zeit für die Jogger* und Waldläufer* im Hochsauerland.

* Auch für die Joggerinnen und Waldläuferinnen

Raus aus dem Hochsauerland. Mein Königsweg nach Dortmund

Bahnhof Bestwig aus dem abfahrenden Zug. Beachte die Uhr oben ;-) (foto: zoom)
Bahnhof Bestwig aus dem abfahrenden Zug. (foto: zoom)

Heute waren mal wieder die Bücher aus der Bibliothek in Dortmund fällig. Zweimal kann man dort die Leihfrist von vier Wochen um den gleichen Zeitraum online verlängern. Ergo steht alle drei Monate ein Fahrt nach Dortmund auf dem Programm.

Bisher sind wir entweder mit dem Auto oder dem Zug aus Siedlinghausen gefahren.

Nachteil I: Das Autofahren ist anstrengend und endet manchmal im Stau.

Nachteil II: Der letzte Zug nach Siedlinghausen fährt in der Ski-Saison um 18.41 Uhr, ansonsten um 16.41 Uhr vom Dortmunder Hauptbahnhof ab. Etwas früh für einen Großstadtbummel.

Heute habe ich die Alternative, den Königsweg*, gefunden: Mit dem Auto 15 Minuten nach Bestwig fahren, dort parken und binnen  einer Stunde und elf Minuten bequem nach Dortmund reisen. Letzte Rückfahrt aus Dortmund: 21.53 Uhr.

Das 9 Uhr Tagesticket für einen Erwachsenen plus drei Kinder hat für die Hin- und Rückfahrt 24,30** Euro gekostet.

Kleine Anmerkung: Im Bahnhofsgebäude befindet sich inzwischen die Informationsstelle für Touristen. Die verkauft ausdrücklich keine Fahrkarten. Selbige erhält man entweder am Automaten oder in einem 300 Meter entfernt gelegenen Reisebüro. So stand ich also heute voller Achtung und Rätsel vor dem Ticket-Automaten. Während ich vor den ganzen Wahlmöglichkeiten des Touch-Screens zu resignieren drohte, kam mir ungefragt ein Bahnmensch zu Hilfe. Wer weiß, welche Karte ich sonst gezogen hätte.

* Optimierungsvorschläge ausdrücklich erwünscht.

**Für die Leser mit dem spitzen Stift: in einer Opportunitätsrechnung müssen die Dortmunder Parkgebühren berücksichtigt werden.

Weiße Weihnacht. Die Laufstrecken werden knapp.

Hinauf zum Hömberg-Sattel kann man in den Spurrrillen der Waldfahrzeuge joggen. (foto: zoom)
Hinauf zum Hömberg-Sattel kann man in den Spurrrillen der Waldfahrzeuge joggen. (foto: zoom)

Mit dem Schneefall werden die Laufstrecken knapp. Gestern sind wir über den Hömberg-Sattel zur Altenfelder Straße gelaufen. Der Wirtschaftsweg zum Käppelchen war dann aber nicht mehr zu „belaufen“.  So mussten wir über die Straße zurück in den Ort joggen. Das war gestern allerdings kein Problem, weil der Verkehr wegen des 24. Dezembers und der winterlichen Straßenverhältnisse sehr spärlich floss.

Ja, in Winterberg wurde heute Ski gefahren.

Kalt und trüb war es am Kahlen Asten: Skilift Sahnehang (foto: zoom)
Kalt und trüb war es am Kahlen Asten: Skilift Sahnehang (foto: zoom)

Die Saison meint es anscheinend gut mit den Liftbetreibern. Der Winter ist dieses Jahr früh gekommen und die Kälte ist zur Zeit stabil.

Von Freitag bis heute surrten die ersten Lifte, wie hier am Sahnehang.

Ohne Schnee-Kanonen wäre eine ausreichende Schneedecke allerdings nicht möglich. Unter der Woche ruhen viele Lifte.

Ab Freitag werden die Motoren dann wieder angeworfen. Aktuelle Informationen gibt es hier.

Winterbergs prekäre Gebäude: Heute der „Sportpark“ im Mühlengrund

sports & friends, ehemals Sportpark im Mühlengrund (foto: zoom)
sports & friends, "Sportpark" im Mühlengrund (foto: zoom)

Winterberg. Neben den neuen Bauprojekten in Winterberg, wie dem Ferienpark Landal am Rande des Skigebiets und dem sogenannten Oversum im Kurpark, wollen wir das Elend der alten Einrichtungen nicht vergessen.

Im Mühlengrund, am Ortsausgang Richtung Züschen, liegt ein flacher Bau, der verschiedene Sporteinrichtungen beinhaltet: einerseits die üblichen Eisen eines Fitness-Studios, andererseits aber auch Halltentennisplätze, Badmintonfelder und eine Kegelanlage.

Vorübergehend geschlossen.
Vorübergehend geschlossen.

Schon des öfteren standen Besucher vor verschlossenen Türen, weil ein Pächter aufgegeben hatte. Jetzt ist es wieder mal soweit. An der Eingangstür hängt ein Schild mit zwei Handy-Nummern.

Es könnte schwer werden für die Freizeitanlage:

Tennis ist nicht mehr der große Hit wie noch zu Zeiten von Steffi Graf und Boris Becker.

Moderne Fitness-Studios findet man inzwischen bis in die Ortsteile der Gemeinden hinein.

Die Hotels und Feriensiedlungen haben in den letzten Jahren im Wellness-Bereich gut aufgerüstet.

Das Ambiente des ehemaligen Sportparks wirkt inzwischen aus der Zeit gefallen.  Ein neuer Betreiber stünde unter Umständen vor größeren Investitionen in die Einrichtung der Halle und ihrer Nebenräume.

Das Gebäude selbst scheint nicht mehr ganz jung. Es müsste wahrscheinlich renoviert werden.

Schau’n wir mal … Hier sind die Daten für Kaufinteressierte. Die Angaben sind  bei der Stadt Winterberg gelistet:

Gesamtnutzfläche Grundstück: 7.149 qm
davon Verkaufsfläche Nutzfläche: 3.426 qm

* Tennishalle mit 2 Plätzen
* Fittnessraum komplett mit Geräten ausgestattet, ca. 300 Mitglieder
* Kinderspielecke
* Gymnastik- und Badmintonraum
* Kegelbahn: 4 Scherenbahnen
* Gaststätte mit Nebenräumen
* Küche, voll eingerichtet
* Kühlhaus, Lager- und Bierkeller
* Sauna mit Außenbecken und Solarium
* Sanitär- und Umkleideräume (renoviert)
* Heizung und Lüftung, Brennstoffe Öl und Holz
* Stellplätze vorhanden

Verfügbar ab sofort
Mietpreis (kalt) Kaufpreis: 470.000 € (Verhandlungsbasis)
Bemerkungen Aufstockung für eine Wohnung möglich, weitere Unterlagen auf Anfrage

Umleitung: Krise der Lokalzeitungen, Koch kriegt Hals nicht voll, Finanzlobby, lahmer Gaul CDU, Kafka und ab in den Knast.

Lokalzeitungen: Vermutlich ist das ein mindestens genauso gewichtiger Grund (neben der fehlenden Online-Idee), warum die PNP und die anderen PNP´s dieser Welt zunehmend an Lesern und Auflage verlieren: dieser ritualisierte, vorhersehbare, uninspirierte und vollkommen unnötige Nicht-Journalismus, den niemand mehr braucht in einem Zeitalter, in dem es ein gigantisches Angebot an Medien gibt. Und man muss unwillkürlich lachen angesichts des Dauermantras, wie qualitativ hochwertig unsere Zeitungen doch seien, wie unersetzlich, wie großarzig — und wie himmelweit überlegen diesem ganzen Onliner- und Bloggergesocks. Ach Leute in Passau (and elsewhere) — man muss euch gar keinen Todesstoß mehr versetzen, das macht ihr schon ganz prima selbst. 2020 gibt´s euch nicht mehr, wollen wir wetten? … JakBlog

Koch: kriegt den Hals nicht voll voll – und weitere Seitenwechsel … lobbycontrol

Daten verschlüsselt: ab in den Knast … lawblog und zdf

Der lahme Gaul CDU: … Warum ist die CDU so unattraktiv? Die CDU hat die Faszination eines erloschenen Lagerfeuers, an dem sich niemand mehr so recht wärmen kann. Die Konservativen nicht, auch wenn Merkel sie mit markigen Sprüchen (“Multikulti ist gescheitert”) ruhigzustellen versucht. Der soziale CDU-Flügel nicht, der ohnmächtig zusehen muss, wie sich unter Führung Merkels die Kluft zwischen Arm und Reich vertieft – eine Folge der sozial unausgewogenen Sparbeschlüsse und einer die Gesellschaft entsolidarisierenden Gesundheitsreform. Und eine Folge der Koalition mit der FDP, die – im Negativen – Schwarz-Gelb mehr den Stempel aufdrückt, als die CDU verkraften kann … sprengsatz

Der Landarzt: unbedingt angucken. Zutiefst verstörend. Kafka eben, aber wie … ruhrbarone

PFT-Prozess: “Schwachstellen bei der Aufarbeitung”? Mehr als 4 Jahre nach der Aufdeckung des PFT-Skandals ging am Mittwoch beim Landgericht Arnsberg ein erster Prozess zu Ende, leider ohne wirkliches Ergebnis. Nach knapp drei Stunden Verhandlung stellte das Landgericht das Verfahren gegen vier Angehörige des Hauptbeschuldigten Ralf W. aus Brilon ein … sbl

Sauerland: wird Lummerland … wpBrilon

Man muss auch mal wieder über Bäume schreiben.

Baumanpflanzungen am Rott (fotos: zoom)
Heldenfriedhof? Nein: Baumanpflanzungen am Rott (fotos: zoom)

Im Hochsauerland gibt es Gegend ohne Ende. Im Alltag reduziert sich unser Aktionsradius dann aber doch immer nur auf eingelaufene Pfade: Himmelskrone, Bildchen, Kahlenberg, HIT Olsberg, Kaufpark Siedlinghausen und EDEKA Winterberg.

Neulich waren wir es leid, haben das Auto beim Schinkenwirt in Olsberg geparkt und sind einfach drauflos gelatscht. „Wandern“ sagen die einen, „walken“ die anderen. Egal.

Zum Rott 563 m ü. NN
Zum Rott 563 m ü. NN

Wir landeten am Rott. Da sah es aus wie auf so einer Art Heldenfriedhof. War es aber nicht.

Hunderte von jungen Bäumchen wurden auf Kyrillflächen (Vermutung) in Plastikummantelungen mit quadratischem Zuschnitt vor Wildverbiss geschützt.

Endlich mal keine Fichten, ging es mir durch den Kopf. Die machen nämlich den Wald das ganze Jahr über ziemlich düster, weil sie ihre verflixten Blätter (Nadeln) nicht abwerfen. „Buche“ meinten die anderen Fußbewegten, was auch sehr nahe liegt, denn die Hauptwaldbestände des Hochsauerlandes sind Fichte, Fichte und nochmals Fichte und dann aber Buche.

Ahorn? am Rott.
Ahorn? am Rott.

Kann mir mal einer unserer Leser sagen, was am Rott wirklich gesetzt wird? Fichte ist es nicht, Buche ist es nicht. Sieht aus wie Ahorn. Welcher ist es? Und aus welchen Gründen wird dieser Baum jetzt dort angepflanzt und nicht die Fichte oder die Fichte oder die Buche.

Das ist eine ernstgemeinte Frage und keine Ironie!

Schnee im Sauerland – Na, ja

Schnee auf der Sange am 21. Oktober(foto: zoom)
Schnee auf der Sange am 21. Oktober (foto: zoom)

Während wir Hochsauerländer uns gestern Abend auf Twitter über die Übel des Wetters unterhielten – Tenor: Zu nass, zu kalt, zu dunkel – trieb sich auf dem Kahlen Asten eine englische Bulldogge namens Bode Miller herum und zerbiss auf der millimeterhohen Schneedecke ein wehrloses Stöckchen.

Weil wir nicht wussten, ob das Untier auch heute noch rund um den Astenturm sein Unwesen treibt, haben wir den Schnee woanders gesucht und gefunden.

Ja, es liegt Schnee im Hochsauerland (siehe Bild).

Leicht war unsere Suche nicht, denn die Schnee-Fahndung artete in einen ausgewachsenen 2-Stunden Trainingslauf aus. Die Schneemassen haben wir dann endlich auf der Sange, 780 Meter über NN, entdeckt.

Eigentlich ist es dort auch schöner als auf dem Kahlen Asten mit seinem parkgebührenpflichtigen Großraumparkplatz, dem Selbstbedienungsrestaurant im Astenturm und der englischen Bulldogge ;-)

Seit der kleine Kinderspielplatz und der Verkaufskiosk (Eis!) platt gemacht wurden, sind wir mit der Familie nur noch selten dort oben.

Aber ich vermute mal, dass der Pächter auf uns verzichten kann, weil die niederländischen Freunde unser Fehlen mehr als kompensieren.

Weg zur Sange. MTB-Spuren im Matsch. (foto: zoom)
Weg zur Sange. MTB-Spuren im Matsch. (foto: zoom)

Es gibt, auch bei miesem Wetter, viele schöne Ecken im Hochsauerland, vor allem solche, die man nicht mit dem Auto erreichen kann.

Wer dieses Wochenende einen Ausflug ins Hochsauerland plant, kann Schlitten und Skier getrost zu Hause lassen.

Wir empfehlen Wander- oder Laufschuhe.

Hardcore-MTBler, die gerne ihr Rad putzen, können sich auch noch prächtig amüsieren. Viele von denen radeln ebenfalls über die Sange. Werft mal einen Blick auf die Strecke (2. Bild).

Indian Summer im Hochsauerland

Heute abend an der "Nassen Wiese". Die Buchenblätter verlieren ihr Chlorophyll. (foto: zoom)
Heute abend an der "Nassen Wiese". Die Buchenblätter verlieren ihr Chlorophyll. (fotos: zoom)

Es ist Herbst geworden im Hochsauerland. Die Buchenblätter verlieren ihr Chlorophyll und färben sich rot. Hochdruckwetter, blauer Himmel.

Sonne im Fichtenwald.
Hunau heute: Sonne im Fichtenwald.

Morgens und abends scheint das Licht für die Fotografen. Das Wetter wird in den nächsten Tagen sonnig und klar bleiben.

Laufend fotografieren. Mein Schatten.
Laufend fotografieren. Mein Schatten.

Wer diese Woche nicht ins Hochsauerland fährt, will sowieso bis zum ersten Schnee nicht mehr kommen. Die anderen wandern, laufen (neudeutsch: joggen) oder fahren Rad, am besten mit dem Mountainbike durch die Fichten- und Buchenwälder der Region.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Solch einen perfekten „Indian Summer“ gibt es hier nicht jedes Jahr. Wir können auch Regen, Sturm und Kälte ;-)